Etappe 2: Lobhornhütte SAC - Rotstockhütte
Am zweiten Tag seht die längste Tour auf dem Programm, sowohl bezüglich Strecke als auch Höhenmeter. Mehrere Bergketten und Täler liegen zwischen Lobhornhütte SAC und Rotstockhütte. Passüberquerungen wechseln sich mit Talwanderungen ab. Zweimal können Gipfelabstecher gemacht werden, zum Chlys Lobhore und zum Bietenhorn / Schwarzbirg. Über die Bietenlücke wird der Weg auch zum ersten Mal etwas anspruchsvoller, da es über sehr steile Geröllhalden hoch und wieder hinunter geht. Weiterhin dominiert am zweiten Tag zunächst Almgelände, im zweiten Teil der Tour, zwischen Bietenlücke und Seewlifura geht es dann durch Steinwüsten.
Routenverlauf
Lobhornhütte SAC – Sousegg – Schwarze Schopf – Chlys Lobhore – Schwarze Schopf – Sousegg – Sousböden – Soustal – Wyte Gang – Bietenlücke – Bietenhorn / Schwarzbirg – Bietenlücke – Schilthornhütte – Engital – Seewlifura – Grauseeli – Wasenegg – Sefina – Rotstockhütte
Höhenangaben
Ausgangspunkt: Lobhornhütte SAC 1955 m
Zielpunkt: Rotstockhütte 2039 m
Aufstieg: 1933 m
Abstieg: 1849 m
Höchster Punkt: Bietenhorn / Schwarzbirg 2756 m
Tiefster Punkt: im Soustal 1709 m
Gehzeiten
Lobhornhütte SAC – Sousegg: 35 min 55 min
Abstecher Chlys Lobhore: 1 Std. 20 min 1 Std. 50 min
Sousegg – Soustal: 50 min 1 Std. 05 min
Soustal – Bietenhorn / Schwarzbirg: 2 Std. 30 min 3 Std. 35 min
Bietenhorn / Schwarzbirg – Schilthornhütte: 35 min 35 min
Schilthornhütte - Rotstockhütte: 1 Std. 40 min 2 Std. 10 min
Insgesamt: 7 Std. 30 min 10 Std. 10 min
Wegbeschreibung
Aufstieg zum Sousegg
Von der Lobhornhütte SAC (1955 m) dem Bergweg Richtung Suls folgen. In ein kleines Tal hinein und in diesem absteigen. Hinunter auf eine Wiese. Hinüber zur Almhütte. Kurz davor am Wegweiser links hinunter zum nächsten Wegweiser (Pt. 1901 m). Rechts über die Brücke. Erst über die Wiese, dann auf einem kleinen Rücken aufwärts, parallel zu einer Materialseilbahn. Bald etwas rechts der Seilbahntrasse weiter aufwärts. Auf gutem Bergweg in die Scharte links der Sousegg (2149 m) und der Bergstation der Materialseilbahn hinein. Hier rechts halten und hinüber zum Wegweiser.
Abstecher aufs Chlys Lobhore
Die Rucksäcke können auf der Sousegg deponiert werden. Dem Weg Richtung Schwalmere folgen. Zunächst in einer steilen Flanke auf dem Bergweg aufwärts. Im Zickzack auf oder etwas rechts neben dem Grat weiter nach oben. Über den Schwarze Chopf (2285 m) weiter auf dem Grat. Ein Stück etwas flacher, dann wieder zunehmend steiler hinauf zum Fuss der Lobhörner, immer auf dem Grat. Vor den Felsen der Lobhörner nochmal kurz sehr steil, dann links unterhalb der Felsen entlang. Den Wegspuren immer direkt an den Felsen entlang folgen. Meist aufwärts, zwischendurch auch kurze Stücke etwas abwärts. Stellenweise etwas ausgesetztes Gelände und gut gestufte schräge Felsen. Hinter den Lobhoren in einen Sattel. Gleich darauf wieder links halten, unterhalb des Chlys Lobhore entlang. Gleich darauf links, kurz abwärts, auf schwacher Wegspur. Dann wieder auf deutlicherer Spur rechts hinauf. Unter dem Gipfel hindurch, bis der Weg nach links unten abzweigt. Hier rechts, weglos ein paar Meter hinauf auf den Grat und dann wieder rechts auf dem Grat entlang zum Gipfel des Chlys Lobhore (2519 m). Der Rückweg zum Sousegg erfolgt auf gleicher Route.
Abstieg ins Soustal
Am Wegweiser dem verbliebenen Weg Richtung Sousläger folgen. Kurz aufwärts, dann auf einem Höhenweg über den Sousboden. Immer am Hang entlang, leicht abwärts. Mehrere kleine Rinnen durchqueren. Markierungen beachten, es gibt teilweise mehrere Wegspuren. Dem Höhenweg leicht abwärts folgen bis in das tiefer eingeschnittene Tal des Chantbachs. An diesem links nun steil bergab bis zu einer Brücke. Die Brücke überqueren. Auf der anderen Seite wieder etwas bergauf. Direkt nach der Brücke links halten, auf die Markierungen achten. Etwas im Zickzack hinauf, dann links halten. Aus dem Tal heraus und nun wieder steil abwärts, meist in engen Serpentinen, teilweise auch etwas längere Querstücke. Fast im Talgrund wieder an den Chantbach und diesem abwärts ins Soustal folgen.
Aufstieg zum Bietenhorn / Schwarzbirg
Auf dem Talweg links halten. Zunächst fast eben über eine Wiese. Auf die Markierungen achten, wer die Route verliert, etwas links halten, oberhalb des Baches kommt man wieder auf Wegspuren. Bald wieder steiler bergauf. Gegenüber eines Wasserfalls vorbei. Weiter auf der rechten Seite des Sousbachs bleiben und dem Bergweg nun ziemlich steil aufwärts folgen zwischen Steinen und Büschen hindurch. In eine Hochebene hinein. Diese durchqueren. Auch hier wieder weglos, man beachte die Markierungen. An einem grossen Findling in der Mitte der Ebene vorbei. Weiter die Ebene nach hinten, dann wieder auf gutem Bergweg rechts ein Stück aus dem Tal heraus und nach einer Kehre wieder am Hang entlang weiter aufwärts und das Tal nach hinten. Wieder zunächst bergauf, dann zunehmend etwas flacher, immer rechts vom Bach bleiben. Um einen kleinen Hügel herum. Auf einer fast ebenen Wiese links halten und den Bach auf einer Brücke überqueren. Direkt danach scharf rechts und am Bach entlang. Bald scharf links, wieder aufwärts, aus dem Tal heraus. Bald rechts in ein kleines Tal hinein. In einer Grasebene rechts halten. Wieder hat es nur sehr schwache Wegspuren. Leicht rechts in einen kleinen Pass hinein. Wieder rechts halten und abwärts durch die Wiese zu einem Wegweiser in einem weiteren Tal (Pt. 2094 m). Hier links dem Talweg aufwärts folgen. Immer am Bach entlang. Bald wird das Tal etwas enger und man erreicht danach eine weitere kleine Hochebene. Hier links durch den Bach oder etwas weiter hinten über eine Brücke und dann wieder ein kurzes Stück zurück. Nun auf Wiesenpfaden aufwärts. Zunehmend steiler. Markierungen beachten. Gut 100 Höhenmeter recht steil direkt aufsteigen. Dann etwas links halten und nun durch flacheres Gelände parallel zum Hang entlang. Mehrere kleine Rinnen queren. In wieder steilerem Gelände noch ein Stück quer zum Hang. Das Gelände wird zunehmend steiniger. In der Schutthalde von Wyte Gang bald rechts steil hinauf. Zunehmend steiler direkt auf die Bietenlücke (2639 m) zu. Zum Schluss sehr steil durch Schutt und Geröll in den Pass hinein. Hier links halten. Die Rücksäcke können hiergelassen werden. Eine kurze, aber gut gestufte Steilstufe hinauf. In engem Zickzack auf dem Gipfelgrat hinauf zum Gipfel des Bietenhorn / Schwarzbirg (2756 m).
Abstieg zur Schilthornhütte
Auf gleicher Route zurück in die Bietenlücke. Nun links des Passes sehr steil durch die Flanke abwärts. Der Weg ist mit Seilen gesichert. Weiter steil abwärts. In engen Kehren hinunter. Kurz unterhalb der Felsen nach rechts queren und dann weiter abwärts. An einigen Findlingen vorbei. In flacherem Gelände noch etwas oberhalb der Sesselliftstationen rechts halten, auf die Markierungen achten. Einen breiten Weg überqueren und hinunter auf einen zweiten breiten Weg. Auf diesem wenige Meter entlang, dann links hinauf zur Schilthornhütte (2433 m).
Über die Seewlifura zur Rotstockhütte
Wenige Meter zurück. Dann links hinunter auf den Fahrweg. Gleich wieder links halten. Auf breitem Weg etwas abwärts unterhalb der Schilthornhütte hindurch, den Markierungen folgen. Der weiss-rot-weiss markierte Weg verläuft anders als auf der Karte eingezeichnet wie hier beschrieben auf dem unteren Weg. In ein Tal hinein. An der Gabelung den rechten Weg nehmen. Nun wieder leicht aufwärts ins Engital hinein. Den Bach überqueren. Wieder etwas steiler aufwärts. Am Ende des breiten Weges rechts halten. Aufgrund eines Schneedepots ist der weitere Weg nicht ganz klar. Das Schneedepot umgehen, dann rechts hinüberqueren, bis man wieder einen breiten Fahrweg erreicht. Auf diesem oder dem parallel dazu verlaufenden kleineren Weg aufwärts. Hinauf in die Seewlifura (2598 m). Durch die breite Scharte hindurch und dann links auf einen schmaleren Bergweg abbiegen. Auf diesem abwärts. Am Hang entlang zu einem Aussichtspunkt. Hier scharf rechts hinunter zum Grauseeli (2514 m). Den Seeablauf auf einer kleinen Mauer queren. Danach links hinunter. In steilem Zickzack abwärts. Bald etwas rechts queren und weiter abwärts in die Steilhänge von Tischtelwang. Am Wegweiser (Pt. 2315 m) rechts halten. Am besten man geht noch wenige Meter weiter nach unten und dann nach rechts. Auf einem Höhenweg am Berg entlang. Zunächst weiter leicht abwärts, schliesslich ein kurzes Stück aufwärts auf den Grat von Wasenegg (2288 m). Den Grat überqueren und auf der anderen Seite steil durch die Wiesen abwärts. Den Wegspuren und Markierungen folgen. Hinunter in die Almen von Sefina. In flacherem Gelände am Wegweiser Oberläger (Pt. 2052 m) rechts halten. Über einen guten Höhenweg nun fast eben am Hang entlang. Schliesslich etwas nach links in ein Tal hinein. Am Wegweiser vorbei und kurz danach links wenige Meter hinauf zur Rotstockhütte (2039 m).
Abkürzmöglichkeiten
Die beiden Gipfelabstecher können problemlos ausgelassen werden. Wer nicht aufs Chlys Lobhore aufsteigt, hat ca. 400 Höhenmeter weniger, wer das Bietenhorn / Schwarzbirg auslässt, spart sich gut 100 Höhenmeter.
Weitere Informationen
Schwierigkeit
Lobhornhütte SAC – Sousegg: T2 (gute Bergwege)
Abstecher Chlys Lobhore: zunächst T2, im Gipfelbereich T3 (zunächst einfache Bergwege, im Bereich Lobhoren etwas ausgesetzt, Gipfel weglos)
Sousegg – Wyte Gang: T2 (Bergwege, meist einfach, stellenweise steiler Abstieg ins Soustal)
Wyte Gang – Schilthornhütte: T3 (sehr steil, teilweise gesichert, einzelne etwas ausgesetzte Stellen)
Schilthornhütte – Seewlifura: T1, stellenweise T3: (breite Fahrwege, Umgehung eines Schneedepots weglos in einer Schutthalde)
Seewlifura – Sefina: T2 (Bergweg, stellenweise steile Abstiege)
Sefina – Rotstockhütte: T1 (einfacher Höhenweg)
Wegmarkierung
Die gesamte Tour ist weiss-rot-weiss markiert. Lediglich die letzten Meter aufs Chlys Lobhore sind nicht markiert.
Streckenlänge
20,5 km
Karten
Landeskarte der Schweiz 1:50000: 254T Interlaken, 264T Jungfrau
Landeskarte der Schweiz 1:25000: 1228 Lauterbrunnen, 1248 Mürren
Einkehrmöglichkeiten
Schilthornhütte
Übernachtungsmöglichkeiten
Schilthornhütte