Etappe 5: Camona da Punteglias CAS -
ww Camona da Cavardiras CAS
Mit über sieben Stunden Gehzeit ist die fünfte Etappe die zeitlich längste. Dies liegt vor allem an der anspruchsvollen ersten Hälfte der Tour. Ohne offizielle Markierung und meist weglos geht es zunächst über die Fuorcla da Punteglias ins Val Gliems. Hierbei bewegt man sich meist in hochalpinem Schutt- und Blockgelände. Nach der Durchquerung des abgelegenen Hochtals steigt man über steile Grashalden und durch unwegsames, teilweise zugewachsenes Gelände ab zur Alp Russein. Von dort geht zunächst ein kurzes Stück auf einem Höhenweg zur Alp Cavrein Sura, bevor man dann wieder auf guten Bergwegen über einen langen Aufstieg die Camona da Cavardiras CAS erreicht. Gute Wetterbedingungen sind für diese Etappe unbedingt notwendig, da die Orientierung sonst schwierig werden kann.
Routenverlauf
Camona da Punteglias CAS – Fuorcla da Punteglias – Val Gliems – Alp Russein da Trun – Alp Russein da Mustér – Alp Cavrein Sura – Cavardiras – Val Cavardiras – Camona da Cavardiras CAS
Höhenangaben
Ausgangspunkt: Camona da Punteglias CAS 2309 m
Zielpunkt: Camona da Cavardiras CAS 2649 m
Aufstieg: 1486 m
Abstieg: 1146 m
Höchster Punkt: Fuorcla da Punteglias 2811 m
Tiefster Punkt: unterhalb Alp Russein da Mustér 1763 m
Gehzeiten
Camona da Punteglias CAS – Fuorcla da Punteglias: 1 Std. 25 min 1 Std. 50 min
Fuorcla da Punteglias – Alp Russein da Mustér: 2 Std. 55 min 2 Std. 25 min
Alp Russein da Mustér – Alp Cavrein Sura: 30 min 30 min
Alp Cavrein Sura – Camona da Cavardiras CAS: 2 Std. 20 min 2 Std. 45 min
Insgesamt: 7 Std. 10 min 7 Std. 30 min
Wegbeschreibung
Aufstieg zur Fuorcla da Punteglias
Der Aufstieg von der Camona da Punteglias zur Fuorcla da Punteglias ist nicht offiziell markiert und teilweise weglos. Eine genaue Wegbeschreibung ist daher schwierig. Hinter der Camona da Punteglias (2309 m) zunächst auf einem guten Bergweg rechts oberhalb des kleinen Pools am Berghang entlang. Um eine Kurve in eine Hochebene. Über eine kleine Brücke auf die linke Talseite wechseln. Zunächst im Talgrund entlang, direkt neben dem Bach. Steinmännchen weisen den Weg. Nach einigen Hundert Metern etwas links aufwärts auf Wegspuren im Geröll. Den Steinmännchen weiter folgen. Etwas steiler hinauf durch eine Geröllhalde. Links oberhalb eines schuttbedeckten Gletschers entlang. Auf einen Rücken hinaufsteigen. Auf dem Rücken entlang. Links in ein Tal hinein. Dort ziemlich geradeaus aufsteigen. Zwischendurch kurz etwas flacher, dann wieder steiler. Teilweise verlieren sich die Steinmännchen etwas, die Fuorcla da Punteglias ist aber klar erkennbar. Bei Nebel wird die Orientierung schwierig. In dem enger werdenden Tal immer weiter aufsteigen. Zum Schluss sehr steil über Stein und Geröll hinauf in die Fuorcla da Punteglias (2811 m).
Abstieg durchs Val Gliems und zur Alp Russein
Auch dieser Abschnitt ist weglos und grösstenteils nicht markiert. Gute Bedingungen sind für die Orientierung die Sicherheit unerlässlich. Auch hier ist daher eine genaue Wegbeschreibung schwierig. Zunächst auf der anderen Seite des Passes gelben Punkten und Strichen folgen. Ein kurzes Stück steil abwärts, dann rechts am Berg entlang auf schmalem Pfad. Bei einem gelben Zeichen, dass die Richtung weist, links den Pfad verlassen und sehr steil die Schutthalde hinabsteigen oder -rutschen. Hinunter in ein Tal. An dessen rechter Seite bleiben. Auf die gelben Punkte achten. Leicht links auf einen Rücken hinauf gehen (Pt. 2652 m). Auf diesem kurz entlang. Dann über einen steilen Hang absteigen, etwas links halten, auf eine Felswand zu. In grösseren Abständen gibt es gelbe Punkte. Wegspuren gibt es nicht. Unter der Felswand am Hang entlang queren. Auf mit Geröllfeldern durchzogener Grashalde absteigen. Ein Blockfeld durchqueren und hinunter in den Talgrund des Val Gliems. Zunächst am linken Rand des Tals weiter gehen, kaum noch abwärts, fast eben. Die gelben Markierungen hören bald auf. In die Mitte des Tals gehen und dort das Tal vorlaufen. Das Tal wird zunächst immer breiter, man bleibt in der Mitte. Es beschreibt eine leichte Rechtskurve und wird wieder schmaler. Kurz vor der schmalen Stelle quert man auf einer Hochebene mehrere kleine Bachläufe und wechselt auf die linke Talseite. In der Engstelle des Tals geht man bis zu einem grossen, markanten Steinmann. Hier verlässt man das Tal und geht nach links. Vereinzelt gibt es nun orangene Markierungen, die Route ist aber nicht durchgehend markiert. Man steigt in ein kleines Tal ab und folgt diesem ein Stück und geht dann wieder nach rechts leicht hinauf auf einen Rücken. Hier gibt es einige Steinmännchen als Markierung. Bald steigt man aber wieder links in ein weiteres Tal hinab, teilweise über Steine, teilweise durch Sträucher. Im Tal dann weiter abwärts. Bald trifft man auf eine steile Rinner, die man auf einer Pfadspur durchquert. Anschliessend gelangt man auf eine sehr steile Halde, teils mit Gras, teils mit kleinen Sträuchern bewachsen. Bevor es in die nächste Rinner geht, steigt man über die Halde sehr steil ab, immer auf den Bach im Tal zu. In etwas flacher werdendem Gelände geht man leicht nach links, noch deutlich oberhalb des Baches und geht rechts einer Erhebung in ein Tal hinein. Es gibt nun viele Büsche, zwischen denen man auf der Wiese abwärts geht. Einzelne orangene Punkte weisen die Richtung. Bald erreicht man eine komplett zugewachsene Steilstufe. Hier muss man den Einstieg in einen schmalen, stark zugewachsenen Pfad suchen und diesem Pfad abwärts durch die Bäume und Sträucher folgen. Zunächst sehr steil, bald wieder etwas flacher und nur noch zwischen niedrigen Heidelbeersträuchern hindurch. Hier etwas rechts halten, bis man an einen Bach kommt. Am Bach entlang hinunter zum Feldweg, der zur Alp Russein da Trun führt (Pt. 1790 m). Geradeaus auf den Weg und diesem um eine Linkskurve folgen. Auf dem Fahrweg leicht abwärts durch das Val Russein. An einer Weggabelung scharf rechts, über eine Brücke und wieder etwas aufwärts. Bei einem Stall links zur Alp Russein da Mustér (1774 m).
Übergang zur Alp Cavrein Sura
Rechts an der Hütte vorbei. Hinter einem kleinen Hügel mit einem Kreuz beginnt ein schmaler Pfad. Keine offizielle Wegmarkierung. Dem Pfad in steilem Gelände quer zum Hang zunächst leicht aufwärts folgen. Immer auf dem Höhenweg bleiben. Eventuell sind Herdenschutzhunde unterwegs. In flacherem Gelände etwas rechts halten, oberhalb des Rückens bei Pt. 1860 m. Der Pfad verliert sich etwas. Auf der Höhe bleiben, bis zu einem steilen Abbruch. Hier den Einstieg in einen Pfad suchen, der auf die etwas tiefer gelegene Ebene führt. Absteigen und die Ebene geradeaus an einem Weidezaun entlang überqueren. Über eine Brücke auf die Alp Cavrein Sura (1816 m) zum markierten Wanderweg.
Aufstieg durch das Val Cavardiras
Dem markierten Bergweg aufwärts folgen. Zunächst nur mässig ansteigen. Bald links aus dem Hochtal hinaus in steilem Zickzack aufwärts. Man achte auf die Wegführung und die Markierungen. Zwischen Büschen und Sträuchern aufwärts. Bald in einem kleinen Tal unterhalb von Cavardiras wieder etwas flacher ansteigen. In eine Hochebene hinein. Vor einer kleinen Hütte links halten, wieder etwas abwärts. Einen Bach überqueren. Kurz über einen Höhenweg zu einem weiteren Bach. Über die Brücke (Pt. 2102 m). Um einen Bergkamm herum ins Val Cavardiras. Zunächst unten im Tal direkt am Bach entlang. Bald rechts wieder hinauf, steile Wesen queren. Immer leicht aufwärts auf klar erkennbarem Pfad. Auf einem Höhenweg nun schon ein gutes Stück oberhalb des Talgrundes entlang. Schliesslich nochmals Bachläufe queren und in steiniges Gelände. Hier etwas links halten. Auf die weiss-rot-weissen Zeichen achten. Um eine kleine Felswand herum und auf dieser dann aufsteigen. Kurze gesicherte Stellen, Hinauf zu einem Kreuz. Hier rechts weiter auf dem Rücken aufwärts. Hinauf zu einem kleinen Gipfel (Pt. 2590 m). Danach links halten, wenige Meter abwärts, dann eine Felsstufe hinauf. Teilweise gesichert. Über einen weiteren Rücken hinauf zur Camona da Cavardiras CAS (2649 m).
Route zwischen Camona da Punteglias CAS und Alp Cavrein Sura (grösstenteils wegloser und nicht markierter Abschnitt der Tour)
Kartenausschnitt: ©swisstopo
Abkürzmöglichkeiten
keine
Weitere Informationen
Schwierigkeit
Camona da Punteglias CAS – Alp Russein da Trun: T4 (weglos, alpines Gelände, steile Schutt- und Geröllhalden, Blockfelder, steile Grashalden, zugewachsene Wegabschnitte)
Alp Russein da Trun – Alp Russein da Mustér: T1 (Feldweg)
Alp Russein da Mustér – Alp Cavrein Sura: T2, stellenweise T3 (nicht markiert, Bergweg in steilem Gelände, kurze Stellen weglos)
Alp Cavrein Sura – Val Cavardiras: T2 (gute Bergwege)
Val Cavardiras – Camona da Cavardiras CAS: T3 (Steilstufen mit gesicherten Stellen)
Wegmarkierung
Die Route über die Fuorcla da Punteglias durch das Val Gliems zur Alp Russein ist nicht offiziell markiert und grösstenteils weglos. Im Aufstieg von der Camona da Punteglias CAS zur Fuorcla da Punteglias gibt es zahlreiche Steinmännchen. Der Abstieg ins Val Gliems ist mit gelben Zeichen markiert, die man teilweise aber etwas suchen muss. Durch das Val Gliems gibt es keine Markierungen. Im Abstieg von dort zur Alp Russein da Trun ist gibt es vereinzelt orangene Markierungen, denen man aber nicht durchgängig folgen kann. Zwischen Alp Russein da Trun und Alp Russein da Mustér gibt es keine Markierungen, man folgt aber einem Feldweg. Der weitere Weg zur Alp Cavrein Sura ist nicht markiert, eine deutliche Wegspur ist aber meist vorhanden. Ab Alp Cavrein Sura ist der Weg dann weiss-rot-weiss markiert.
Streckenlänge
16,6 km
Karten
Landeskarte der Schweiz 1:50000: 246T Klausenpass, 256T Disentis / Mustér
Landeskarte der Schweiz 1:25000: 1193 Tödi, 1212 Amsteg, 1213 Trun
Einkehrmöglichkeiten
keine
Übernachtunsmöglichkeiten
keine