Zweitagestour Lidernenhütte SAC:
6 Gipfel im Lidernengebiet
Diese abwechslungsreiche Zweitagestour rund um die Lidernenhütte SAC verbindet gleich sechs aussichtsreiche Gipfel im Lidernengebiet miteinander. Die Route führt durch Wälder und Alplandschaften, vorbei am Alpler See und Spilauer See sowie über eindrucksvolle Grate und alpine Bergwege. Zu den Höhepunkten zählen der Rophaien, der Hagelstock, der Chaiserstock, der Fulen und der Rossstock mit ihren weiten Ausblicken auf die Zentralschweizer Alpen und den Vierwaldstättersee. Eine anspruchsvolle Hüttentour für erfahrene Bergwanderer, die abwechslungsreiche Gipfelziele und alpine Routen schätzen.
Hinweise zur Tour
- Bitte die allgemeinen Hinweise zu den Touren beachten.
- Die Angaben im Tourenbericht stammen von September 2019.
Routenverlauf
1. Tag
Chäppeliberg – Alplen – Alpler See – Stock – Rophaien – Firtiggrätli – Schön Chulm – Hagelstock – Siwfass – Spilauer See – Lidernenhütte SAC
2. Tag
Lidernenhütte SAC – Ober Hüttli – Löcher – Chaisertor – Chaiserstock – Chaisertor – Liderner Plänggeli – Rossstocklücke – Fulen – Rossstocklücke – Rossstock – Mälchbödeli – Gitschen
Höhenangaben
Ausgangspunkt: Riemenstalden, Chäppeliberg 1190m
Übernachtung: Lidernenhütte SAC 1727m
Zielpunkt: Gitschen (Bergstation Spilau) 1717m
Aufstieg: 1. Tag 1315m, 2. Tag 1282m, insgesamt 2597m
Abstieg: 1. Tag 778m, 2. Tag 1292m, insgesamt 2070m
Höchste Punkte: 1. Tag Hagelstock 2181m, 2. Tag Chaiserstock 2514m
Tiefste Punkte: 1. Tag bei Chäppeliberg 1168m, 2. Tag Gitschen 1717m
Gehzeiten
Chäppeliberg – Rophaien: 2 Std. 05 min
Rophaien – Hagelstock: 1 Std. 40 min
Hagelstock – Siwfass: 10 min
Siwfass – Lidernenhütte SAC: 55 min
1. Tag gesamt: 4 Std. 50 min 6 Std. 25 min
Lidernenhütte SAC – Chaiserstock: 1 Std. 50 min
Chaiserstock – Fulen: 1 Std. 45 min
Fulen – Rossstock: 30 min
Rossstock – Gitschen: 1 Std.
2. Tag gesamt: 5 Std. 05 min 6 Std. 40 min
Wegbeschreibung
Aufstieg von Chäppeliberg zum Rophaien
Zwischen Parkplatz und Talstation der Spilau-Bahn in Chäppeliberg (1190m) am Wegweiser in den Wald hinein. Dort rechts. Am Waldrand entlang und auf einem Pfad an einer Weide entlang bis zu einem Fahrweg. Hier links und gleich darauf wieder rechts aufwärts. Dem Fahrweg zunächst über Almen, dann in den Wald hinein stetig aufwärts folgen. Um eine Kehre. Weiter dem Fahrweg wechselnd durch Wald und über Almen bis zur Weggabelung bei Alplen. Hier links halten, weiter auf breitem Weg eben bis zu den Hütten von Alplen (1380m). Geradeaus weiter auf einen Wiesenweg. Bald leicht ansteigend. Zunehmend steiler die Wiese hinauf, bald im Zickzack. Kurz durch den Wald und über das Ende der Steilstufe in flacheres Gelände. Wenig abwärts, dann eben zum Alpler See (1506m). Vom Ufer schräg rechts in den Wald hinein, dort wieder steil aufwärts. Am Wegweiser links. Eine steile Halde überqueren und dahinter wieder in den Wald. Weiter bergauf bis auf eine Wiese. Diese überqueren zu den Hütten von Stock. Beim Kreuz links abbiegen. Auf etwas breiterem Weg um einen Hügel herum. Bald wieder steiler aufwärts. Um eine weitere Kehre herum. Kurz darauf an einem Wegweiser scharf rechts auf einen Pfad abbiegen. Steil am Hang aufwärts unterhalb eines Felsen entlang. Kurz abwärts, dann weiter bergauf. In steilem Gelände in Serpentinen aufwärts. Schliesslich wieder etwas links, eine Steilstufe queren und über eine Wiese kurz flacher. Danach wieder steil am Hang entlang aufwärts bi zum Grat. Dort links hinauf zum Gipfel des Rophaien (2077m)
Vom Rophaien zum Hagelstock
Den weiss-blau-weissen Markierungen unterhalb eines Vorgipfels entlang folgen. Etwas links abwärts und rechts um eine scharfe Kehre herum. Steil über kleine felsstufen abwärts. Stellenweise mit Seilen gesichert. Weiter immer am Grat entlang. Wechselnd etwas aufwärts und abwärts. Schliesslich sehr steil aufwärts, wiederum mit Stahlseilen gesichert, aber nicht schwierig. Links unterhalb des Gipfels des Äbneter Stöckli entlang. Über eine weitere Steilstufe hinunter in einen Sattel. Hier links den Markierungen folgen. Auf gutem Bergweg an der Flanke des Diepen entlang ins Firtiggrätli (1959m). Rechts halten, an der Nordflanke des Diepen entlang leicht aufwärts, nun wieder auf weiss-rot-weiss markiertem Weg. Über einen Kamm und danach auf einem Wiesenweg abwärts. Kurz eben über die Wiese, dann wieder rechts aufwärts zu einem Stall. Von hier in leichtem Auf und Ab über die Wiese zu den Almhütten von Schön Chulm (2022m). Es gibt sehr wenig Markierungen und keinen eindeutigen Weg, die Ställe sind jedoch immer wieder gut sichtbar und man kann querfeldein gehen, bei Nebel Orientierung schwierig. Von hier auf gutem Weg aufwärts in die Scharte zwischen Hagelstock und Siwfass (Pt. 2139m). Hier rechts ohne Weg und Markierung auf dem Wiesengrat entlang aufwärts. Über einen Vorgipfel zum Hagelstock (2181m).
Vom Hagelstock zum Siwfass
Auf gleicher Route zurück zur Scharte (Pt. 2139m). Auf der gegenüberliegenden Seite auf einem klar sichtbaren, aber nicht markierten Weg unterhalb des Siwfass entlang. In flacherem Gelände scharf rechts und hinauf zum Gipfel (2180m).
Abstieg zur Lidernenhütte SAC
Zurück zu Pt. 2139m. Dort links auf gutem Bergweg abwärts, weiss-rot-weiss markiert. In weitem Linksbogen abwärts. Etwas steiler abwärts, immer auf den Spilauer See zu. Die Markierungen biegen bald rechts ab, man kann aber weiter geradeaus auf Wegspuren abwärts gehen. Auf einem Querweg links. Fast eben zum Beizli oberhalb des Spilauer Sees (1898m). An der Hütte vorbei. Auf breiterem Weg abwärts. Um eine Kehre herum. Am Wegweiser oberhalb des Spilauer Sees scharf links, dem breiten Weg durch ein kleines Tal abwärts folgen. Nach dem nächsten Wegweiser rechts auf einen schmalen Pfad abbiegen. Auf dem Höhenweg entlang. Dieser führt bald etwas nach rechts. Zu einer Almhütte. An dieser rechts vorbei. Durch ein Gatter und nochmal wenige Meter abwärts zur Lidernenhütte SAC (1727m).
Aufstieg zum Chaiserstock
Vor der Terrasse der Lidernenhütte SAC (1727m) den mittleren Weg aufwärts nehmen. Über Wiesenwege bis zu einem breiteren Weg. Auf diesem wenige Meter rechts aufwärts zum Ober Hüttli (1787m). Leicht links halten. In der Flanke des Schmalstöckli entlang aufwärts. Nach dem Schmalstöckli etwas links halten. Bald wieder rechts. Zwischen Furchen und Rinnen leicht aufwärts. Immer den Wegspuren und weiss-rot-weissen Markierungen folgen. Insgesamt leicht aufwärts. Bald wieder etwas links halten. Am Wegweiser Löcher auf weiss-blau-weisse Route wechseln. Eine sehr steile Halde hinauf. Kurz flacher, dann wiederum steil hinauf durch ein Geröllfeld. Über die Schutthalde hinauf bis zu einem Querweg unterhalb der Felsen des Chaiserstocks (Pt. 2271m). Hier links. Weiter leicht aufwärts bis zum Ende des Wegs. Durch eine steile Rinne aufwärts, teils leichte Kletterei, zum Chaisertor (2338m). Über die Scharte und scharf rechts wenige Meter abwärts, dann wieder an einem Felsen entlang aufwärts. Den weiss-blau-weissen Markierungen durch gut gestuften Fels in leichter Kletterei aufwärts. Bald an einem Stahlseil entlang. Immer auf dem Grat entlang klettern, aber nicht sehr schwierig. Schliesslich einige Meter sehr steil aufwärts klettern, mit Kette gesichert. Danach wieder auf ordentlichem Bergweg über Schutt und Geröll zum Gipfel des Chaiserstock (2514m).
Vom Chaiserstock zum Fulen
Vom Chaiserstock (2514m) über die Kletterpartien zurück auf den Weg unterhalb des Gipfelmassivs. Bei Pt. 2271m weiter geradeaus. Eine Schutthalde queren bis zum Grat, der in südöstlicher Richtung steil abfällt. Kurz vor dem Grat an diesem entlang. Immer dem Bergweg folgen. Am Wegweiser weiter am Grat entlang steil abwärts, nun wieder auf weiss-rot-weiss markierter Route, hinunter ins Liderner Plänggeli (2192m). Weiter auf dem weiss-rot-weiss markierten Weg, zunächst eben, bald wieder aufwärts. Unterhalb des Fulen durch ein langes Schuttfeld queren in die Rossstocklücke (2286m). Hier scharf links, auf weiss-blau-weiss markierter Route erneut das Schuttfeld queren, aufwärts. Nach einem kurzen flachen Stück rechts am Fulen entlang weiter aufwärts. Bald in sehr steilem, stufenartigem Gelände im Zickzack aufwärts. Markierungen beachten. Nach einer kurzen flacheren Stelle nochmals steil hinauf und die letzten Meter vom Wegweiser über eine Wiese zum Gipfel des Fulen (2490m).
Vom Fulen zum Rossstock
Zurück in die Rossstocklücke (2286m). Auf weiss-rot-weiss markiertem Bergweg zunächst flach dann zunehmend steil ansteigend bis unterhalb des Felsabbruchs des Rossstock. In einem gut gestuften Kamin aufwärts klettern, mit Seil gesichert. Auf dem breiten Plateau links in steilem Zickzack hinauf zum Gipfel des Rossstock (2460m).
Abstieg vom Rossstock
Zunächst auf gleicher Route zurück. Auf dem breiten Plateau links halten und auf guten Wegspuren durch die Wiesen abwärts. Bald in zerfurchtem Gelände weiter abwärts. Auf die Markierungen achten. Wechselnd Wiesenwege und kurze, steile Abstiege in kleine Rinnen. Schließlich nochmals sehr steil bergab im Zickzack zwischen Sträuchern in die kleine Scharte beim Mälchbödeli. Die markierte Route, die hier rechts hinunter zum Ober Hüttli abbiegt, verlassen und links kurz weglos über die Wiese zu einem unterstand. Von dort dem Feldweg folgen. Durch ein kleines Tal, dann in mehreren Serpentinen hinunter. Schließlich am Berghang entlang und nochmals abwärts, bis man auf den letzten Abschnitt der Route vom Vortag trifft. Diese überqueren und in weglosem Gelände links halten durch eine kleine Rinne hindurch. Weglos abwärts. Bei Nebel schwierig. Den Talgrund queren bis zu einem guten Fahrweg. Auf diesem rechts zur Bergstation Gitschen (1717m). Talfahrt nach Chäppeliberg mit der Luftseilbahn Spilau (CHF 8,--; lange Wartezeiten möglich).
Abkürzmöglichkeiten
Bei dieser Tour gibt es zahlreiche Abkürzmöglichkeiten. Der erste Tag kann durch einen direkten Aufstieg von Chäppeliberg oder Alplen zur Lidernenhütte SAC deutlich verkürzt werden. Weiterhin kann man nach dem Grat anstatt Richtung Schön Chulm über Rotenbalm laufen. Die Gipfelabstecher zu Hagelstock und Siwfass können weggelassen werden. Am zweiten tag können ebenfalls die Gipfelabstecher weggelassen werden. Da es sich fast um eine Rundtour handelt, kann auch zwischendurch noch weiter abgekürzt werden.
Übersichtskarte
Kartenausschnitt: ©swisstopo
Weitere Informationen
Schwierigkeit
- Chäppeliberg – Alplen: T1 (Wald- und Feldwege)
- Alplen – Rophaien: T2 (Bergwege, stellenweise steil, aber nicht schwierig)
- Rophaien – Firtiggrätli: T3, kurze Stellen T4 (ausgesetzter Bergweg, stellenweise gesichert)
- Firtiggrätli – Lidernenhütte SAC: T2 (Bergwege, teilweise nicht markiert, aber einfach zu finden)
- Lidernenhütte SAC – Löcher: T2 (einfacher Bergweg)
- Löcher – Pt. 2271m: T3 (steile Anstiege, teilweise in Geröll)
- Pt. 2271m – Chaiserstock: T4, kurze Stelle T5 (klettersteigähnlicher Aufstieg, kurze, etwas schwierigere Steilstufe)
- Pt. 2271 – Liderner Plänggeli: T3 (meist guter Bergweg, stellenweise kurze steile Stufen)
- Liderner Plänggeli – Rossstocklücke: T2 (guter Bergweg)
- Rossstocklücke – Fulen: T3 (sehr steiler, stufenartige Route in felsigem Gelände)
- Rossstocklücke – Rossstock: T4 (kurze Kletterstelle, sonst einfach)
- Rossstock – Gitschen: T2 (einfache Bergwege, im letzten Teil weglose, aber nicht schwierig)
Wegmarkierung
Von Chäppeliberg zum Rophaien ist der Weg weiss-rot-weiss markiert. Ab dort bis zum Firtiggrätli ist die Route weiss-blau-weiss markiert. Der Rest der Strecke bis zur Lidernenhütte SAC ist weiss-rot-weiss markiert, mit Ausnahme der Gipfelabstecher zu Hagelstock und Siwfass und ein kurzes Stück oberhalb des Spilauer Sees, die nicht markiert, aber problemlos zu finden sind. Die Route am zweiten Tag ist zunächst weiss-rot-weiss, ab Löcher zum Chaiserstock weiss-blau-weiss markiert. Der Abstieg vom Chaiserstock ist bis oberhalb des Liderner Plänggeli ebenfalls, weiss-blau-weiss markiert. Danach gibt es weiss-rot-weisse Markierungen. Der Abstecher zum Fulen ist wiederum weiss-blau-weiss markiert. Die Route über den Rossstock bis zum Mälchbödeli ist weiss-rot-weiss markiert. Von dort bis Gitschen ist die Route nicht markiert, der letzte Teil ist weglos.
Streckenlänge
1. Tag: 12,9 km, 2. Tag 11,5 km
Karten
Landeskarte der Schweiz 1:50000: 246T Klausenpass
Landeskarte der Schweiz 1:25000: 1172 Muotathal
Einkehrmöglichkeiten
Beizli oberhalb Spilauer See
Anreise
Mit dem Fernverkehr fährt man von Basel, Luzern oder Zürich nach Arth-Goldau. Von dort geht es mit der S-Bahn weiter Richtung Erstfeld bis Sisikon. Ab hier verkehrt ein Postauto nach Rimenstalden-Chäppeliberg (Fahrplan beachten). Mit dem Auto fährt man über die A4 bis Brunnen und weiter auf der Axenstrasse bis Sisikon und von dort hinauf nach Riemenstalden. In Chäppeliberg gibt es Parkplätze an der Talstation der Luftseilbahn.
Lidernenhütte SAC
Sektion: SAC Mythen
Talort: Riemenstalden SZ
Höhe: 1727 m
Bewartung: Mitte Juni - Mitte Oktober
Schlafplätze: 75