Etappe 3: Hüfihütte SAC - Camona da Cavardiras CAS

Die längste Etappe der Tour führt von der Hüfihütte SAC zur Camona da Cavardiras CAS. Zunächst muss man ein Stück wieder auf dem Hüttenweg absteigen. Dann folgt man dem alpinen Schafweg. Dieser führt zunächst über gesicherte Passagen steil hinauf, bevor man über ein Hochplateau zu zwei kleinen Bergseen wandert. Anschliessend steigt man ins Brunnital ab, wo man an der Hinterbalmhütte eine Pause einlegen kann. Danach folgt man dem langen, aber wunderschönen und abwechslungsreichen Weg durch das Tal. Zunächst wechseln sich kurze, steile Anstiege und von Bächen durchzogene, weite Hochebenen ab. Später wird das Gelände wieder alpiner, man steigt durch Geröllhalden und Blockfelder auf bis an den Rand des Brunnifirns. Zum Abschluss bietet sich ein Gipfelabstecher zum Gwasmet an, mit 2875m der höchste Punkt der Tour. Von dort geniesst man eine herrliche Aussicht auf Tödi, Piz Medel und Oberalpstock.

Routenverlauf

Hüfihütte SAC – Murenplanggen – Hinterbalm – Brunniboden – Brunnistafel – Brunnialp – Ochsenplanggen – Griess – Bündner Biel – Fuorcla da Cavardiras – Camona da Cavardiras CAS – Gwasmet – Camona da Cavardiras CAS

Höhenangaben

Ausgangspunkt:   Hüfihütte SAC 2335 m

Zielpunkt:               Camona da Cavardiras CAS 2649 m

Aufstieg:                  1293 m

Abstieg:                    0979 m

Höchster Punkt:   Gwasmet 2875 m

Tiefster Punkt:      Hinterbalmhütte 1817 m

Gehzeiten

Hüfihütte SAC – Hinterbalmhütte:                                   2 Std. 10 min           2 Std. 15 min
Hinterbalmhütte – Camona da Cavardiras CAS:      2 Std. 40 min           3 Std. 15 min
Gipfelabstecher Gwasmet:                                                    1 Std.                            1 Std. 10 min

Insgesamt:                                                                                        5 Std. 50 min           6 Std. 40 min

Wegbeschreibung

Schafweg zur Hinterbalmhütte
Von der Hüfihütte SAC (2335m) auf dem gleichen Weg vom Vortag zurück bis zur Abzweigung bei Pt. 1970m. Hier links auf den weiss-blau-weiss markierten Schafweg. Ein kurzes Stück auf dem Pfad fast eben bis an eine hohe Steilstufe. Es geht nun die Steilstufe hinauf. Hierbei wechseln sich Abschnitte auf guten Bergwegen mit kurzen Kletterstellen, teils mit Seilen oder Ketten, teils mit Eisentritten gesichert ab. Einmal quert man eine Rinne. Danach geht es weiter steil hinauf. Oben angekommen folgt man einem Höhenweg. Zunächst geht man rechts eines Hochplateaus, dann quert man nach links und geht unterhalb ein Felsen entlang. Weiter über die Murenplanggen auf dem Höhenweg zu einem kleinen See. Danach etwas rechts in einem kleinen Tal abwärts, bis man auf einen Querweg trifft. Hier kann man nach rechts gehen, um einen kurzen Abstecher zu einem kleinen See (Pt. 2004m) zu machen. Hierzu durch eine Senke, dann wieder leicht aufwärts und etwas nach links zum See. Von dort wieder zurück zum Querweg und auf diesem weiter, einen Bach queren. Dem Höhenweg weiter folgen. Bald etwas abwärts zu ein paar Hütten (Pt. 1925m). Zwischen den Häusern hindurch, danach wieder hinunter. Unterhalb eines Hügels links. Ein kleines Tal entlang, dann rechts im Zickzack hinunter zu den Häusern von Hinterbalm und rechts zur Hinterbalmhütte (1817m).

Aufstieg durchs Brunnital
An den Häusern vorbei zurück und nun weiter geradeaus dem Weg ins Brunnital folgen. Zunächst recht flach, etwas oberhalb des Talgrunds um eine weite Kurve des Tals. Im enger werdenden Tal weiter nach hinten. Zwischen Steinen und Felsen bergauf, immer auf gutem Weg. Über eine Brücke auf die andere Talseite wechseln (Pt. 1900m). Ein Stück den Hang hinauf, dann wieder am Hang entlang. Bald wieder zunehmend steiler hinauf. Unterhalb einer Felswand nach links hinüber zu Wasserfall. Direkt oberhalb des Wasserfalls durch ein schmales Tal in die weite Hochebene von Brunniboden. Auf schmalem Wiesenpfad über die Ebene. Am Ende wieder kurz etwas steiler hinauf über die Brunnistafel. Dann wieder recht flach und bald nach links zur Brücke der Brunnialp. Wieder auf die andere Talseite wechseln. Am Bach entlang über eine weitere Hochebene. Nach kurzer Zeit etwas links aufwärts, gleich darauf an einer Weggablung aber wieder rechts hinüber zum Bach, hier fehlt eine eindeutige Markierung. Kurz am Bach entlang, dann wieder nach links die Halde von Ochsenplanggen hinauf. Nun deutlich oberhalb des Tals den Wegspuren und weiss-rot-weissen Markierungen über Griess aufwärts folgen. Das Gelände wird zunehmend steiniger. Schliesslich in eine weitere Hochebene (in der Nähe von Pt. 2237m) hinein. Diese queren, auf die Markierungen achten. Bald wieder aufwärts und links halten. Nun steil durch die Schutthalde, aber immer noch auf ordentlichem Weg aufwärts. Anschliessend beim Bündner Biel eine steile Rinne hinauf, mit Seilen zum Festhalten gesichert. Oberhalb der Rine nach rechts und knapp unterhalb Pt. 2485m hindurch in die nächste Hochebene. Am linken Rand der Ebene durch die Blockfelder. Bald wieder etwas nach rechts und kurz darauf steil aufwärts. Man beachte die Markierungen. Es geht durch Blockfelder, ein Weg ist nicht immer zu erkennen. Etwas links des Wasserfalls aufwärts. Oberhalb des Brunnifirns links. Am Wegweiser rechts und gleich darauf wieder links, eine steile Schutthalde oberhalb des Gletschers queren. Die Stelle ist etwas ausgesetzt, auch hier gibt es ein Seil zum Festhalten. Bald wieder in weniger steilem Gelände durch die Steinwüste. Auf die Markierungen achten. Immer leicht aufwärts in die Fuorcla da Cavardiras (2624m). Hier trifft man auf einen guten Weg und folgt diesem bis zur Camona da Cavardiras (2649m).

Gipfelabstecher zum Gwasmet
Von der Hütte wenige Meter zurück Richtung Brunnifirn, dann aber gleich etwas rechts halten und oberhalb eines Tals in eine steile Halde. Auf einem Serpentinenpfad aufwärts. Bald etwas rechts in eine kleine Ebene. Hier den Steinmännchen folgen. Ein Stück am Berg entlang, dann in einer Geröllhalde aufwärts. Die Steinmännchen muss man hier etwas suchen, da sie im Geröll schlecht zu erkennen sind. Ein Stück geradewegs bergauf, dann rechts hinüber queren. Wieder auf Pfadspuren durch die Schutthalde. In felsigerem Gelände wieder aufwärts, den Steinmännchen folgen. Bald auf einen Grat. Auf diesem oder direkt daneben in engem und steilem Zickzack hinauf. Den Steinmännchen und Wegspuren folgen. Kurz unterhalb des Gipfels etwas nach links in den Hang queren und gleich darauf rechts hinauf zum Gipfel des Gwasmet (2874m). Rückweg zur Camona da Cavardiras CAS (2649m) auf gleicher Route. Die Route ist im Kartenausschnitt eingezeichnet.

Kartenausschnitt: ©swisstopo

Abkürzmöglichkeiten

Vom Firstboden oder auch schon etwas unterhalb kann man Richtung Tschinglen absteigen und kommt dann auf den normalen Hüttenweg zur Martinsmadhütte SAC. Dadurch erspart man sich insgesamt ca. 100 – 200 Höhenmeter und umgeht den alpinen Abschnitt. Ausserdem kann man von Elm Richtung Töniberg laufen und dann weiter nach Tschinglen aufsteigen oder mit der Seilbahn fahren und von dort zur Hütte aufsteigen. In beiden Fällen geht man aber ein gutes Stück auf dem gleichen Weg, wie am zweiten Tag der hier beschriebenen Tour.

Weitere Informationen

Schwierigkeit

Elm – Gschwänd: T1 (Feld- und Fahrwege, einfacher Bergweg)
Gschwänd – Firstboden: T3 (sehr steiler Bergweg, stellenweise ausgesetzt, kurze mit Ketten gesicherte Stellen)
Firstboden – Martinsmadhütte SAC: T4 (alpine Route, schmale Pfade in steilem Gelände, gesicherte Aufschwünge, Geröllhalden im Abstieg)

Wegmarkierung

Zunächst geht es über Feldwege, hier hat es gelbe Wegweiser. Der Aufstieg zum Firstboden ist weiss-rot-weiss markiert. Die Route über Gandstock und Mittagshoren zur Martinsmadhütte SAC ist weiss-blau-weiss markiert.

Streckenlänge

7,5 km

Karten

Landeskarte der Schweiz 1:50000: 247T Sardona
Landeskarte der Schweiz 1:25000: 1174 Elm

Einkehrmöglichkeiten

keine

Übernachtungsmöglichkeiten

keine

Bildergalerie