Tagestour 35
Gehrihore und Giesegrat
Die aussichtsreiche Bergwanderung von Frutigen nach Kandersteg führt über den Giesegrat und verbindet mehrereaussichtsreiche Gipfel der Berner Alpen. Mit dem Gehrihore, dem Sattelhore und dem Ärmigchnubel bietet die Tour spektakuläre Panoramawege, steile Gratpassagen und abwechslungsreiche Berglandschaften. Die lange und konditionell anspruchsvolle Wanderung begeistert mit wilden Höhenzügen und grandiosen Ausblicken auf das Kandertal und die umliegenden Gipfel. Dank der Kombination aus markierten Bergwegen, ausgesetzten Gratabschnitten und stillen Alplandschaften zählt diese Tour zu den schönsten Gratwanderungen im Berner Oberland.
Hinweise zur Tour
- Bitte die allgemeinen Hinweise zu den Touren beachten.
- Die Angaben im Tourenbericht stammen von Oktober 2021.
Routenverlauf
Frutigen – Kanderbrück – Chanderbrüggallmi – Wyssenmattli – Ober Geerenen – Gehrihore – Grathütte – Giesegrat – Sattelhore – Giesegrat – Ärmigchnubel – Höje Stand – Obergiesenen – Voregg – Undergiesenen – Preecht – Mitholzallmi – Büelweid – Kandersteg
Höhenangaben
Ausgangspunkt: Frutigen, Bahnhof (779m)
Zielpunkt: Kandersteg, Bahnhof (1170m)
Gipfel: Gehrihore (2129m), Sattelhore (2375m), Ärmigchnubel (2411m)
Höchster Punkt: Ärmigchnubel (2411m)
Tiefster Punkt: Kanderbrück (772m)
Gesamter Aufstieg: 1851m
Gesamter Abstieg: 1460m
Gehzeiten
Frutigen – Gehrihore: 2 Std. 30min
Gehrihore – Sattelhore: 1 Std.
Sattelhore – Ärmigchnubel: 20min
Ärmigchnubel – Kandersteg: 2 Std.
Insgesamt: 5 Std. 50min (10¼ Std.)
Wegbeschreibung
Vor dem Bahnhof in Frutigen (779m) geht man links an der Strasse entlang. Nach einer leichten Rechtskurve zweigt links ein Fussweg ab. Diesem folgt man. An dessen Ende geht es direkt wieder links einen weiteren Fussweg entlang zu einer Brücke (Pt. 786m). Man überquert die Strasse und geht dann links über die Brücke. Man geht über mehrere Einfahrten immer an der Strasse entlang und in einer Linkskurve biegt rechts wieder ein Fussweg ab. Auf diesem geht man durch die Felder nach Kanderbrück (772m). Im Dorf geht man geradeaus bis nach der Brücke über die Kander. Hier biegt man links ab. Kurz darauf geht es rechts auf schmalem Weg zwischen den Häusern hindurch. Direkt bei den letzten Häusern beginnt der Weg stark anzusteigen. Teils in engen Kurven, teils fast geradewegs aufwärts, zunächst über Lichtungen, dann durch den Wald folgt man dem Pfad immer aufwärts durch das Gebiet von Chanderbrüggallmi. Man überquert einen Fahrweg (Pt. 1004m) und folgt weiter dem Bergweg aufwärts. Bei einem Haus überquert man ebenfalls einen grösseren Weg und geht direkt vor dem Haus in der Wiese weiter aufwärts, wobei man sich leicht rechts hält. Kurz ist der Weg etwas breiter, dann folgt wieder ein schmaler Bergpfad. Man geht an einem kleinen Wäldchen vorbei und danach wieder in engem Zickzack geradewegs hinauf. Teilweise sind nur schwache Wegspuren vorhanden. Man beachte die Markierungen, die man stellenweise etwas suchen muss. Bei der nächsten Fahrstrasse (Pt. 1256m) geht man wiederum weiter bergauf. Der Pfad führt nun etwas nach links, am Hang entlang weiter hinauf. Es geht in ein kleines Tal hinein. Kurz vor der Durchquerung dieses Tals geht man scharf rechts, den Markierungen folgend aufwärts. Man erreicht eine asphaltierte Strasse. Auf dieser geht man rechts bis zu einem Haus (Pt. 1356m). Dahinter geht es wieder links hinauf. Zunächst sind die Wegspuren kaum erkennbar. Man geht parallel zum Hang auf einen Zaun zu und dann an diesem entlang im Zickzack hinauf über die Wiesen von Wyssenmattli. Bei einer Hütte geht es wieder etwas nach links und bald wieder rechts hinauf in den Wald. Dort quert man einen Höhenweg und geht über die Wiese weiter aufwärts. Man überquert nochmals eine Fahrstrasse, geht danach weiter gerade hinauf über die Wiese, bis man wieder auf die Strasse trifft. Man folgt ihr links hinauf am Waldrand entlang. Am Ende des Waldes geht es wieder rechts durch die Wiese steil aufwärts. Die Wegspuren sind teils schwach und auch die Markierungen muss man im Gras etwas suchen. Man hält sich immer links des Waldes. In flacherem Gelände weiter geradeaus über die Wiese bis zur Alphütte von Ober Geerenen (1764m). Hier biegt man rechts ab und folgt kurz eben einem Feldweg. Dieser geht kurz darauf in einen Bergweg über. Auf diesem geht es wieder zunehmend steiler hinauf. Man geht zwischen ein paar Bäumen hindurch und ein Stück danach links, dem klar erkennbaren Weg folgend, aufwärts in zunehmend steilerem Gelände. Am Grat biegt man rechts ab (Pt. 1947m). Nun geht es immer am Grat entlang stellenweise sehr steil über kleine Felsstufen hinauf zum Gipfel des Gehrihore (2129m). Auf der anderen Seite des Gipfels geht es über einige Steilstufen hinunter, die teilweise mit Ketten gesichert sind. Ein Stück unterhalb des Grates geht es dann wieder parallel zu diesem durch die Wiesen. In leichtem Auf und Ab erreicht man bald einen Wegweiser (Pt 2060m) und geht an diesem geradeaus zur Grathütte (2079m). Von hier folgt die Wanderung über den Giesegrat. Es geht zunächst in leichtem Auf und Ab am Grat entlang. Bald steigt man auf dem Grat sehr steil auf. Auch hier gibt es wieder einige kurze Steilstufen, sowie eine kleine schräge Leiter. Ein Gipfel wird links umgangen. Danach kommt man wieder auf den Grat. Es geht immer weiter leicht aufwärts. Schliesslich biegt der Weg links ab und quert unter dem Sattelhore hindurch zu einer Hochebene. Kurz vor dieser kann man rechts sehr steil am Zaun entlang weglos und unmarkiert zum Sattelhore (2375m) aufsteigen. Man geht zurück zum Weg und folgt diesem in die Hochebene hinein. Dort geht man am Wegweiser (Pt. 2306m) geradeaus Richtung Kiental an der Abbruchkante entlang. Bevor der Weg nach unten führt, geht man rechts, weiterhin an der Gratkante entlang in wegloses Gelände. Markierungen gibt es keine. Zunächst ist es eben, bald steigt man wieder etwas an. Man hält sich immer rechts der Abbruchkante und gelangt so über den Giesegrat zum breiten Gipfel des Ärmigchnubel (2411m). Man geht nun zurück, hält sich aber nicht mehr an der Kante, sondern in der Mitte des breiten Gipfelgrats. In zunehmend steiler werdendem Gelände geht man immer geradewegs abwärts auf die Hütte von Höje Stand (2275m) zu. An dieser führt nun wieder ein markierter Bergweg nach links. Zunächst geht es fast eben in eine Rinne hinein. Man durchquert sie und geht danach leicht abwärts. Bald wird es steiler. In Serpentinen geht man zwischen zwei Felsstufen abwärts. Man folgt immer dem klar erkennbaren Weg. Bald geht es wieder nicht mehr ganz so steil am Hang entlang weiter abwärts. Nach einer Betonwand geht man weglos über die Wiese abwärts zum Wegweiser von Obergiesenen. Hier geht man links. Man folgt nun dem breiten Weg über Voregg abwärts. Nach einer Kehre (Pt. 1896m) erreicht man bald eine Hütte. Davor geht es links weiter auf dem Fahrweg abwärts. Um mehrere Kehren geht es nun hinunter zu den Hütten von Untergiesenen (1667m). Am Ende der Häuser geht man nach links und bleibt weiter auf dem Fahrweg (der markierte Bergweg führt hier geradeaus weiter abwärts). Man überquert einen Bach und geht dann weiter abwärts. Man folgt nun immer dem Fahrweg, teilweise sehr steil, bergab durch den Wald von Preecht. Man bleibt auf dem Weg, bis man wieder Wanderwegweiser erreicht (Pt. 1174m). Hier geht man nach links auf schmalem Weg in den Wald. In leichtem Auf und Ab geht es über einen Höhenweg durch den Wald. Zunächst quert man kurz nacheinander zwei Rinnen, dann geht es ein längeres Stück durch Wald. Nach einer dritten Rinne geht man ab Wegweiser geradeaus und folgt weiter den gelben Rauten. Bald kommt man aus dem Wald heraus auf die Büelweid und erreicht kurz darauf die Zugstrecke. Man geht an der Bahnlinie entlang, immer geradeaus, bis man auf eine Strasse trifft. Man geht zunächst auf schmalem Pfad, dann auf dem Gehweg an der Strasse entlang. Nach dem Wald geht man rechts auf einen Feldweg (Pt. 1168m). Bald erreicht man die Kander und geht an ihr entlang. Über eine Brücke wechselt man die Uferseite. Nun geht man immer am Bach entlang bis zum Bahnhof Kandersteg (1170m).
Abkürzmöglichkeiten
Die Gipfelabstecher zu Sattelhore und Ärmigchnubel können weggelassen werden.
Übersichtskarte
Kartenausschnitt: ©swisstopo
Weitere Informationen
Schwierigkeit
Frutigen – Kanderbrück: T1; Kanderbrück – Gehrihore: T2, stellenweise T3; Gehrihore – Höji Stand: T3; Höji Stand – Obergiesenen: T2; Obergiesenen – Preecht: T1; Preecht – Büelweid: T2; Büelweid – Kandersteg: T1
Wegmarkierung
Zwischen Frutigen und Kanderbrück ist der Weg gelb markiert. Von Kanderbrück bis Undergiesenen ist die Route weiss-rot-weiss markiert, mit Ausnahme der Gipfelabstecher zu Sattelhore und Ärmigchnubel, die nicht markiert sind. Der Abstieg von Undergiesenen durch den Wald von Preecht ist nicht markiert, Markierungen sind hier aber auch nicht notwendig, da es sich um einen Fahrweg handelt. Der Rest der Tour ist wieder gelb markiert.
Streckenlänge
20,8 km
Karten
Landeskarte der Schweiz 1:50000, Blatt 253T Gantrisch, Blatt 263T Wildstrubel, Blatt 264T Jungfrau
Landeskarte der Schweiz 1:25000, Blatt 1227 Niesen, Blatt 1247 Adelboden, Blatt 1248 Mürren
Einkehrmöglichkeiten
keine
Anreise mit öV
Startpunkt: Bahnhof Frutigen, Regionalverkehr Spiez - Brig
Zielpunkt: Bahnhof Kandersteg, Regionalverkehr Spiez - Brig