Etappe 2: Chamonna Tuoi CAS - Heidelberger Hütte DAV

Am zweiten Tag folgt die anspruchsvollste Tour. Über zwei Pässe geht es von der Chamonna Tuoi CAS zur Heidelberger Hütte DAV. Zunächst geht man über die Furcletta ins Val Urschai. Der Übergang hat einige Blockfelder, ist aber markiert. Nach einer Wanderung durch das abgelegene Val Urschai folgt der nicht markierte und größtenteils weglose Aufstieg zur Fuorcla da Tasna durch unberührte Natur mit steilen Gras- und Geröllhalden, Wasserfällen, sowie einem Bergsee. Ein Gipfelabstecher zum Piz Laver, mit knapp 3000m der höchste Punkt der Tour bietet sich von der Passhöhe aus an. Der Abstieg durch das Val Fenga ist dann wieder einfacher. Zunächst ist er zwar noch weglos, bald erreicht man aber wieder einfache Bergwege.

Routenverlauf

Chamanna Tuoi CAS – Furcletta – Marangun d’Urezzas – Urezzas – Urschai – Marangun d’Urschai – Plan da Mattun – Lai da Fasch‘ Alba – Fuorcla da Tasna – Piz Laver – Fuorcla da Tasna – Foppa Trida – Heidelberger Hütte DAV

Höhenangaben

Ausgangspunkt:   Chamanna Tuoi CAS, 2250m

Zielpunkt:               Heidelberger Hütte DAV, 2264m

Aufstieg:                  1398m

Abstieg:                    1384m

Höchster Punkt:   Piz Laver, 2984m

Tiefster Punkt:      zwischen Urezzas und Urschai, 2096m

Gehzeiten

Chamanna Tuoi CAS - Furcletta:                                 1 Std.
Furcletta – Urezzas                                                                           55 min
Urezzas – Fuorcla da Tasna:                                            2 Std. 35 min
Abstecher Piz Laver:                                                                         35 min
Fuorcla da Tasna – Heidelbergerhütte DAV:        1 Std. 25 min

Insgesamt:                                                                                 6 Std. 30 min

Wegbeschreibung

Über die Furcletta nach Urezzas
Hinter der Chamanna Tuoi CAS (2250m) rechts auf markiertem Bergweg zunächst steil bergauf. Am Wegweiser bei Pt. 2358m links halten. Nicht mehr ganz so steil geradeaus auf Wegspuren aufwärts. Auf die Markierungen achten. An einem kleinen Seelein vorbei (Pt. 2539m). Weiter hinauf Richtung Piz Furcetta und unterhalb des Berges in die Passhöhe Furcletta (2735m) queren. Auf der anderen Seite des Passes zunächst steil abwärts. Den Markierungen und Wegspuren zunächst im Talgrund abwärts folgen. Nach ca. 200m Abstieg den Talgrund verlassen und nach links auf eine kleine Hochebene. Diese überqueren, dann ein Stück an der Bergflanke entlang in Richtung eines Seitentales. Immer gut auf die weiß-rot-weißen Markierungen achten, die Route macht einmal einen unerwarteten Knick. Zwischen den beiden Bächen der Täler steil absteigen. Zurück Richtung Bach, der von der Furcletta herunter kommt. Oberhalb des Baches zwischen Alpenrosen absteigen. Über eine Brücke zu den Ruinen der Almhütte Marangun d’Urschai (2273m). Weiter geradeaus auf schmalem Wiesenpfad zunächst eben etwas oberhalb des Baches. Bald wieder abwärts. Dem Weg folgen bis Urezzas (2111m).

Durch das Val Urschai und Aufstieg zur Fuorcla da Tasna
Beim Wegweiser an der Almhütte den Weg verlassen. In die Wiese zu einem erkennbaren weiß-rot-weißen Pfosten. Einen Weg gibt es nicht. Immer auf der gleichen Höhe durch die Wiese. Manchmal sind schwache Wegspuren erkennbar teilweise aber auch nicht. Weglos und ohne Markierungen weiterhin auf gleicher Höhe bleibend ins Val Urschai. Die Wegspuren werden wieder etwas deutlicher und es gibt einzelne Markierungen. Näher an den Urschai-Bach. Ein Stück am Bach entlang bis zu einer Brücke. Über die Brücke. Kurz auf breitem Weg aus dem Bachbett heraus, dann gleich links ein kurzes Stück quer über die Wiese zum Wegweiser Urschai (2106m). Links auf einen Feldweg. Diesem durch das Tal folgen bis zur Almhütte Marangun d’Urschai (2211m). Weiter geradeaus rechts des Baches weglos und ohne Markierungen über die Wiesen. Mehrere Bäche überqueren, die von rechts in das Tal fließen. Immer rechts im Talgrund parallel zum Bach durch das Val d’Urschai entlang. Bei einigen großen Findlingen rechts um die Felsblöcke herumgehen. Die Findlinge liegen nun zwischen dem Bach und der Route. Am Ende der Felsen wieder links halten bis zum Ufer des Baches. Ein kurzes Stück weiter am Bach entlang bis zu der Hochebene Plan da Mattun (2284m) im Talschluss. Den Bach überqueren. Über die Ebene, dann leicht ansteigend wieder etwas rechts auf den Bach zugehen. Parallel zum Bach in zunehmend felsigerem und steilerem Gelände aufsteigen. Bald sind rosa Markierungen vorhanden. Diesen folgen. Wenn die Markierungen aufhören, sollte man den Bach überqueren. Dies war aufgrund des vielen Wassers jedoch nicht möglich. Daher weiter links des Baches steil aufwärts. Sehr rutschiges, steiles Geröllfeld. Zunehmend steiler und schmaler. Schließlich direkt am Bach auf ein Plateau. Dort links, weiter am Bach entlang. Am Ende des Plateaus den Bach überqueren und rechts davon weglos eine Halde hinauf. Etwas links halten zum Lai da Fasch’ Alba (2647m). Den Bach erneut überqueren und am See entlang. Am Ende des Sees weiter geradeaus, dann bald rechts um einen kleinen Rücken herum. Wieder leicht rechts auf den Rücken aufsteigen und dann geradeaus das weite Tal nach hinten. Bald wird es sehr flach (Pt. 2735m). Nun geradeaus zunächst eben, dann etwas ansteigend in den breiten Pass der Fuorcla da Tasna (2808m).

Abstecher zum Piz Laver
Rechts auf der Passhöhe entlang bis zum Fuß des Piz Lavers. Durch felsiges Gelände weg- und markierungslos steil aufwärts, teilweise leichte Blockkletterei zum Gipfel (2984m). Auf gleicher Route zurück zur Fuorcla da Tasna (2808m).

Abstieg zur Heidelbergerhütte DAV
Von der Fuorcla da Tasna rosa Markierungen abwärts folgen. Auf einem kleinen Rücken entlang abwärts, dann gegenüber kurz bergauf auf einen weiteren Rücken. Hier links und dann abwärts. Nun immer ziemlich geradeaus, mehrere Bäche überqueren. Das Gelände ist weglos, die Route ist aber gut mit rosa Markierungen gekennzeichnet. Wenn man auf den Weg trifft, der vom Kronenjoch herunter kommt, diesem abwärts folgen. Weiß-blau-weiße und rosa Markierungen. Kurz vor dem Talgrund links zum Wegweiser Foppa Trida (2547m). Nun weiter auf weiß-rot-weiß markiertem Weg. Weiterhin auch rosa Markierungen. Links des Baches hinunter auf eine kleine Hochebene. Diese am linken Rand passieren, dann links leicht aufwärts auf deutlicher Wegspur. Wieder abwärts in das breite Tal. Im Tal durch teilweise sumpfiges Gelände. Wenn man die Wegspuren und Markierungen verliert, am linken Rand des Tals bleiben. Nochmals wenige Meter bergauf, dann hinunter zur Heidelbergerhütte DAV (2264m).

Abkürzmöglichkeiten

Der Abstecher zum Piz Laver kann weggelassen werden.

Weitere Informationen

Schwierigkeit

Chamanna Tuoi CAS – Urschai: T2, stellenweise T3 (Bergwege, Blockgelände, kurzes Stück weglos und ohne Markierungen, die Orientierung ist jedoch nicht schwer)
Urschai – Marangun d’Urschai: T1 (Feldweg)
Marangun d’Urschai – Plan da Mattun: T3 (Weglos, aber kein schwieriges Gelände, Orientierung einfach)
Plan da Mattun – Lai da Fasch’ Alba: T4 (Steil, steinig und rutschig. Weglos. – Im oberen Teil ist die Route auf der anderen Seite des Baches etwas einfacher, konnte aber nicht benutzt werden, da der Bach wegen des vielen Schmelzwassers nicht überquert werden konnte.)
Lai da Fasch’ Alba – Fuorcla da Tasna: T3 (Weglos, Orientierung kann bei schlechtem Wetter sehr schwierig werden, ansonsten kein schwieriges Gelände)
Fuorcla da Tasna – Piz Laver: T4 (Sehr steil, leichte Blockkletterei)
Fuorcla da Tasna – Heidelbergerhütte DAV: T2 (teilweise weglos, aber gut markiert)

Wegmarkierung

Die Route ist von der Chamanna Tuoi CAS bis Marangun d’Urschai weiß-rot-weiß markiert. Zwischen Urezzas und Urschai gibt es jedoch fast keine Markierungen in weglosem Gelände. Die Route von Marangun d’Urschai durch das Val Urschai ist nicht markiert. Im Aufstieg zum Lai da Fasch’ Alba gibt es teilweise rosa Markierungen, die sich jedoch wieder verlieren. Der Gipfelabstecher zum Piz Laver ist unmarkiert. Der Abstieg von der Fuorcla da Tasna zur Heidelbergerhütte ist mit rosa (Stand 2022: roten) Markierungen gekennzeichnet. Sobald man auf den Weg vom Kronenjoch trifft, gibt es zusätzlich weiß-blau-weiße Markierungen. Ab Foppa Trida sind neben den rosa auch weiß-rot-weiße Wegzeichen vorhanden.

Streckenlänge

18,1 km

Karten

Landeskarte der Schweiz 1:50000: 249T Tarasp
Landeskarte der Schweiz 1:25000: 1179 Samnaun, 1198 Silvretta, 1199 Scuol

Einkehrmöglichkeiten

keine

Übernachtunsmöglichkeiten

keine

Bildergalerie