Zweitagestour über den Lötschepass

Diese eindrucksvolle Zweitagestour führt von Kandersteg über den historischen Lötschenpass ins Walliser Lötschental. Der abwechslungsreiche Anstieg durch das einsame Gasteretal und über die aussichtsreiche Gfelalp mündet in die hochalpine Landschaft rund um die Lötschenpasshütte. Am zweiten Tag wartet mit dem Hockenhorn ein aussichtsreicher Dreitausender, bevor aussichtsreiche Höhenwege zur Lauchernalp hinabführen. Wälder, Alpweiden, Moränenlandschaften, schuttbedeckte Gletscherflächen und weite Ausblicke auf die Berner Alpen und die Walliser Viertausender machen diese Hüttentour zu einem besonderen Erlebnis für trittsichere Bergwandernde.

Hinweise zur Tour

  • Bitte die allgemeinen Hinweise zu den Touren beachten.
  • Die Angaben im Tourenbericht stammen von August/September 2024.

Routenverlauf

1. Tag
Eggeschwand – Chluse – Waldhus – Gastereholz – Bletscheweidli – Gfelalp – Lötschegletscher – Lötschenpasshütte

2. Tag
Lötschenpasshütte – Hockenhorn – Lötschenpasshütte – Lötschberg – Simmle – Sattlegi – Hockuchriz – Sattlegi – Mälcherbeden – Stafel – Lauchernalp

Höhenangaben

Ausgangspunkt:   Kandersteg-Eggeschwand, Talstation Sunnbühl 1194 m
Übernachtung:     Lötschenpasshütte 2689 m
Zielpunkt:                Lauchernalp, Bergstation 1968 m
Aufstieg:                   1. Tag 1512 m, 2. Tag 0654 m, insgesamt 2166 m
Abstieg:                     1. Tag 0017 m, 2. Tag 1375 m, insgesamt 1392 m
Höchste Punkte:  1. Tag Lötschenpasshütte 2689 m, 2. Tag Hockenhorn 3293 m
Tiefste Punkte:     1. Tag Eggeschwand 1194 m, 2. Tag Lauchernalp 1968 m

Gehzeiten

Eggeschwand – Bletscheweidli:            1 Std. 30 min           2 Std. 15 min
Bletscheweidli – Gfelalp:                                         35 min          1 Std. 05 min
Gfelalp – Lötschenpasshütte:                 2 Std. 05 min           2 Std. 45 min

1. Tag gesamt:                                                     4 Std. 10 min            6 Std. 05 min

Lötschenpasshütte – Hockenhorn:     1 Std. 15 min            1 Std. 55 min
Hockenhorn – Lötschenpasshütte:     1 Std. 05 min            1 Std. 10 min
Lötschenpasshütte - Hockuchriz:                      45 min                          45 min
Hockuchriz – Lauchernalp:                      1 Std.                             1 Std. 20 min

2. Tag gesamt:                                                    4 Std. 05 min              5 Std. 10 min

Wegbeschreibung

Wanderung durch das Gasteretal
Von der Talstation Sunnbühl in Eggeschwand (1194 m) über den Parkplatz zur Strasse. Hier links und gleich darauf nach der Brücke wieder links auf einen Wanderweg. Am Bach entlang. Einen Fahrweg überqueren. In eine Schlucht hinein. In steilem Zickzack aufwärts, bis man auf einen Fahrweg trifft. Auf diesem nach links und kurz darauf vor dem Tunnel wieder links auf den Wanderweg. Eine Treppe hinunter. Über die Brücke. Auf der anderen Bachseite weiter aufwärts, bis man wieder auf den Fahrweg trifft. Auf diesem geradeaus weiter durch das Tal von Chluse. Bald wieder rechts auf einen Wanderweg. Über die Brücke. Weiter fast eben am Bach entlang. Aus dem engen Tal heraus. Links über eine Brücke, danach rechts halten auf einen breiten Schotterweg. Bald weiter geradeaus auf einen Wanderweg. Ein Stück im Wald am Bach entlang, dann links hinüber zum Waldhus (1357 m). Am Gasthaus vorbei und weiter geradeaus. Dem Fahrweg in den Wald von Gastereholz folgen. Ohne Steigung den Wald durchqueren. Auf eine Lichtung. An der Abzweigung zur Balmhornhütte SAC (Pt. 1367 m) links halten, dem Fahrweg weiter folgen. An der nächsten Weggabelung links. Über eine Brücke (Pt. 1369 m). Weiter auf einem Wanderweg wieder durch den Wald. Nochmals über eine Brücke. Danach scharf rechts. Am Bach entlang durch den Wald, bis man wieder auf einen Fahrweg trifft. Auf diesem nach rechts, über die Brücke (Pt. 1395 m). Danach links. Dem Fahrweg weiter durch den Wald folgen. Das Tal wird wieder etwas enger. Nach einer weiteren Brücke (Pt. 1432 m) rechts auf einen Wanderweg. In engen Kehren ein kurzes Stück steil bergauf. Dann wieder etwas flacher, dem Wanderweg folgen. An einer Kreuzung geradeaus. Man trifft wieder auf den Fahrweg. Kurz auf diesem geradeaus weiter zur Weggabelung am Bletscheweidli.

Aufstieg zur Gfelalp
Rechts hinunter in den Talgrund. Kurz am Bach entlang, dann rechts über eine Brücke. Bald wieder rechts halten, an einem Haus vorbei (Pt. 1536 m). Dahinter auf einen Bergweg. Auf diesem aufwärts. Eine Wiese queren, danach wieder in den Wald. An der Weggabelung rechts, steil aufwärts. Dem Bergweg in engem Zickzack steil aufwärts folgen, oberhalb des Baches entlang. An einem Wasserfall vorbei. Weiter steil hinauf. Bald in etwas weiteren Kehren. Aus dem Wald heraus. Etwas rechts halten, weiter steil aufwärts zur Hütte auf der Gfelalp (1843 m).

Aufstieg zum Lötschepass
An der Hütte vorbei. Weiter steil aufwärts über die Wiese. Bald wieder in engem Zickzack, zunächst über die Wiese, dann auf einem kleinen Wiesenrücken. Der Weg führt bald etwas nach links am Hang entlang. Nun fast eben, dann wenige Meter abwärts in eine Hochebene hinein. Hier rechts. Am rechten Rand der Ebene entlang. Bald wieder aufwärts, aus dem Talkessel heraus aufsteigen. Um eine Kehre, steil hinauf. Nochmals kurz im Zickzack hinauf auf eine Wiese (Pt. 2095 m). Links halten und steil aufwärts. Zunächst ein Stück den Hang entlang, dann wieder in engen Kehren. Hinauf zu einem grossen Steinmann, nun in steiniges Gelände. Kurz eben hinüber zum Lötschegletscher. Diesen auf gut markierter Route überqueren, kein direkter Eiskontakt, der Gletscher ist mit Schutt bedeckt. Durch Schutt und Geröll und übe einige kleine Gletscherbäche auf die andere Talseite queren. Den Markierungsstangen folgen. Auf der anderen Seite wieder steil eine Moräne hinauf. Oben auf der Moräne rechts. Kurz vor der Felswand links halten. Durch die Felsen aufwärts. Den weiss-rot-weissen Markierungen folgen. Bald rechts und geradewegs durch die Felsen hinauf. Die Route ist leicht ausgesetzt, aber nicht schwierig. Bald wieder rechts halten, einen Felsenweg entlang. Wieder etwas links. In etwas flacherem Gelände im Zickzack hinauf. An mehreren Steinmännchen vorbei. Schliesslich recht eben in den Lötschepass hinein und hinüber zur Lötschenpasshütte (2689 m).

Aufstieg zum Hockenhorn
Direkt neben der Hütte über eine breite Halde aufwärts den Wegspuren folgen. Auf die Steinmännchen achten. Es gibt mehrere mögliche Routen. Immer aufwärts. In felsigem Gelände über schräge Felsplatten weiter aufsteigen. Die Steinmännchen beachten. Hinauf auf den Grat. Leicht rechts halten. Nun wieder in einfachem Gelände auf dem breiten Rücken aufwärts. Man trifft auf weiss-blau-weisse Markierungen. Diesen folgen. Teilweise auf deutlichem Weg. Einen kleinen Zwischengipfel links umgehen. In eine Hochebene hinein. Leicht links halten. Entweder in der Ebene oder links davon auf den flachen Steinplatten weiter leicht aufwärts. Unterhalb der Geröllhalde unterhalb des Kleinhockenhorns etwas links halten, den Wegspuren und Markierungen folgen. In steiles Gelände. Unterhalb der Gletscherreste entlang. Kurz abwärts, dann in steilem Geröll wieder aufwärts. Den Markierungen folgen. Diese hören danach auf. Leicht links halten, die Halde queren, dabei stetig ansteigen. Auf die Steinmännchen achten. In Schutt und Geröll teils auf Wegspuren, teils weglos durch die Flanke des Hockenhorns. In Blockgelände dann rechts ziemlich direkt aufsteigen. Weiterhin auf die Steinmännchen achten, es gibt aber auch hier wieder mehrere Routen. Schliesslich ein kurzes Stück über anspruchsvolles Blockgelände zum Gipfel des Hockenhorn (3293 m).

Abstieg vom Hockenhorn
Der Abstieg erfolgt auf gleicher oder ähnlicher Route. Den Gletscherrest unterhalb des Kleinhockenhorns wieder unten herum umgehen. Später kann man weiter den weiss-blau-weissen Markierungen abwärts folgen. Diese hören aber dann auch wieder auf und man muss ein Stück weglos durch die Felsen, es gibt jedoch gute Stufen, die Route ist nicht schwierig. Schliesslich etwas nach rechts queren, ziemlich eben, zurück zur Aufstiegsroute und hinunter zur Lötschenpasshütte (2689 m).

Über den Lötschberg zum Hockuchriz
Auf der Walliser Seite der Hütte zunächst etwas links halten und den Wegspuren und weiss-rot-weissen Markierungen durch flaches Gelände folgen. Bald in felsigem Gelände über den Lötschberg. Der Weg ist nun klar erkennbar und gut markiert, es gibt einzelne kleine Felsstufen. An einem kleinen Seelein vorbei. Weiter durch die Felsen, leicht abwärts. Einen Bach überqueren. An einem weiteren See vorbei. Etwas links halten und am Hang entlang queren. Weiterhin meist leicht abwärts in felsigem Gelände. Durch die Flanke von Simmle. Schliesslich nochmals leicht bergauf und wieder kurz hinunter in den kleinen Pass von Sattlegi (2564 m). Die markierte Route verlassen und rechts auf dem Grat entlang einer Wegspur folgen bis zum höchsten Punkt des Hockuchriz (2593 m)

Abstieg nach Lauchernalp
Zurück zum Sattlegi. Rechts auf dem markierten Weg abwärts. Zunächst steil hinunter, bald rechts am Hang entlang. Dann wieder steiler hinunter und bald wieder links am Hang entlang. Zwei Bäche queren. Auf dem Höhenweg weiter. Um eine Bergecke herum auf die Weiden von Mälcherbeden (2284 m). Weiter geradeaus auf dem Höhenweg bleiben. Nochmals am Hang entlang, abwärts. Unter einer Sesselbahn hindurch. Rechts halten und weiter abwärts zum Berggasthaus Lauchernalp bei dem Stafel. Am Berghaus rechts, den Fahrweg hinunter. Gleich darauf wieder scharf links auf den asphaltierten Weg. Diesem abwärts folgen oberhalb der Häuser der Lauchernalp entlang. Um eine Kehre und durch das Bergdorf zurück. In der nächsten Kehre geradeaus und gleich darauf links einen Bergweg hinunter. Dem Bergweg folgen bis zur Bergstation der Luftseilbahn Wiler-Lauchernalp (1968 m).

Abkürzmöglichkeiten

Im Gasterental gibt es einen reservierungspflichten Taxibetrieb, mit dem bis Bletscheweidli gefahren werden kann. Die Gipfelabstecher zum Hockenhorn und Hockuchriz können weggelassen werden.

Übersichtskarte

Kartenausschnitt: ©swisstopo

Weitere Informationen

Schwierigkeit

  • Eggeschwand – Chluse: T2 (Bergweg, stellenweise steil, aber nicht schwierig)
  • Chluse – Bletscheweidli: T1 (Fahrwege und einfache Wanderwege)
  • Bletscheweidli – Lötschegletscher: T2 (Bergwege, steil, aber nicht schwierig)
  • Lötschegletscher – Lötschenpasshütte: T3 (einfache Gletscherquerung ohne Eiskontakt, steiler, teils gesicherter Felsenweg)
  • Abstecher zum Hockenhorn: T3, im Gipfelbereich T4 (teilweise weglos, felsiges Gelände, Blockgelände, im Gipfelbereich anspruchsvolles Blockgelände)
  • Lötschenpasshütte – Sattlegi: T3 (felsiges Gelände, teils kleine Stufen)
  • Sattlegi – Stafel: T2 (Bergweg, keine Schwierigkeiten)
  • Stafel – Lauchernalp: T1 (Strasse und einfacher Wanderweg)

Wegmarkierung

Von Eggeschwand bis zum Bletscheweidli ist der Weg gelb markiert. Anschliessend gibt es weiss-rot-weisse Markierungen bis zur Lötschenpasshütte, über den Gletscher zusätzlich Stangen. Der Gipfelabstecher zum Hockenhorn ist mit Steinmännchen markiert, teilweise gibt es auch weiss-blau-weisse Markierungen. Der Abstieg zur Lauchernalp ist wieder weiss-rot-weiss markiert. Der kurze Gipfelabstecher zum Hockuchriz ist nicht markiert.

Streckenlänge

1. Tag: 13,7 km, 2. Tag 13,1 km

Karten

Landeskarte der Schweiz 1:50000: 263T Wildstrubel, 264T Jungfrau
Landeskarte der Schweiz 1:25000: 1247 Adelboden, 1267 Gemmi, 1268 Lötschental

Einkehrmöglichkeiten

keine

Anreise

Kandersteg erreicht man über die A6 von Bern bis Spiez und dann über die Landtrasse über Reichenbach und Frutigen. Parkmöglichkeiten gibt es beim Bahnhof. Die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr ist ebenfalls problemlos möglich. Nächster Fernverkehrshalt ist Spiez. Dort halten die Züge der Linien IC 6 (Basel – Bern – Brig), IC 61 (Basel – Bern – Interlaken), IC 8 (Romanshorn – Zürich – Bern – Brig) und IC 81 (Romanshorn – Zürich – Bern – Interlaken). Ab Spiez verkehrt stündlich ein Regioexpress nach Kandersteg. Vom Bahnhof Kandersteg fährt alle halbe Stunde ein Bus nach Eggeschwand zur Talstation Sunnbühl. Ab Lauchernalp fährt man mit der Seilbahn hinunter nach Wiler und mit dem Postauto nach Goppenstein (Seilbahn und Bus sind in der Gästekarte enthalten, die man bei der Übernachtung in der Lötschenpasshütte erhält). Von Goppenstein geht es mit dem Regioexpress durch den Lötschbergtunnel zurück nach Kandersteg.

Lötschenpasshütte

Talort:                  Ferden VS
Höhe:                  2689 m
Bewartung:      Mitte Juni - Mitte Oktober
Schlafplätze:   80 

Bildergalerien

Tag 1

Tag 2