Etappe 3: Sardonahütte SAC - Martinsmadhütte SAC
Die dritte Etappe führt durch kargeres Gelände im Höhenbereich zwischen 2000m und 3000m und führt am Ende zum ersten Mal in anspruchsvolleres, alpines Gelände. Drei Pässe müssen auf dem Weg von der Sardonahütte SAC zur Martinsmadhütte SAC überquert werden. Zunächst steigt man auf ordentlichem Weg durch eine Wand, die auf den ersten Blick fast senkrecht und unpassierbar erscheint, hinauf zur Trinser Furgga / Fuorcla dils Sax. Durch Steinwüsten geht es teils weglos weiter auf die Fuorcla Raschaglius. Auf dem langen Weg von dort zum Grischsattel kommt man an der Hochebene von Segnas Sura vorbei und steigt von dort zur unteren Ebene Segnas Sut ab, die man überquert, bevor man über den Grauberg wieder aufwärts geht. Ein Gipfelabstecher zum Ofen ermöglicht Tiefblicke Richtung Sernftal. Der Abstieg vom Grischsattel schliesslich führt extrem steil durch alpines Gelände, zunächst über Schutt und Geröll, dann gesichert durch die Wand in den Martinsmadkessel.
Routenverlauf
Sardonahütte SAC – Trinser Furgga / Fuorcla dils Sax – Plaun dils Agls – Fuorcla Raschaglius – Segnas Sura – Segnas Sut – Crap Grisch / Grauberg – Grischsattel – Ofen – Grischsattel – Ober Maad – Martinsmadhütte SAC
Höhenangaben
Ausgangspunkt: Sardonahütte SAC 2159m
Zielpunkt: Martinsmadhütte SAC 2004m
Aufstieg: 1352m
Abstieg: 1507m
Höchster Punkt: Ofen 2872m
Tiefster Punkt: Martinsmadhütte SAC 2004m
Gehzeiten
Sardonahütte SAC – Trinser Furgga / F. dils Sax: 50 min 1 Std.
Trinser Furgga / F. dils Sax – Fuorcla Raschaglius: 1 Std. 05 min 1 Std.
Fuorcla Raschaglius – Station Grauberg: 2 Std. 10 min 2 Std. 15 min
Station Grauberg – Grischsattel: 1 Std. 15 min 1 Std. 30 min
Abstecher zum Ofen: 35 min 55 min
Grischsattel – Martinsmadhütte SAC: 1 Std. 15 min 1 Std. 15 min
Insgesamt: 7 Std. 10 min 7 Std. 55 min
Wegbeschreibung
Aufstieg zur Trinser Furgga / Fuorcla dils Sax
Hinter der Sardonahütte SAC (2159m) den Wegspuren und weiss-blau-weissen Markierungen aufwärts folgen. Über Wiesen aufwärts, bald leicht links halten. An einem Wegweiser (Pt. 2328m) geradeaus. Leicht abwärts. Mehrere Bäche queren, nicht ganz einfach, teilweise muss man wenige Meter aufsteigen, dann durch den Bach und auf der anderen Seite wieder absteigen. Weiter durch Schutt und Geröll, aber immer auf deutlicher Wegspur aufwärts auf die Felswand zu. In der Felswand weiter auf deutlichem Pfad, sehr steiles Gelände, aber unschwieriger Weg. Parallel zum Hang aufsteigen. Am Ende kurz im Zickzack, auf die Markierungen achten. Hinauf zum Steinmann auf der Fuorcla dils Sax / Trinser Furgga (2492m). (Stand 2026: Der Aufstieg zur Trinser Furgga ist aufgrund von Steinschlag gesperrt. Laut Webseite der Sardonahütte gibt es eine alternative alpine Route Richtung Segnas. Bitte bei der Hütte nachfragen.)
Übergang zur Fuorcla Raschaglius
Auf der anderen Seite sehr steil den Wegspuren abwärts folgen. Die Route ist nun nicht mehr weiss-blau-weiss markiert. Nach der Steilstufe rechts halten. Weglos parallel zum Hang. Einzelne Steinmännchen weisen den Weg. Leicht abwärts, aber nicht bis auf den Talgrund absteigen. Mehrere kleine Rinnen durchqueren. Immer auf den tiefsten Punkt zwischen dem Berg rechts und einer kleinen Anhöhe (Pt. 2388m) zu gehen. Bald keine Steinmännchen mehr. Weiter durch die Steinwüste. Bald wieder etwas Vegetation. Links der Anhöhe vorbei. Weiter geradeaus, bis man auf Wegspuren trifft. Diesen nach rechts, aufwärts folgen. Auf einen Bergrücken hinauf. Leicht rechts halten und von dem Rücken auf der anderen Seite wieder hinunter, bis man auf einen markierten Bergweg trifft (Pt. 2410m). Rechts auf dem Bergweg weiter, weiss-rot-weiss markiert. Stetig leicht bergauf. In weitem Bogen um das Talende Plaun dils Agls herum. Auf der anderen Talseite weiter am Berg entlang, etwas steiler aufwärts. Bald etwas rechts halten und im Zickzack bergauf. In flacherem Gelände weiter geradeaus auf die Fuorcla Raschaglius (2554m)
Über die Segnas-Böden zum Grauberg / Crap Grisch
Rechts halten. Am Berg entlang oberhalb der Hochebene von Plaun Segnas Sura. Immer leicht abwärts. Den weiss-rot-weissen Markierungen folgen. Auf dem unteren Pfad bleiben (Pt. 2524m). Weiter auf dem Höhenweg in den weiten Talschluss Segnas Sura hinein. Am Ende des Wegs links halten. Den Schutthang überqueren, auf die Markierungen achten. Weiter nach hinten in die Hochebene. Zwei Bäche auf recht wackligen Brücken überqueren. Danach jeweils wieder den weiss-rot-weissen Zeichen durch die Schuttebene folgen. Nach Querung des Talschlusses wieder auf gutem Höhenweg auf der anderen Seite oberhalb von Plaun Segnas Sura entlang. Zwischen Findlingen hindurch. Am Felseneck rechts. Auf einem mit Ketten gesicherten, aber einfachen Felsenweg in das nächste Tal absteigen. Auf Pfadspuren durch die Schutthalden Richtung Mitte des Tals wieder leicht aufwärts. Unterhalb eines grossen Felsblocks an einer Weggabelung links abbiegen und den weiss-rot-weiss markierten Weg verlassen. Kurz eben, geradeaus, bis man wieder auf eine weiss-rot-weiss markierte Route trifft. Links, abwärts. In weglosem Gelände gleich wieder links halten. Auf der markierten Route weiter absteigen. Bald sehr steil hinunter, nun auf deutlichem Bergweg durch Wiesen. In wieder flacherem Gelände leicht links halten. Absteigen bis zum linken Rand Hochebene Segnas Sut. Am Wegweiser (Pt. 2106m) rechts und gleich wieder rechts am Rand der Ebene ein Stück zurück. Am Ende der Ebene den Zufluss über eine Brücke überqueren und danach gleich wieder links in die Ebene hinein. Den Markierungen weglos über die Ebene folgen. Bald leicht rechts halten. Am Rand der Ebene kurz auf einem Pfad rechts ein Hochmoor umgehen. Dann wieder auf die Ebene. An deren rechten Rand bleiben und gleich darauf wieder rechts in einen Bergweg. Auf diesem aufwärts. In mehreren Kurven durch den Steilhang des Crap Grisch aufwärts. In flacherem Gelände auf einen breiten Weg. Auf diesem rechts und gleich wieder links hinauf zur Bergstation Grauberg (2232m).
Aufstieg zum Grischsattel
Auf dem breiten Weg weiter leicht aufwärts. Kurz darauf am Wegweiser den Weg verlassen und die Wiese in Richtung des blauen Wegweisers überqueren. Am Ende der Wiese weiter der weiss-blau-weiss markierten Route folgen. Auf Wegspuren leicht ansteigen. Gut auf die Markierungen achten. Es gibt mehrere Wegspuren und zunächst nur recht wenige Markierungen. Immer leicht bergauf, rechts unterhalb des steilen Geländes bleiben. Bald etwas rechts halten, immer noch nur mässig ansteigend. Wieder etwas links in ein kleines Tal. Diesem folgen. Hinaus auf eine Hochebene. Immer am Bach entlang durch die weglose Ebene. Am Ende der Ebene durch Geröll steiler aufwärts. Auf die weiss-blau-weissen Markierungen und Steinmännchen achten. Wegloses Gelände, aber nicht sehr schwierig Nach der Steilstufe wieder etwas flacher, leicht rechts auf einen markanten Felsblock zu. Rechts davon in der Rinne aufsteigen, hier kaum noch Markierungen. Oberhalb des Felsens aus der Rinne heraus. Etwas links, dann rechts geradewegs hinauf in den Grischsattel (2759m).
Gipfelabstecher zum Ofen
Rechts auf sehr breitem Rücken weglos nur leicht aufwärts zu einem Vorgipfel (2818m). Rechts des Gipfels auf klarer Pfadspur durch eine wenige Meter hohe Steilstufe hinunter und weiter abwärts in einen Sattel. Von hier weglos und geradeaus aufwärts auf den Gipfelgrat. Wenige Meter links zum Gipfelkreuz des Ofen (2872m). Rückweg zum Grischsattel (2759m) auf gleicher Route.
Alpiner Abstieg zur Martinsmadhütte SAC
Auf der Westseite extrem steil abwärts. Zunächst auf steiler Wegspur. An mehreren Felsen vorbei in steiler Steinwüste absteigen. Weiss-blau-weisse Markierungen weisen den groben Routenverlauf. Stellenweise Wegspuren, stellenweise weglos. Auf breitem, steilem Band abwärts. Auf eine Anhöhe rechts (Pt. 2455m) zugehen. Kurz davor rechts abbiegen, den weiss-blau-weissen Zeichen in die Steilwand hinein folgen. Auf mit Ketten gesicherter Route abwärts durch die Wand. Stellenweise besser rückwärts hinunter. Die Wand entlang der Ketten abwärts queren bis in die darunter liegende Schutthalde von Ofenrus. Hier weiter steil bergab, nun auf klar erkennbarem Pfad. Einen Bach überqueren und auf der anderen Seite in engem Zickzack weiter steil bergab. In flacherem Gelände geradeaus nun wieder über Wiesen auf den grossen Strommasten in der Hochebene von Ober Maad zu. Kurz davor am Wegweiser rechts. Über eine weitere Steilstufe, mit Hilfstritten gesichert, hinunter zur Martinsmadhütte SAC (2004m).
Abkürzmöglichkeiten
- Der Gipfelabstecher zum Ofen kann weggelassen werden.
Weitere Informationen
Schwierigkeit
Sardonahütte SAC – Plaun dils Agls: T3 (schwierige Bachquerungen, ausgesetzte, aber nicht schwierige Steilstufe an der Trinser Furgga, danach weglos und nicht markiert, aber kein allzu schwieriges Gelände)
Plaun dils Agls – Fuorcla Raschaglius: T2 (guter Bergweg)
Fuorcla Raschaglius – Segnas Sut: T2, stellenweise T3 (meist gute Bergwege, zwei wacklige Brücken, kurze ausgesetzte, aber einfache Stelle)
Segnas Sut – Station Grauberg: T2 (Bergweg, keine Schwierigkeiten)
Station Grauberg – Grischsattel – Ofen: T3 (stellenweise weglos und steil, aber kein schwieriges Gelände)
Grischsattel – Martinsmadhütte SAC: T4 (sehr steile Schutt- und Geröllfelder im Abstieg, ausgesetzte Querung einer Wand, mit Ketten gesichert, Hände werden benötigt, kurze, einfache Kletterstellen)
Wegmarkierung
Der Aufstieg zur Trinser Furgga / Fuorcla dils Sax ist weiss-blau-weiss markiert. Der Abstieg von dort ist weglos und nicht markiert. Zu Beginn gibt es ein paar Steinmännchen. Der Aufstieg zur Fuorcla Raschaglius und der Weg von dort weiter bis zur Station Grauberg ist weiss-rot-weiss markiert. Die Route über den Grischsattel zur Martinsmadhütte SAC ist wieder weiss-blau-weiss markiert. Der Abstecher zum Ofen ist nicht markiert.
Streckenlänge
20,7 km
Karten
Landeskarte der Schweiz 1:50000: 247 Sardona
Landeskarte der Schweiz 1:25000: 1174 Elm, 1194 Flims / Flem
Einkehrmöglichkeiten
keine
Übernachtungsmöglichkeiten
Keine direkt an der Route. Von Segnas Sut kann zur Camona da Segnas / Segneshütte abgestiegen und von dort am nächsten Tag wieder zur Station Grauberg aufgestiegen werden.