Etappe 5: Heidelberger Hütte DAC - Chamonna Tuoi CAS
Am fünften Tag geht es wieder über zwei Pässe und in Richtung Unterengadin. Landschaftlich ist diese Etappe sehr abwechslungsreich. Zunächst muss man ein Stück zurück Richtung Kronenjoch, zweigt dann aber vorher in wegloses Gelände ab und steigt auf zur Fuorcla da Tasna in einer kargen Felslandschaft. Über eine Steilstufe geht es aussichtsreich, aber auch extrem steil und recht anspruchsvoll hinunter ins Val Urschai, dessen Almen anschliessend durchwandert werden. Danach steigt man durch das Val Urezzas zunächst über Bergwege dann über Geröllhalden auf in die Furcletta. Nach einem kurzen Abstieg erreicht man das Val Tuoi und die dortige Hütte.
Routenverlauf
Heidelberger Hütte DAV – Las Gondas – Foppa Trida – Fuorcla da Tasna – Lai da Fasch’Alba – Plan da Mattun – Marangun d’Urschai – Chaschlogna – Urezzas – Marangun d’Urezzas – Furcletta – Chamonna Tuoi CAS
Höhenangaben
Ausgangspunkt: Heidelberger Hütte DAV 2262m
Zielpunkt: Chamonna Tuoi CAS 2250m
Aufstieg: 1192m
Abstieg: 1204m
Höchster Punkt: bei der Fuorcla da Tasna 2813m
Tiefster Punkt: bei Chaschlogna 2097m
Gehzeiten
Heidelberger Hütte DAV – Fuorcla da Tasna: 1 Std. 40 min 2 Std. 10 min
Fuorcla da Tasna – Urschai: 2 Std. 1 Std. 50 min
Urschai – Furcletta: 1 Std. 50 min 2 Std. 15 min
Furcletta – Chamonna Tuoi CAS: 45 min 50 min
Insgesamt: 6 Std. 15 min 7 Std. 05 min
Wegbeschreibung
Aufstieg zur Fuorcla da Tasna
Von der Heidelberger Hütte DAV (2262m) zunächst auf gleicher Route wie am Vortag zurück durchs Val Fenga bis Foppa Trida (2548m). Weiter rechts auf den weiss-blau-weiss markierten Weg Richtung Kronenjoch. Nach dem ersten Aufschwung an einem grossen Steinmann unterhalb von Pt 2686m verlässt man die Route vom Vortag und geht nach links weglos in die Schutthalde hinein. Die Route ist nicht SAW-markiert, es gibt aber rote Markierungen. Zunächst recht eben quer über die Halde. Kleine Bäche überqueren. In steinigem Gelände rechts aufwärts. Immer auf die Markierungen achten. Links von einem Schutthügel aufwärts. Vor einem kleinen See wieder in flacherem Gelände rechts halten. Die Schutthalde queren. Es gibt hier nur wenige Markierungen und einzelne Steinmännchen. Immer leicht aufwärts etwas oberhalb des tiefsten Punktes hinein in die Fuorcla da Tasna (2807m).
Abstieg ins Val Urschai
Geradeaus über die Hochebenen des Passes. An einem kleinen See rechts vorbei. Weiter immer geradeaus, fast eben, nur leicht bergab. Nach Pt. 2735m in steilerem Gelände abwärts. Statt Schutt nun Blockgelände. Bald etwas rechts halten. Kurz steil hinunter auf den Grund eines kleinen Tals. In diesem Tal abwärts zum Lai da Fasch’Alba (2646m). Am See entlang. Den aus dem See kommenden Bach überqueren. Wenige Meter aufwärts, dann rechts halten. Links der Kuppe abwärts. Über Wiesen und Wegspuren zu einem steilen Abbruch. Links des Wasserfalls parallel zu diesem sehr steil absteigen. Zunächst über einen stufenartigen Erdhang. In etwas flacherem, aber immer noch ziemlich steilem Gelände wieder zunehmend in Geröll. Immer direkt parallel zu den Wasserfällen. Die Markierungen werden seltener. Nach einem grossen, von unten sichtbaren roten Punkt auf einem Stein den Bach überqueren. Auf der anderen Bachseite weiterhin parallel zu diesem weiter durch Blockgelände abwärts. Es gibt wieder rote Markierungen, diese muss man aber etwas suchen. Unterhalb des Blockgeländes leicht rechts halten in die Wiesen hinein. Mehrere kleine Rinnen durchqueren, dabei stetig leicht abwärts gehen. Hin und wieder sind rote Markierungen zu sehen. Schliesslich durch die Wiesen abwärts in den Plan da Mattun. Wenn man die markierte Route verliert kann man sich an dem Zusammenfluss zweier Bäche am unteren Ende der Ebene orientieren (Pt. 2281m). Hier den rechten Bach überqueren. Auf der anderen Seite parallel zum Bach weiter das Tal vor. Zwischen einigen grossen Felsblöcken hindurch. Immer rechts am Bach entlang. Es gibt wieder nur wenige Markierungen. Bald den Bach über eine Brücke überqueren. Nun links des Baches auf Wegspuren weiter leicht abwärts. Immer den Wegspuren folgen. Wenn man den Weg verliert, am Bach entlang, bis man wieder auf ihn trifft. Einen grösseren Bach aus einem Seitental überqueren. Über die Wiesen weiter im Tal zur Almhütte Marangun d’Urschai (2208m). Hier weiter geradeaus, nun wieder auf offiziell weiss-rot-weiss markiertem Weg. Auf gutem und nun klar erkennbarem Bergweg weiter das Tal vor. Bald links etwas oberhalb des Talgrunds entlang. Dem Weg folgen bis zum Wegweiser bei der Alp von Urschai (2108m).
Aufstieg zur Furcletta
Am Wegweiser rechts kurz weglos über die Wiese. Dann wieder rechts auf einer Wegspur ins Tal hinunter. Den Bach über eine Brücke überqueren. Dahinter links wieder aus dem Bachbett heraus. Dem Weg durch die Wiesen von Chaschlonga folgen. Fast eben auf dem Höhenweg vom Val Urschai ins Val Urezzas. Bei der Almhütte (Pt. 2114m) rechts ins Val Urezzas. Dort auf gutem Bergweg aufwärts. Immer etwas oberhalb des Baches entlang. Stets aufwärts zu den Ruinen der Alp Marangun d’Urezzas (2280m). Dahinter kurz sehr steil hinauf. Dann den Bach über eine Brücke überqueren. Dahinter rechts, weiter leicht aufwärts. Auf die Markierungen achten. Am Ende des Tals zunehmend steiler und im Zickzack hinauf. Bald etwas nach links und oberhalb der Steilstufe wieder in etwas flacheres Gelände. Nur noch leicht aufwärts durch die Hochebenen. In ein kleines Tal hinein. Inn diesem aufwärts. Danach wieder rechts hinaus in zunehmend steinigeres Gelände. Schliesslich in anspruchsvolleres Blockgelände. Weglos den Markierungen folgen. Schliesslich sehr steil auf einem Schuttweg hinauf in die Furcletta (2734m).
Abstieg zur Chamonna Tuoi CAS
Über den Pass und weiterhin in Schutt- und Blockgelände absteigen. Den Markierungen folgen. Unterhalb des Blockfeldes wieder auf Wiesen. In ein kleines enges Tal hinein. In diesem steil hinunter zu einem kleinen See (2540m). Links am Seeufer entlang. Über die Wiesen mal steiler, mal flacher abwärts. Wegspuren sind nun klar erkennbar. Nach einem etwas steilerem Stück zu einem Wegweiser (Pt. 2357m). Hier weiter abwärts. Im Zickzack hinunter. Links des Baches bleiben und eine steile Halde hinunter. Anschliessend links in wenigen Metern zu Chamonna Tuoi CAS (2250m).
Abkürzmöglichkeiten
keine
Weitere Informationen
Schwierigkeit
Heidelberger Hütte DAV – Foppa Trida: T2 (Bergweg, keine Schwierigkeiten)
Foppa Trida – Fuorcla da Tasna: T3 (weglos, einfache Schutt- und Blockfelder)
Fuorcla da Tasna – Plan da Mattun: T4 (sehr steiler Abstieg in teils weglosem Gelände, anspruchsvolle Bachquerung, Blockgelände)
Plan da Mattun – Marangun d’Urezzas: T2 (einfache Bergwege)
Marangung d’Urezzas – Furcletta: T3 (Blockfelder, stellenweise sehr steil)
Furcletta – Chamonna Tuoi CAS: T2, im oberen Bereich stellenweise T3 (meist guter Bergweg, anfangs noch Blockgelände)
Wegmarkierung
Bis Foppa Trida ist der Weg weiss-rot-weiss markiert, danach ein Stück weiss-blau-weiss. Der weitere Aufstieg zur Fuorcla da Tasna ist rot markiert, zusätzlich gibt es Steinmännchen. Der Abstieg in Val Urschai ist ebenfalls rot markiert, im unteren Bereich werden die Markierungen aber spärlicher. Ab Marangun d’Urschai ist die Route wieder weiss-rot-weiss markiert.
Streckenlänge
17,5 km
Karten
Landeskarte der Schweiz 1:50000: 249T Tarasp
Landeskarte der Schweiz 1:25000: 1179 Samnaun, 1198 Silvretta, 1199 Scuol
Einkehrmöglichkeiten
keine
Übernachtunsmöglichkeiten
keine