Etappe 6: Simplon Dorf - Giw
Die sechste Etappe führt von Simplon Dorf nach Giw. Sie ist mit über 24 km die streckenmässig längste Tour. Die technischen Anforderungen sind allerdings meistens nicht besonders hoch. Zunächst folgt man einem Talweg nach Egga. Von dort steigt man auf zum Gipfel des Wyssbodehorn, von wo man eine schöne Aussicht ins Simplongebiet geniessen kann. Es folgt ein kurzer Abstieg durch Blockgelände zu den Sirwoltuseen und ein Gegenanstieg in den Sirwoltusattel. Hier verlässt man das Simplongebiet und wechselt hinüber ins Nanztal. Auf einem Höhenweg umwandert man den hinteren Teil dieses Tals. Dabei geht es zunächst an wilden Gebirgsbächen vorbei und später über Blumenwiesen an einem Bewässerungsbach entlang. Vom Gibidumsee lässt sich noch ein Gipfelabstecher zum Gibidum machen, mit Aussicht ins Rhônetal und Richtung Aletschgebiet, bevor man Richtung Visperterminen absteigt. Das letzte Stück von Giw fährt man schliesslich mit der Sesselbahn hinunter.
Routenverlauf
Simplon Dorf – Dorfstutz – Egga – Rossbodustaful – Furgghalte – Galu – Wyssbodehorn – Sirwoltusee – Sirwoltu Weiher – Sirwoltusattel – Zigera – Obers Fulmoos – Gibidumpass – Gibidumsee – Lengi Teiffi – Gibidum – Lengi Teiffi – Gibidumsee – Stafel – Giw
Höhenangaben
Ausgangspunkt: Simplon Dorf 1475 m
Zielpunkt: Giw 1962 m
Aufstieg: 1591 m
Abstieg: 1104 m
Höchster Punkt: Wyssbodehorn 2623 m
Tiefster Punkt: Simplon Dorf 1475 m
Gehzeiten
Simplon Dorf – Egga: 25 min 30 min
Egga – Wyssbodehorn: 2 Std. 15 min 3 Std. 20 min
Wyssbodehorn – Sirwoltusattel: 1 Std. 10 min 1 Std. 10 min
Sirwoltusattel – Gibidumsee: 2 Std. 25 min 2 Std. 35 min
Abstecher Gibidum: 35 min 1 Std.
Gibidumsee – Giw: 25 min 30 min
Insgesamt: 7 Std. 15 min 9 Std. 05 min
Wegbeschreibung
Von Simplon Dorf nach Egga
Wenige Meter zurück auf der Hauptstrasse durch Simplon Dorf (1475 m). An der Postautohaltestelle vorbei. Der Hauptstrasse folgen, bis diese eine Rechtskurve macht. Hier links auf einen Fussweg wechseln. Ein paar Stufen hinauf, eine weitere Strasse überqueren und auf eine Wiese. Dem Wiesenweg folgen. Bald aufwärts über den Dorfstutz. Etwas rechts am Hang entlang. Bald wieder links. Nun auf dem Höhenweg entlang, recht eben. Wechselnd durch Wald und über Lichtungen. Immer geradeaus. In einem etwas dichteren Wald über eine Brücke. Weiter dem Weg folgen, bis dieser wieder auf eine Strasse mündet. Weiter auf dieser geradeaus. Nach wenigen Metern etwas links halten zum Wegweiser Egga.
Aufstieg zum Wyssbodehorn
Hier links und direkt wieder links in den Wald hinein auf einen Bergweg. Diesem aufwärts folgen auf einen Rücken (Pt. 1647 m). Auf dem bewaldeten Rücken immer aufwärts. Bald durch lichten Wald, immer auf dem Rücken bleiben. Schliesslich etwas steiler hinauf zu einem Fahrweg (Pt. 1749 m). Diesen überqueren und weiter dem Bergweg folgen, bis man wieder auf den Fahrweg trifft (Pt. 1814 m). Dem Fahrweg ein Stück aufwärts folgen. Nach einem kurzen Stück zweigt rechts wieder der Bergweg ab, überquert kurz darauf nochmals den Fahrweg und trifft dann nach kurzem Zickzack wieder darauf. Links halten und dem Fahrweg bis zu einer scharfen Linkskurve folgen. Hier wieder rechts auf den Bergweg wechseln. Kurz steil hinauf, dann nach links, einen Bach überqueren und quer über die Wiese auf nur schwach erkennbarem Pfad zu den Hütten von Rossbodustaful (1933 m). Vor den Häusern vorbei und direkt nach den letzten Hütten rechts hinauf. Oberhalb der Hütten wieder nach rechts am Hang entlang queren. Hier ist es etwas schwierig, den Weg zu finden. Bald wieder um eine Kehre und weiter aufwärts. Man kommt wieder auf einen deutlicheren Weg und es hat wieder mehr weiss-rot-weisse Markierungen. Im Zickzack über den Hang aufwärts. Bald ziemlich direkt hinauf. Man erreicht wieder etwas flacheres Gelände (Pt. 2101 m). Weiter über die Wiesen aufwärts. Einen Bach queren. Rechts davon am Rand der Hochebene entlang, zunächst nur leicht ansteigend in die Furgghalte. Dann rechts den steilen Hang von Galu im Zickzack hinauf bis zum Grat. Hier wenige Meter links auf dem Grat entlang. Dann rechts hinunter, auf die weiss-rot-weissen Zeichen achten. Wenige Meter leicht abwärts, dann rechts halten und den flachen Hang eben queren. Bald wieder leicht links halten und aufwärts. Im Zickzack hinauf zum Grat. Nun immer auf dem Grat oder etwas links davon aufwärts, den Markierungen folgen. Zunächst einen Kleinen Gipfel links umgehen. Weiter etwas links des Grates bleiben. Unterhalb von Pt. 2467 m vorbei. Auf dem Grat entlang. Eine kurze Steilstufe im Zickzack hinauf. Auf der Wiese weiter aufwärts, etwas links einer Anhöhe vorbei. In steinigerem Gelände weiter aufwärts, bis der Weg seinen höchsten Punkt erreicht, von hier wenige Meter nach rechts weglos zum Gipfel des Wyssbodehorn (2623 m).
Übergang zum Sirwoltusattel
Zurück zum Weg. Hinunter in einen kleinen Pass. Dort rechts hinunter. Den Wegspuren durch die Schutthalde folgen. Bald in Blockgelände. Immer den Markierungen folgen. Wenn man auf der Route bleibt, ist das Gelände nicht sehr schwierig, wenn man davon abkommt, wird es anspruchsvoller. Hinunter auf einen kleinen Rücken oberhalb eines Sees. Ein Stück darauf entlang, dann den höchsten Punkt (Pt. 2452 m) links umgehen. Weiter über einen Blockgrat zum Wegweiser. Hier links durch ein kleines Tal zum Sirwoltusee (2411 m). Den Ablauf queren, wenige Meter am See entlang, dann rechts hinauf. Nochmals ein Stück durch Blockgelände. An einem Felsen entlang zum Ablauf des Sirwoltu Weiher (2437 m). Den Ablauf queren. Kurz am See entlang, dann rechts leicht aufwärts. Eine Hochebene weglos queren. Auf die Markierungen achten. An einem Bach links aufwärts. Den Bach queren und nun wieder auf Wegspuren etwas steiler aufwärts. Blad etwas rechts halten, weiter bergauf. Zu einem kleinen See (2583 m). Links davon vorbei und nur noch leicht ansteigend in den Sirwoltusattel (2620 m).
Höhenwege zum Gibidumsee
Auf der anderen Seite zunächst geradeaus weiter, leicht bergab. Bald links etwas steiler hinunter. Nochmals etwas links halten und noch etwas steiler. Ein Weg führt geradeaus in ein Geröllfeld hinein. Vor dem Geröllfeld aber rechts abbiegen und durch ein kleines Tal auf Wegspuren abwärts. Kurz darauf wieder rechts halten und auf einen Höhenweg. Diesem am Hang entlang folgen. Wieder etwas rechts in steileres Gelände, aber weiterhin nur leicht bergab auf dem Höhenweg. An einer Weggabelung (Pt. 2482 m) ganz scharf links. Wieder einem Höhenweg folgen über Zigera. Weiter leicht abwärts, teils steiles Gelände queren. Einen Bach queren. Weiter abwärts durch Wiesengelände, später wieder steileres und steinigeres Gelände. Bis zur linken Seite des breiten Talschlusses (Pt. 2383 m). Hier links ein kleines Tal nach hinten, links oberhalb eines Baches mit Wasserfall. Bald wieder aufwärts. In etwas flacherem Gelände rechts halten. Oberhalb des eingeschnittenen Bachbetts aufwärts. Direkt oberhalb der kleinen Schlucht den Bach überqueren (Pt 2440 m). Weiter auf dem Höhenweg über die Hochebenen von Obers Fulmoos. Erst eben, dann noch mal kurz eicht aufwärts. Kurz einen etwas steileren Hang queren, dann wieder in eine Hochebene. Hinüber zum Bach. Diesen queren und an einem zweiten Bach entlang, wieder abwärts. Dem guten Bergweg an steilen Felsabbrüchen entlang folgen. Es geht rechts ziemlich steil hinunter, der Weg ist aber gut ausgebaut. Mehrere kleine Dobel queren. Mehrere Bäche direkt unterhalb von Wasserfällen queren. Schliesslich auf der anderen Talseite wieder rechts halten und durch Wiesengelände absteigen. An der Weggabelung (Pt. 2401 m) weiter abwärts. Einen Bach queren. Nochmals in steileres Gelände, aber auch hier wieder fast eben auf gutem Höhenweg am Berg entlang. Nun dem Höhenweg mehrere Kilometer folgen. Immer wieder durch kleine Dobel. Teils läuft parallel zum Weg ein Bewässerungsbach, teils läuft der unter dem Weg in einem Rohr. An einer kleinen Hütte vorbei. Teils durch etwas steileres Gelände, teils durch Wiesengelände. Immer leicht abwärts. Schliesslich ein langes Stück geradeaus. Zum Schluss nochmals etwas steiler bergab, dann links hinüber über eine Wiese zu einer Hütte. An dieser vorbei in den Gibidumpass (2200 m). Am ersten Wegweiser rechts halten. Am zweiten Wegweiser einen breiten Weg queren und in einen Wiesenweg. Leicht bergauf, dann wieder hinunter zur kleinen Staumauer des Gibidumsees (2194 m). Kurz davor den Bach über eine Brücke queren und hinüber zum Seeufer.
Abstecher zum Gibidum-Gipfel
Am See entlang. An dessen Ende kurz rechts und nach der ersten Bank wieder links auf einen Wiesenpfad, leicht aufwärts über Stafelti. An der nächsten Weggabelung rechts halten und eben dem Weg weiter folgen. Um einen kleinen Bergrücken herum. Man trifft auf einen Schotterweg bei Lengi Teiffi (2224 m). Her rechts auf diesem Weg entlang. Gleich darauf kann man in einer Senke wieder links auf einen parallel zum Schotterweg verlaufenden Pfad wechseln. Dieser führt wieder auf den Schotterweg. Wieder kurz auf diesem entlang, dann wieder rechts in einen Wiesenweg, der gleich darauf wieder auf den Schotterweg trifft. Diesem zunächst geradeaus, aufwärts folgen. Dann etwas links und um eine Rechtskurve. Direkt dahinter wieder links auf den Pfad. Hinauf zum Gipfel des Gibidum (2317 m). Abstieg zum Gibidumsee auf gleichem Weg.
Abstieg nach Giw
Zurück auf dem Seeuferweg Richtung Ablauf. Einen Bach queren und dann rechts halten auf gutem Bergweg zunächst fast eben oberhalb eines kleinen Tals entlang. Der Weg führt zwischen Bäumen hindurch um eine Linkskurve. Man trifft auf einen breiten Weg und folgt diesem abwärts. Kurz darauf in einem kleinen Graben (Pt. 2128 m) rechts über die Wiese abwärts. Dem Weg um eine Rechts- und eine Linkskurve folgen. Am Wegweiser weiter geradeaus auf dem breiten Weg abwärts (nicht dem Schild Giw direkt folgen). Zur Hütte von Stafel (Pt. 2072 m). Geradeaus auf breiter Skipiste steil abwärts. Immer geradeaus, dem breiten Weg abwärts folgen bis zur Bergstation Giw (1962 m). Talfahrt mit der Sesselbahn. Das Hotel Rothorn befindet sich direkt neben der Talstation.
Abkürzmöglichkeiten
Von Simplon Dorf kann man bis Egga mit dem Postauto fahren. Man kann auch noch weiterfahren bis Engeloch und von dort direkt zum Sirwoltusee aufsteigen, also nicht über das Wyssbodehorn gehen. Der Abstecher zum Gibidum kann weggelassen werden. Da Start- und Endpunkt der Etappe in Dörfern liegen, kann auch die komplette Etappe ausgelassen werden und mit dem öffentlichen Verkehr gefahren werden.
Weitere Informationen
Schwierigkeit
Simplon Dorf – Egga: T1, stellenweise T2 (guter Wanderweg, teilweise einfache Bergwege)
Egga – Rossbodustaful: T2 (Bergwege, keine Schwierigkeiten)
Rossbodustaful – Sirwoltusattel: T3 (teilweise weglos, stellenweise sehr steil, im Bereich Sirwoltusee mehrere Blockfelder)
Sirwoltusattel – Obers Fulmoos: T2, stellenweise T3 (meist gute Bergwege, teilweise weglos, kurze, steile Stellen)
Obers Fulmoos – Gibidumsee: zunächst T3, danach T1 (zunächst etwas ausgesetzt, Bachquerungen in steilem Gelände, dann einfacher Höhenweg)
Abstecher Gibidum: T1, stellenweise T2 (einfache Wander- und Bergwege)
Gibidumsee – Giw: T2 (einfache Wege, teilweise aber steil)
Wegmarkierung
Der Weg nach Egga ist gelb markiert, es gibt jedoch wenige Markierungen. Der Rest der Tour ist weiss-rot-weiss markiert. Eine Ausnahme bildet der Abstieg vom Gibidumsee nach Giw, dieser ist grösstenteils nicht markiert, aber nicht schwer zu finden.
Streckenlänge
14,5 km
Karten
Landeskarte der Schweiz 1:50000: 274T Visp
Landeskarte der Schweiz 1:25000: 1288 Raron, 1289 Brig, 1309 Simplon
Einkehrmöglichkeiten
keine
Übernachtunsmöglichkeiten
keine