Etappe 2: Sidelenhütte - Chelenalphütte SAC
Die zweite Etappe ist die längste der Tour. Man sollte unbedingt sehr früh starten. Zunächst geht es auf dem Nepali-Highway genannten Höhenweg noch auf meist ordentlichem Weg oberhalb des oberen Urserentals entlang zur Albert-Heim-Hütte SAC. Anschliessend folgt mit dem Übergang über die Lochberglücke der erste alpine Abschnitt der Tour. Steil und weglos geht es bergauf, im Abstieg folgt sehr schwieriges Blockgelände, was bei Schnee nochmals mühsamer sein kann. Nach einem langen Abstieg folgt der wieder einfachere Höhenweg oberhalb des Göscheneralpsees, bevor man schliesslich das Chelenalptal nach hinten läuft und zum Schluss nochmals sehr steil zur Chelenalphütte SAC aufsteigt.
Routenverlauf
Sidelenhütte – Albert-Heim-Hütte SAC – Lochberglücke – Älprigensee – Älprigenplangge – Vorder Röti – Hinter Röti – Chelenalphütte SAC
Höhenangaben
Ausgangspunkt: Sidelenhütte 2707m
Zielpunkt: Chelenalphütte SAC 2350m
Aufstieg: 1231m
Abstieg: 1589m
Höchster Punkt: Lochberglücke 2814m
Tiefster Punkt: am Ende des Göscheneralpsees 1805m
Gehzeiten
Sidelenhütte – Albert-Heim-Hütte SAC: 1 Std. 45 min 2 Std.
Albert-Heim-Hütte SAC – Lochberglücke: 1 Std. 45 min 1 Std. 45 min
Lochberglücke – Älprigenplangge: 2 Std. 35 min 1 Std. 40 min
Älprigenplangge – Vorder Röti: 1 Std. 05 min 1 Std. 15 min
Vorder Röti – Chelenalphütte SAC: 1 Std. 20 min 1 Std. 40 min
Insgesamt: 8 Std. 30 min 8 Std. 20 min
Wegbeschreibung
Nepali-Highway von der Sidelenhütte zur Albert-Heim-Hütte SAC
Von der Sidelenhütte (2708m) den weiss-blau weissen Markierungen leicht abwärts folgen. In steilem Gelände unterhalb eines Felsriegels aus dem Tal heraus queren. Stellenweise kurze Steilstufen im Weg, aber nicht schwierig. In leichtem Auf und Ab an dem kargen Berghang des Chli Bielenhorn entlang. In weitem Bogen wieder in ein etwas engeres von Moränen durchzogenes Tal hinein. Links oberhalb des Talgrunds ein Blockfeld queren. Oberhalb des kleinen Sees bleiben. Auf einem Schuttweg weiter geradeaus und bald rechts hinunter in den Talgrund. Im Talgrund kurz aufwärts. Unterhalb des Tiefengletschers entlang (Pt. 2534m). Auf der Gegenseite des Tals etwas aufsteigen. Auf breitem Rücken wieder bergab. Über eine kurze, aber einfache Kletterstelle hinunter. Abwärts bis zur Brücke über den Tiefenbach. Der Wegweiser ist etwas irreführend, kurz geradewegs aufwärts bis zu einer weiss-rot-weissen Markierung. Von dort weiter den Wegspuren und Markierungen rechts leicht aufwärts folgen. Immer leicht rechts halten, bis man auf einen gut ausgebauten Bergweg trifft. Hier links Richtung Albert-Heim-Hütte SAC (2543m).
Aufstieg zur Lochberglücke
Kurz unterhalb der Hütte am Wegweiser wieder links abwärts. Gleich darauf am nächsten Wegweiser (Pt. 2480m) rechts. Das Tal durchqueren. Auf der linken Talseite weiter absteigen. Dem Weg oberhalb des Talgrunds entlang einer Felswand folgen. Um einen Felsen herum zur Weggabelung bei Pt. 2381m. Links auf weiss-blau-weiss markierte Route abbiegen. Hinauf in etwas flacheres Gelände. Mehrere Bäche queren, leicht aufwärts über eine Hochebene. Bei einem Seelein (Pt. 2435m) rechts halten. Bald steiler ansteigen. Schliesslich durch eine sehr steile Rinne hinauf auf ein kleines Plateau. Rechts einer Mulde entlang, gleich danach wieder weiter bergauf. In ein Blockfeld hinein. Immer auf die Markierungen achten. Etwas eben und dann links aufwärts. Bald wieder etwas rechts halten. Links von einer Felswand weiter durch Blockgelände. Immer links halten. Schliesslich nochmals sehr steil bergauf und links oberhalb der Felswand auf luftigem Höhenweg weiter ansteigen. Etwas rechts in die Lochberglücke (2814m).
Abstieg von der Lochberglücke zur Älprigenplangge
Auf der anderen Seite geradeaus steil bergab durch schwieriges Blockgelände. Auf ein kleines Tal zugehen, entweder geradeaus durch die Felsblocks oder rechts auf den Gletscherrest queren und dort über das Schneefeld absteigen. In das kleine Tal hinein. Gleich darauf links halten und etwas oberhalb des Talgrundes entlang durch die Felsen. Nach der engsten Stelle des Tals wieder rechts hinunter in den Talgrund. Weiter durch Blockgelände absteigen. Etwas rechts halten, zunehmend flacher bis zum Einstieg in eine kleine Rinne. In dieser weiter bergab. Nicht bis ins Tal gehen, sondern am Ende der Rinne links halten um einen Felsen herum. Nun weiter in gerader Linie eher am linken Talrand absteigen. Die weiss-blau-weissen Markierungen geben einen groben Routenverlauf vor, die genaue Strecke muss man sich selber zwischen und über Felsblocks suchen. Bald kann man wieder etwas nach links unten auf ein Gletscherfeld queren und dort etwas einfacher über Schnee absteigen. Am Ende des Gletschers leicht links halten und in die Mulde hinein. Auf der anderen Seite einen kurzen, steilen Gegenhang hinauf. Auf dem Rücken rechts halten und wieder abwärts gehen. Zunehmend flacher zwischen dem Älprigensee links (2510m) und dem etwas kleineren See auf der rechten Seite hindurch. Am Ende des kleinen Grates links. Kurz danach wieder rechts. In unregelmässigem Zickzack durch gestuftes Gelände abwärts. Kleine Felsstufen werden auf ordentlichen Wegen übergangen, dazwischen Bergwege in Wiesengelände. Markierungen beachten. Bald wieder etwas steiler abwärts. Immer wieder Ausrutschgefahr in feuchtem Gelände oder auf schiefen Felsplatten. Im unteren Teil des Abstiegs etwas links halten, dort wieder steil abwärts bis in die Älprigenplangge (1927m).
Höhenweg oberhalb des Göscheneralpsees
Links auf einen guten Bergweg, nun wieder weiss-rot-weiss markiert. Dem Weg wieder etwas aufwärts folgen, teilweise in Serpentinen, hoch über dem Göscheneralpsee entlang. Auf dem Höhenweg leicht links in ein Tal hinein. Wieder zunehmend abwärts in den Talgrund. Das Tal queren. Über eine Brücke (Pt. 1867m). Danach rechts weiter abwärts. Dem Weg weiter abwärts folgen. Etwas links den Talgrund verlassen. Kurze leicht ausgesetzte Stelle an einem Felsen entlang mit Seilen gesichert. Weiter zwischen Sträuchern abwärts, kurze Strecken über einfaches Blockgelände. Die Ebene hinter dem Göscheneralpsee queren. Am Ende der Ebene über eine Brücke zum Wegweiser (Pt. 1807m).
Durch das Chelenalptal zur Chelenalphütte SAC
Hier links abbiegen. Auf gutem Bergweg leicht ansteigend das Tal nach hinten. Über die Wiesen von Vorder Röti (1836m). Weiter auf dem Talweg, immer leicht bergauf. Über eine Brücke (Pt. 1910m). An der Wegkreuzung geradeaus weiter auf dem weiss-rot-weiss markierten Weg nach Hinter Röti (1925m). Weiter durch das sehr flache Tal. Bald rechts etwas aus dem Tal heraus aufsteigen. Mehrere Bäche überqueren, teilweise recht schwierige Furten. Im Zickzack hinauf zu einem Felsvorsprung. Weiter rechts in steilen Serpentinen aufwärts. Kurze Stellen mit Ketten gesichert. Nach der Steilstufe weiter in sehr steilem Gelände im Zickzack hinauf bis zur Chelenalphütte SAC (2350m).
Abkürzmöglichkeiten
keine
Weitere Informationen
Schwierigkeit
Sidelenhütte – Albert-Heim-Hütte SAC: T3, kurze Stelle T4 (Bergweg, einfache Blockfelder, kurze Steilstufen, einmal kurze und einfache Kraxelei im Abstieg)
Albert-Heim-Hütte SAC – Älprigensee: T4 (lange Passagen durch schwierige Blockfelder, stellenweise sehr steil)
Älprigensee – Älprigenplangge: T3 (steiler Abstieg, schräge Felsplatten, teilweise Ausrutschgefahr)
Älprigenplangge – Hinter Röti: T2 (gute Bergwege
Hinter Röti – Chelenalphütte SAC: T3 (schwierige Bachüberquerung, kurze leicht ausgesetzte Stellen)
Wegmarkierung
Von der Sidelenhütte bis zum Bach unterhalb der Albert-Heim-Hütte SAC ist der Weg weiss-blau-weiss markiert. Im Bereich der Albert-Heim-Hütte SAC gibt es weiss-rot-weisse Markierungen, ebenso auf dem folgenden kurzen Abstieg bis zur Abzweigung zur Lochberglücke. Der Übergang über die Lochberglücke ist weiss-blau-weiss markiert. Ab Älprigenplangge ist der Weg wieder weiss-rot-weiss markiert.
Streckenlänge
16,7 km
Karten
Landeskarte der Schweiz 1:50000: 255 Sustenpass oder 5001 Gotthard (Zusammensetzung)
Landeskarte der Schweiz 1:25000: 1231 Urseren
Einkehrmöglichkeiten
Albert-Heim-Hütte SAC
Übernachtunsmöglichkeiten
Albert-Heim-Hütte SAC