Etappe 2: Britanniahütte SAC - Cresta-Biwak SAC
Die zweite Etappe führt von der Britanniahütte SAC zum Cresta-Biwak SAC. Man bewegt sich hierbei ständig in Höhen über 2000 m Höhe. Zunächst quert man auf dem Glacier Trail die Ausläufer zweier Gletscher. Besondere Ausrüstung ist hierbei normalerweise nicht notwendig, da die Gletscher auf spaltenarmen und flachen Stücken überquert werden, dennoch bewegt man sich natürlich in hochalpinem Gelände. Es folgt der Abstieg zum Mattmark-Stausee und ein einfaches Stück Weg am See entlang. Durch das einsame Ofental steigt man wieder auf, zunächst durch Alpenrosenwiesen, dann über Schwemmebenen und schliesslich durch felsiges Gelände hinauf in die Jazzilücke / Passo di Cingino. Es folgt eine kurze ausgesetzte Passage, bevor man über einen Grat in den Antronapass / Passo di Saas absteigt. Von hier geht es weglos über Schnee- und Geröllfelder hinauf in eine karge Schnee- und Felsenwüst zum unbewarteten Biwak.
Routenverlauf
Britanniahütte SAC – Hohlaubgletscher – Allalingletscher – Schwarzbergchopf – Schwarzbergalp – Grienberg – Distelalp – Ofental – Sinkende Erde – Jazziwäng – Jazzilücke / Passo di Cingino – Antronapass / Passo di Saas – Cresta-Biwak SAC
Höhenangaben
Ausgangspunkt: Britanniahütte SAC 3027 m
Zielpunkt: Cresta-Biwak SAC 3032 m
Aufstieg: 1170 m
Abstieg: 1165 m
Höchster Punkt: Jazzilücke / Passo di Cingino 3080 m
Tiefster Punkt: beim Mattmark-See, unterhalb Distelalp 2222 m
Gehzeiten
Britanniahütte SAC – Schwarzbergchopf: 1 Std. 25 min 1 Std.
Schwarzbergchopf – Schwarzbergalp: 40 min 55 min
Schwarzbergalp – Distelalp: 45 min 1 Std.
Distelalp – Jazzilücke: 2 Std. 35 min 3 Std. 05 min
Jazzilücke – Antronapass: 1 Std. 05 min 35 min
Antronapass – Cresta-Biwak SAC: 45 min 40 min
Insgesamt: 7 Std. 15 min 7 Std. 15 min
Wegbeschreibung
Glacier Trail zum Schwarzbergchopf
Von der Britanniahütte SAC (3027 m) links am Felsen entlang auf einem schmalen Pfad abwärts Richtung Hohlaubgletscher. Zunächst immer am Felsen halten. An der Abzweigung zu einem Klettersteig weiter geradeaus abwärts. Bald links hinunter zum Gletscher, den wieder ansteigenden Weg am Felsen verlassen. Den Gletscher auf einem flachen Stück queren. Vor einer Rinne links halten. Hinunter in ein kleines Tal. Dort wieder auf Felsen (direkt unterhalb Pt. 2910 m). Die Gletscherüberquerung ist mit Stangen markiert, die jedoch im Schnee nicht immer sichtbar sind oder im Winter umfallen. Auf den Felsen gibt es wieder weiss-blau-weisse Markierungen. Zunächst auf den Felsen etwas abwärts. Leicht rechts halten. Ein Geröllfeld queren. Bald wieder leicht bergauf. Dann auf einem breiten Rücken wieder hinunter. Rechts in flacheres Gelände. Bald wieder etwas rechts und dann steil hinunter zum Allalingletscher. Auch hier den Gletscher queren. Zunächst leicht bergab, dann sehr eben auf die gegenüberliegende Seite zuhalten. In der Mitte des Gletschers leicht links halten. Eine kleine Mittelmoräne überqueren. Zum Gletscherrand queren, auf wenige, gut erkennbare Spalten achten. Am Rand wieder in eine Geröllhalde. Auf dieser zunächst recht eben parallel zum Gletscher nach links. Blad leicht ansteigen und schliesslich in steilem Zickzack über ein Schuttfeld rechts hinauf auf einen Rücken. Wenige Meter nach links zum Wegweiser am Schwarzbergchopf (2868 m).
Abstieg zur Schwarzbergalp
Weiter auf dem Rücken abwärts, nun auf weiss-rot-weiss markiertem Bergweg. In engem Zickzack den steilen Rücken hinunter. Bald etwas rechts in den Hang hinein und weiter in engen Serpentinen abwärts. Das Gelände wird weniger felsig. Immer mehr über Gras, aber weiterhin in steilem Gelände hinunter. Bald rechts am Berghang entlang. Nochmals um zwei Kehren hinunter in flacheres Gelände. Über die Wiese hinab zur Schwarzbergalp (2372 m).
Wanderung am Mattmark-Stausee
Bei der Hütte rechts halten auf einen Feldweg. Einen Bach überqueren und weiter auf dem breiten Weg bleiben, fast eben. Aus dem Tal heraus und rechts weiter am Berg entlang. Wieder etwas rechts. Auf einen grossen, ebenen Platz. Hier scharf links und einem Fahrweg abwärts folgen. Immer auf dem Fahrweg bleiben, bis man den Seerundweg oberhalb des Mattmark-Stausees erreicht (Pt. 2247 m). Hier scharf rechts. Gleich darauf, vor einem Tunnel, links auf den Fussweg wechseln. Auf diesem den Tunnel umgehen und dahinter wieder auf den breiten Seerundweg. Diesem folgen. Einen Bach über eine Brücke überqueren (Pt. 2239 m). Weiter auf dem Fahrweg. Über den nächsten Bach. Nun ein längeres Stück geradeaus oberhalb des Sees am Grienberg entlang. Am Ende des Sees auf dem Fahrweg bleiben unterhalb der Hütte der Distelalp vorbei, dann links über eine Brücke (Pt. 2224 m).
Aufstieg durchs Ofental zur Jazzilücke / Passo di Cingino
Auf der anderen Seite des Sees auf dem breiten Weg wieder ein Stück zurück. Bald zweigt rechts ein Bergweg ab (Pt. 2226 m). Diesem Weg aufwärts folgen. Einen Bach über eine Brücke überqueren. Um eine Kehre, den Bach ein weiteres Mal queren. Nach einer weiteren Kehre und Bachquerung kommt man bald zu einer tiefen Rinne. Auf schmaler Brücke hinüber auf die andere Seite. Hier direkt rechts, den Weg verlassen und parallel zur Rinne über die Wiese aufwärts. Es gibt kaum einen sichtbaren Weg, aber vereinzelte Markierungen. Immer parallel zur Rinne aufsteigen, zunächst steil, dann etwas flacher. Bei Pt. 2447 m trifft man wieder auf einen Weg. Diesem das Ofental nach hinten folgen. Zunächst recht flach. An der nächsten Weggabelung (Pt. 2504 m) weiter geradeaus im Ofental bleiben. In eine Schwemmebene hinein. Die Ebene queren, dabei am linken Rand bleiben. Am Ende der Ebene (Sinkende Erde) weiter den Wegspuren folgen, nun wieder leicht aufwärts. An der Abzweigung (Pt. 2560 m) weiter geradeaus. Nun wieder steiler hinauf. Der Weg verläuft nun links und deutlich oberhalb des Talgrunds. Teilweise wieder etwas steinigeres Gelände. Hinauf auf eine kleine, grasbewachsene Ebene (Pt. 2722 m). Hier am Wegweiser links abbiegen. Aus dem Tal heraus in der Flanke aufsteigen. Es geht etwas im Zickzack auf schwachen Wegspuren. Man beachte die weiss-rot-weissen Markierungen. Bald wieder in felsiges Gelände. Weiter aufsteigen in die Schutt- und Geröllhalden von Jazziwäng. Nochmal etwas flacher über einen kleinen Rücken und dann direkt nach hinten bis vor den letzten steilen Anstieg. In engem und steilem Zickzack hinauf zur Jazzilücke / Passo di Cingino (3080 m). Bei Schnee in weiteren Kehren die steile Halde queren.
Von der Jazzilücke / Passo di Cingino zum Antronapass / Passo di Saas
Auf dem Pass links abbiegen. Auf einem Felsenweg in sehr steilem Gelände durch die Ostflanke des Jazzihorn / Pizzo Cingino Nord. Teilweise mit Seilen gesichert. Schliesslich auf schmalem mit Netz gesichertem Weg zu einer Bergflanke. Links um diese herum. Durch ein Blockfeld. Ein Tal queren zur anderen Seite, dort hinauf auf den Rücken. Auf breitem Rücken zunächst in engem Zickzack, aber auf klar erkennbarere Wegspur durch Geröll abwärts. Bald wieder auf den Grat. Immer auf dem Grat oder etwas links davon halten. Aufgrund des Schnees ist eine genaue Beschreibung schwierig. Da auch Markierungen teilweise nicht sichtbar waren, war die Route wohl schwieriger als ohne Schnee. Ein kleiner Zwischengipfel, auf dem zwar ein Steinmann steht, wird besser links umgangen. Danach taucht der Weg etwas rechts vom Grat ab. Weiter unten wieder auf gutem Weg hinunter in den Antronapass / Passo di Saas (2837 m).
Aufstieg zum Cresta-Biwak SAC
Der Aufstieg zum Cresta-Biwak SAC ist weglos und unmarkiert. Aufgrund des Schnees ist eine genaue Wegbeschreibung hier nicht möglich. Der ungefähre Routenverlauf ist in der Karte eingezeichnet. Zunächst ein Stück dem Höhenweg Richtung Heitbodme folgen. Einen ersten Hang hinauf, dann etwas eben. Hier den Weg rechts verlassen. Über Schnee- und/oder Geröllfelder aufwärts über den Peterrück. Stetig bergauf, dabei immer wieder leicht links halten. Eine genaue Wegbeschreibung ist hier nicht möglich. Kleine Gletscherreste und schliesslich ein Blockfeld queren zum Cresta-Biwak SAC (3032 m).
Kartenausschnitt: ©swisstopo
Abkürzmöglichkeiten
keine
Weitere Informationen
Schwierigkeit
Britanniahütte SAC – Schwarzbergchopf: T4 (einfacher Gletscherübergang)
Schwarzbergchopf – Schwarzbergalp: T2, stellenweise T3 (Bergweg, stellenweise steil, einzelne kurze Steilstufen)
Schwarzbergalp – Distelalp: T1 (Feld- und Fahrwege, einfache Wanderwege)
Distelalp – Ofental: zunächst T2 (guter Bergweg), dann T3 (wegloses Gelände)
Ofental – Cresta-Biwak SAC: T3 (Schutt- und Geröllfelder, einfache Blockfelder, stellenweise ausgesetzt, teilweise weglos und am Ende auch nicht markiert)
Wegmarkierung
Der Glacier Trail von der Britanniahütte SAC zum Schwarzbergchopf ist weiss-blau-weiss markiert. Auf dem Gletscher gibt es blaue Stangen. Der Abstieg zur Distelalp ist weiss-rot-weiss markiert. Auf den Fahrwegen im Bereich Mattmark-Stausee gibt es kaum Markierungen, die hier auch nicht notwendig sind, da die Wegverläufe klar sind. Der Aufstieg durchs Ofental, sowie die Route über die Jazzilücke / Passo di Cingino zum Antronapass / Passo di Saas sind weiss-rot-weiss markiert. Der Aufstieg zum Cresta-Biwak SAC ist nicht markiert.
Streckenlänge
17,5 km
Karten
Landeskarte der Schweiz 1:50000: 284T Mischabel
Landeskarte der Schweiz 1:25000: 1329 Saas, 1349 Monte Moro
Einkehrmöglichkeiten
keine
Übernachtunsmöglichkeiten
keine