Etappe 3: Rotstockhütte - Gspaltenhornhütte SAC
Der Übergang von der Rotstockhütte über die Sefinafurgga zur Gspaltenhornhütte SAC ist recht kurz. Daher kann man morgens noch eine Rundtour über Bryndli und Nadla machen. Zunächst geht es über einen Höhenweg, anschliessend über einen Grat zurück, direkt gegenüber von Eiger, Mönch und Jungfrau. Auf der Sefinafurgga wechselt die Landschaft dann zwischen Wiesen und steinigem Gelände. Der zweite Teil der Tour führt durch schroffes Moränengebiet, teils auf durch die Schutthalden, teils auf Höhenwegen mit eindrücklichen Blicken auf Gletscher und die steilen Flanken von Blüemlisalpmassiv und Gspaltenhorn. Von der Hütte ist es nur noch ein kurzer Abstecher auf den Wildstein.
Routenverlauf
Rotstockhütte – Bryndli – Chlini Nadla – Grossi Nadla – Wasenegg – Rotstockhütte – Sefinafurgga – Augustchummi – Gspaltenhornhütte SAC – Wildstein – Gspaltenhornhütte SAC
Höhenangaben
Ausgangspunkt: Rotstockhütte 2039 m
Zielpunkt: Gspaltenhornhütte SAC 2455 m
Aufstieg: 1336 m
Abstieg: 0920 m
Höchster Punkt: oberhalb Sefinafurgga 2663 m
Tiefster Punkt: unterhalb Bryndli 2022 m
Gehzeiten
Rundweg über Bryndli und Nadla: 2 Std. 2 Std. 30 min
Rotstockhütte – Sefinafurgga: 1 Std. 20 min 1 Std. 50 min
Sefinafurgga – Gspaltenhornhütte SAC: 1 Std. 45 min 1 Std. 40 min
Abstecher zum Wildstein: 50 min 1 Std. 05 min
Insgesamt: 5 Std. 55 min 7 Std. 05 min
Wegbeschreibung
Bryndli-Nadla-Rundweg
Von der Rotstockhütte (2039 m) auf dem Höhenweg vom Vortag zurück zu den Almwiesen von Sefina. Am Wegweiser Oberläger (Pt. 2052 m) weiter geradeaus auf dem Höhenweg bleiben. Die Alm überqueren. In steilerem Gelände weiter immer am Berg entlang auf dem Höhenweg. Meist leicht abwärts. An der nächsten Weggabelung (Pt. 2027 m) weiter geradeaus. Auf einen Rücken queren (Pt 2024 m). Hier nun linkes steil aufwärts. An einer Bank rechts hinauf zum Aussichtspunkt auf dem Bryndli, ein kurzes Stück zurück und auf schwacher Wegspur auf den eigentlichen Gipfel (2133 m). Zurück zur Bank. Nun dem Weg über den Grat folgen. Zunächst steil hinauf auf den schmalen Grat, dann immer auf diesem entlang. In flacherem Gelände an der Kreuzung (Pt. 2155 m) weiter geradeaus, wieder steiler den Grat hinauf auf die Chlyni Nadla (2227 m). Nun weiter nur noch leicht ansteigend über die Grossi Nadla (2237 m) den Grat von Wasenegg entlang bis zum Wegweiser Wasenegg (2288 m). Auf gleicher Route wie am Vortag von hier zur Rotstockhütte (2039 m).
Aufstieg zur Sefinafurgga
Gegenüber der Hütte über die Wiesen zunächst leicht ansteigen. Etwas links halten und einige Rinnen queren. An der Weggabelung (Pt. 2097 m) links halten. Nun etwas steiler aufwärts, zunächst um einige enge Kehren, dann recht direkt hinauf. Am nächsten Wegweiser (Pt. 2267 m) weiter geradeaus, das Hochtal nach hinten, nun recht flach. Durch eine Hochebene. Bald wieder steiler ansteigen, aber immer geradeaus etwas oberhalb des Talgrunds nach hinten in das Tal. Im Talschluss auf eine Schutthalde und auf dieser nun sehr steil in engem Zickzack aufwärts. Gute Wegspur vorhanden. Den letzten Anstieg über eine Treppe in die Sefinafurgga (2611 m).
Übergang zur Gspaltenhornhütte SAC
Hier links und weiter aufwärts über den Grat. Bald geht es nach rechts und man quert einen Berghang. Um eine Bergecke herum und ein kurzes, etwas ausgesetztes Stück abwärts. Unter einem Felsvorsprung um eine Rechtskurve und danach am Hang entlang queren. Das Gelände ist steil, der Weg aber gut. Leicht abwärts in einen kleinen Pass hinein (Pt. 2626 m). Hier links steil hinunter. Zunächst in engem Zickzack in eine Halde hinein, dann über eine Treppe abwärts, die Augustchummi queren. Kurz flacher, dann wieder steiler hinunter. Eine kurze Felsstufe über eine Leiter hinunter. Weiter in steilem Zickzack abwärts, bis man flacheres Gelände erreicht. Hier links halten. Den Markierungen folgen. Einen Höhenweg entlang. Bald wieder leicht aufwärts. Um eine Bergecke herum und hoch über dem Gamchigletscher, bzw. dessen Moränenlandschaft in das Tal einbiegen. Weiter auf dem Höhenweg. Der Weg ist gut, aber das Gelände ist sehr steil. Auf einem schmalen Band zwischen den Felsen hindurch. Bald wieder in eine Schutthalde. Den Markierungen folgen. An der Gabelung links halten. Kurz aufwärts, dann dem neuen Weg nach rechts folgen, Markierungen beachten. Ein Stück eben. Über eine Brücke und direkt danach links steil auf eine Moräne aufwärts. An der nächsten Weggabelung weiter geradeaus, aufwärts. An einem Wegweiser scharf rechts und über einen guten Felsenweg die letzten Meter hinüber zur Gspaltenhornhütte SAC (2455 m).
Abstecher zum Wildstein
Von der Hütte ein kurzes Stück zurück zum Wegweiser. Hier nun geradeaus ins Schutt- und Geröllgelände den weiss-blau-weissen Markierungen Richtung Bütlasse folgen. Einen Bach überqueren und danach steil aus dem Bachbett aussteigen. Den Steinmännchen und Markierungen aufwärts durch die Geröllhalde folgen. Teilweise gibt es eine deutliche Wegspur, die sich jedoch immer wieder verliert. Zunächst noch etwas quer zum Hang, aber immer aufwärts, dann leicht rechts halten und geradewegs hinauf. Steinmännchen und teils weiss-blau-weisse, teils weiss-rot-weisse Markierungen beachten. Irgendwann biegen die Markierungen etwas nach rechts ab, Steinmännchen beachten. Kurz steil hinauf zur Abzweigung zum Wildstein. Hier nun etwas flacher am Hang entlang. Über eine Kuppe, dahinter hinunter in eine Senke. Die Senke hinunterlaufen und nach einem Felsen links direkt wieder links hinauf. Markierungen und Steinmännchen beachten. Hinauf auf den Grat und etwas rechts in einem Bogen zum Gipfel des Wildstein (2615 m). Der Rückweg zur Gspaltenhornhütte SAC erfolgt auf gleicher oder ähnlicher Route. Wenn man den Einstieg in die Bachquerung kurz oberhalb der Hütte verpasst, kann man etwas weiter hinunter gehen, bis man auf den alten Weg trifft und auf diesem nach links zum Wegweiser unterhalb der Hütte laufen.
Abkürzmöglichkeiten
Sowohl die Bryndli-Nadla-Runde (knapp 300 Höhenmeter) als auch der Abstecher von der Gspaltenhorn-hütte SAC zum Wildstein (knapp 200 Höhenmeter) können weggelassen werden. Somit kann die Tour deutlich verkürzt werden.
Weitere Informationen
Schwierigkeit
Rotstockhütte – Sefina: T1 (einfacher Höhenweg)
Rundweg über Bryndli und Nadla: T2 (Bergwege, keine Schwierigkeiten), am Bryndli-Gipfel T3 (kurz weglos und etwas ausgesetzt im Gipfelabstecher)
Rotstockhütte – Sefinafurgga: T2 (guter Bergweg, am Ende sehr steil, aber nicht schwierig)
Sefinafurgga – Gspaltenhornhütte SAC: T3 (immer wieder kurze, ausgesetzte Stellen, kleine Leiter, teilweise sehr steil)
Gspaltenhornhütte – Wildstein: T3 (Schutt- und Geröllhalden, teilweise weglos)
Wegmarkierung
Sowohl der Bryndli-Nadla-Rundweg als auch der Übergang über die Sefinafurgga zur Gspaltenhornhütte SAC sind weiss-rot-weiss markiert. Der Gipfelabstecher zum Wildstein führt teilweise durch wegloses Gelände. Es gibt weiss-blau-weisse und weiss-rot-weisse Markierungen, allerdings nicht immer durchgängig. Zusätzlich hat es Steinmännchen.
Streckenlänge
15,3 km
Karten
Landeskarte der Schweiz 1:50000: 264T Jungfrau
Landeskarte der Schweiz 1:25000: 1248 Mürren
Einkehrmöglichkeiten
keine
Übernachtungsmöglichkeiten
keine