Etappe 1: Dürrboden - Chamanna digl Kesch CAS

Die erste Etappe beginnt ganz hinten im Dischmatal, einem Seitental von Davos, am Dürrboden. Von dort steigt man auf zum Scalettapass. Es folgt ein Höhenweg im Val Funtauna zur Chamanna digl Kesch. Die Tour führt hauptsächlich durch Wiesen und Almgelände. Wer möchte kann von der Hütte aus noch einen Abstecher in die hochalpine Landschaft unterhalb des Piz Kesch machen. Hier geht es dann über Gletscher und Geröll.

Routenverlauf

Dürrboden – Gletschboden – Unter Schönbüel – Scalettariser – Scalettapass/Cuolm S-chaletta – Platta Naira – Val dal Tschüvel – Chamanna digl Kesch CAS – Vadret da Porchabella – Chamanna digl Kesch CAS

Höhenangaben

Ausgangspunkt:  Dürrboden, 2007m

Zielpunkt:               Chamanna digl Kesch, 2630m

Aufstieg:                  1161m

Abstieg:                    0538m

Höchster Punkt:  Vadret da Porchabella, 2908m

Tiefster Punkt:     Dürrboden, 2007m

Gehzeiten

Dürrboden – Scalettapass:                               1 Std. 30 min    2 Std.
Scalettapass – Chamanna digl Kesch:        2 Std. 15 min    2 Std. 15 min
Gletscherrundweg:                                               1 Std. 25 min    1 Std. 55 min

Insgesamt:                                                                  5 Std. 10 min    6 Std. 10 min

Wegbeschreibung

Aufstieg vom Dürrboden zum Scalettapass
Die Tour startet in Dürrboden (2007m). Von der Bushaltestelle geht man einige Meter zurück und dann rechts zum Wegweiser. An diesem folgt man dem Weg über eine Brücke Richtung Scalettapass. Zunächst geht es nur leicht bergauf an einem Bach entlang über Gletschboden das Tal nach hinten zum Punkt Unter Schönbüel (2148m). Weiter geht es aufwärts über Almwiesen bis zum nächsten Wegweiser. Hier biegt man rechts ab, weiter Richtung Scalettapass. Der Weg zieht sich nun mal in Serpentinen, mal am Berghang entlang über Scalettariser hinauf. Die Landschaft wird zunehmend felsiger und schließlich erreicht man hinter einer Hütte die Passhöhe des Scalettapasses (2606m).

Vom Scalettapass zur Keschhütte
Von hier führt der Weg nun wieder abwärts, wobei er etwas rechts oberhalb des Talgrunds bleibt. An der nächsten Weggabelung (Pt. 2531m) geht man rechts. Der Weg führt nun nur noch leicht bergab. Bald mündet das vom Scalettapass kommende Tal ins Val Funtauna. Hoch über dem Funtaunabach folgt man nun einem Höhenweg dieses Tal entlang. Bald kommt bereits die Keschhütte in Sicht. Manchmal geht es kurz bergauf, meistens jedoch leicht bergab, bis zur Weggabelung am Pt. 2453m. Hier geht man leicht links über einen Bach und am nächsten Wegweiser (Pt. 2458m) ebenfalls etwas links. Der Weg führt nun über Platta Naira hinunter zum Talgrund des Val dal Tschüvel. Diesem Tal folgt man nun aufwärts. Bald verlässt der Weg wieder die Talsohle und steigt rechts hinauf zur Keschhütte (2630m).

Gletscherrundweg über den Porchabellagletscher
Da die erste Etappe recht kurz ist, kann man das Gepäck in der Hütte deponieren und am Nachmittag noch eine kleine Rundwanderung über den Porchabellagletscher machen. Hierzu folgt man dem weiß-blau-weiß markierten Weg Richtung Porta d’Es-cha. Vom Wegweiser an der Keschhütte geht man hinter einer Garage vorbei und dann zunächst etwas abwärts bis zu Pt. 2594m. Von hier führen die Wegspuren durch Geröll zunächst sehr gemächlich, dann etwas steiler aufwärts. Bald erreicht man eine kleine, von mehreren Bächen durchflossene Hochebene. Am deren Ende führen die Markierungen rechts noch ein Stückchen weiter, bis man an den Gletscherrand kommt. Ab hier gibt es keine Wegzeichen mehr. Man bliebt am linken Gletscherrand und geht entweder auf dem Eis oder auf den Steinen aufwärts. In einer Höhe von etwa 2900m wird der Gletscher dann steiler und die Felsen am Rand gehen in loses Geröll über. An dieser Stelle kehrt man um und geht nun über das Eis etwas abwärts. Mitten auf dem Gletscher befindet sich eine Felseninsel. Hat man deren Höhe erreicht (ca. 2850m), kann man den Gletscher, der hier sehr flach ist, bequem überqueren. (Achtung: Je nach Verhältnissen können Steigeisen nötig sein. Bei schneebedecktem Gletscher sind Spalten unter Umständen nicht sichtbar.) Die Felseninsel besteht aus zwei großen Felsblöcken, zwischen denen man auf Geröll abwärts hindurchgehen kann. Auf der anderen Seite erreicht man wieder den Gletscher, auf dem man parallel zum Felsen hinuntergeht. Etwas unterhalb des Felsens erreicht man einen Gletscherbach, den man überquert und dann an ihm entlang läuft, bis er eine leichte Linkskurve beschreibt. Hier verlässt man den Bach und geht geradeaus weiter weglos über Steine auf die Hütte zu. Man muss sich den Weg über Felsen und Geröll, mal etwas aufwärts, meist jedoch abwärts, suchen und behält dabei immer die Richtung bei, bis man wieder auf den weiß-blau-weiß markierten Weg stößt, dem man zurück zur Keschhütte folgt.

Abkürzmöglichkeiten

Zwischen Dürrboden und Scalettapass gibt es keine Abkürzmöglichkeit. Beim Gletscherrundweg hat man jederzeit die Möglichkeit, abzukürzen oder umzudrehen.

Weitere Informationen

Schwierigkeit

Dürrboden – Keschhütte: T2 (Bergwege, keine Schwierigkeiten)
Gletscherrundweg: T4 (wegloses Gelände und Gletscher)

Wegmarkierung

Vom Dürrboden bis zur Keschhütte ist der Weg weiß-rot-weiß markiert. Von dort bis an den Vadret da Porchabella gibt es weiß-blau-weiße Markierungen. Die Route über den Gletscher und der hier beschriebene Rückweg zur Hütte sind nicht markiert.

Streckenlänge

16,1 km

Karten

Landeskarte der Schweiz 1:50000: 258T Bergün / Bravuogn
Landeskarte der Schweiz 1:25000: 1217 Scalettapass, 1237 Albulapass

Einkehrmöglichkeiten

keine

Übernachtungsmöglichkeiten

keine

Bildergalerie