Etappe 2: Mannheimer Hütte DAV - Tilisunahütte ÖAV

Die zweite Etappe ist die längste der Tour und wechselt mehrmals zwischen Österreich und der Schweiz. Von der Mannheimer Hütte DAV überquert man nochmals den Brandner Gletscher, diesmal auf anderer Route und steigt auf zum Gipfel der Schesaplana, dem höchsten Punkt der Tour. Anschließend geht es durch unwegsames Blockgelände und Geröll abwärts. Danach folgt ein langer Höhenweg in den Almwiesen unterhalb der Drei Türme und der Sulzfluh. Zum Schluss überquert man nochmals einen Pass zur Tilisunahütte ÖAV.

Routenverlauf

Mannheimer Hütte DAV – Brandner Gletscher – Schesaplanasattel – Schesaplana – Gamsluggen – Gafalljoch / Cavelljoch – Carschinafurgga – Tilisunafürggli – Tilisunahütte ÖAV

Höhenangaben

Ausgangspunkt:  Mannheimer Hütte DAV, 2679m

Zielpunkt:               Tilisunahütte ÖAV, 2208m

Aufstieg:                  1241m

Abstieg:                    1712m

Höchster Punkt:  Schesaplana, 2964m

Tiefster Punkt:     unterhalb des Schweizertors, 1948m

Gehzeiten

Mannheimer Hütte – Schesaplana:        1 Std. 25 min
Schesaplana – Gamsluggen:                        1 Std. 15 min
Gamsluggen – Carschinafurgga:               3 Std. 30 min
Carschinafurgga – Tilisunahütte:             1 Std. 50 min

Insgesamt:                                                           8 Std.

Wegbeschreibung

Aufstieg von der Mannheimer Hütte zur Schesaplana
Von der Mannheimer Hütte DAV (2679m) folgt man dem direkt vor der Hütte beginnenden Weg durch steiniges Gelände abwärts Richtung Schesaplana. In einer Senke angekommen geht es weiter über Felsen bis zum Rand des Brandner Gletschers. Auch hier ist die Route über den Gletscher wieder mit Stangen markiert. Man geht an den Stangen entlang immer geradeaus auf einen großen roten Punkt zu, der auf einem Felsen am anderen Gletscherrand aufgemalt ist. Zunächst ist der Gletscher sehr flach, steigt dann aber immer steiler an. Das letzte Stück hilft ein Seil gegen das Abrutschen. Auch hier sollten die Bedinungen vor einer Begehung geprüft werden, da sich die Verältnisse am Gletscher ständig verändern. Bei der roten Markierung verlässt man den Gletscher und folgt weiß-blau-weißen Markierungen durch die Felsen aufwärts bis auf den Grat. Hier geht man nach links. Man folgt nun einem Pfad mal auf dem Grat, meist jedoch etwas links unterhalb des Grates bis zum Schesaplanasattel (2728m). Auf alten Karten ist oft noch ein direkter Weg von der Mannheimer Hütte zum Schesaplanasattel eingezeichnet, dieser kann jedoch nicht mehr begangen werden. Vom Sattel geht es weiter geradeaus aufwärts. Beim nächsten Wegweiser geht man steil aufwärts Richtung Schesaplana. Der Weg führt nun durch die Südflanke des Berges bis hinauf auf einen kleinen Grat. Von hier sind es nur noch wenige Meter bis zum Gipfel der Schesaplana (2964m).

Abstieg von der Schesaplana über Gamsluggen
Man geht zurück bis zu der Stelle, an der man auf den Grat hinauf gekommen ist und geht nun auf der anderen Seite steil hinunter. Der Weg ist gut markiert und viel begangen. Zunächst geht es steil geradeaus, danach im Zickzack hinab zum Pt. 2710m. Von hier geht es weiter abwärts durch Richtung Totalphütte. In einer Rinne gelangt man zum nächsten Wegweiser. Hier biegt man nach rechts ab Richtung Gamsluggen. Ein richtiger Weg ist hier oft kaum zu erkennen. Die Route führt meist über Felsblocks. Man muss gut auf die weiß-blau-weißen Markierungen achten, die teilweise recht weit auseinander liegen. Nach der Querung der Felslandschaft geht es ein kurzes Stück steil abwärts, bis man wieder auf einen Pfad stößt, dem man die letzten Meter wieder steil aufwärts folgt bis zum Pass Gamsluggen (2378m). Dort geht man zunächst ein kurzes Stück eben an einem Seil entlang, bevor man in steilem Zickzack in die Schweiz absteigt. Hin und wieder werden die Hände zum Vorwärtskommen benötigt. Unterhalb des Steilstückes geht man am Wegweiser geradeaus Richtung Carschinahütte und folgt dem Weg, der schon von weiter oben gut sichtbar gewesen ist durch die Almen. Man gelangt bald auf den Prättigauer Höhenweg (Pt.2099m).

Auf dem Prättigauer Höhenweg zur Carschinahütte
Auch hier geht man weiter geradeaus Richtung Carschinahütte. Die Markierung ist nun weiß-rot-weiß. Es geht nun zunächst leicht abwärts, dann wieder etwas hinauf zu einem kleinen Kamm (Pt. 2196m), von wo aus man an der Bergseite entlang zum Gafalljoch / Cavelljoch (2239m) geht. Man bleibt auf der Schweizer Seite, quert nochmals einen Steilhang, diesmal wieder in etwas steinigerem Gelände und erreicht bald wieder eine kleine Scharte. Von hier aus geht es nun ein ganzes Stück bergab. Unterhalb des Schweizertors überquert man einen Bach, danach geht es wieder hinauf, bis man am Pt. 2031m auf den vom Schweizertor kommenden Weg stößt. Diesem folgt man zu einem grasbewachsenen Grat (Pt.2142m). Von hier sieht man bereits die Carschinahütte. Dennoch dauert es noch etwa eine Stunde, bis man sie erreicht, da der Weg sich noch durch zwei große Tobel, Mittelganda und Grossganda, zieht. Große Steigungen gibt es hier nicht, der Pfad verläuft ziemlich eben.

Von der Carschinahütte zur Tilisunahütte
In der Carschinafurgga (2221m) angelangt, geht man rechts unterhalb der Carschinahütte SAC vorbei auf einem weiß-rot-weiß markierten Pfad leicht abwärts Richtung Tilisunahütte. Bald führt der Weg nach links in ein weites Tal hinein. An einer Kreuzung geht man nach rechts hinunter und an der nächsten Kreuzung (Pt. 2124m) wählt man den linken unteren Weg, immer Richtung Tilisunahütte. Der Weg führt nun einigermaßen eben in das enger werdende Tal hinein. Im Talschluss stößt man auf den vom Patnunsee heraufkommenden Weg und geht noch ein kurzes Stück weiter nach hinten bis zu einer weiteren Weggabelung (Pt. 2044m). Hier nimmt man den rechten Weg, der zunächst steiler aufwärts führt. Bald gelangt man auf eine Hochebene. Es geht wieder ein wenig hinunter, bleibt am Wegweiser auf dem unteren Weg und durchquert eine weite Mulde, bevor man den letzten Anstieg zum Tilisunafürggli (2226m) erklimmt. Dahinter geht es, nun wieder in Österreich, noch ein kurzes Stück bergab zur Tilisunahütte ÖAV (2208m).

Abkürzmöglichkeiten

Wenn man nicht auf den Gipfel der Schesaplana geht, ist die Tour geringfügig kürzer.

Weitere Informationen

Schwierigkeit

Mannheimer Hütte - Schesaplanasattel: T4 (Gletscher)
Schesaplanasattel - Gamsluggen: T3 (teilweise steil, Orientierung stellenweise schwierig)
Gamsluggen - Pt.2099m: T4 (steiler, teils mit Ketten gesicherter Abstieg)
Pt.2099m - Tilisunahütte: T2 (Bergweg, keine Schwierigkeiten)

Wegmarkierung

Bis zum Gletscher ist der Weg weiß-blau-weiß markiert. Über den Gletscher folgt man wieder Stangen. Danach gibt es bis zum Pt. 2099m nochmals weiß-blau-weiße Markierungen. Ab dort ist der Weg weiß-rot-weiß gekennzeichnet.

Streckenlänge

23,6 km

Karten

Landeskarte der Schweiz 1:50000: 238T Montafon
Landeskarte der Schweiz 1:25000: 1156 Schesaplana, 1157 Sulzfluh

Einkehrmöglichkeiten

Carschinahütte SAC

Übernachtungsmöglichkeiten

Carschinahütte SAC

Bildergalerie