Tagestour 11
Gratwanderung vom Fronalpstock zum Gufelstock
Die lange Gratwanderung vom Fronalpstock zum Gufelstock gehört zu den eindrucksvollsten Höhenrouten der Glarner Alpen. Von Filzbach führt die Tour über aussichtsreiche Bergpfade, schmale Grate und mehrere Gipfel bis tief hinein in die wilde Gebirgslandschaft oberhalb des Walensees. Höhepunkte der Wanderung sind der gesicherte Aufstieg auf den Fronalpstock, die aussichtsreiche Überschreitung von Schilt, Schwarzstöckli und Heustock sowie die einsamen Gratpassagen zum Gufelstock. Mit über 2200 Höhenmetern, langen Gehzeiten und teils anspruchsvollen Bergwegen richtet sich diese abwechslungsreiche Tour an sehr erfahrene und konditionsstarke Bergwanderer.
Hinweise zur Tour
- Bitte die allgemeinen Hinweise zu den Touren beachten.
- Die Angaben im Tourenbericht stammen von September 2012.
- Konditionell sehr anspruchsvolle Tour: sehr lang (SAW-Gehzeit über 11 Stunden) und Aufstieg > 2200 Höhenmeter
Routenverlauf
Filzbach - Talalp - Talalpsee - Hummel - Platten - Fronalppass - Fronalpstock - Fronalppass - Charen - Tristli - Schilt - Rotärd - Schwarzstöckli - Heustock - Chli Höch - Höch - Gufelstock - Bi den Seelenen - Äugsten - Bärenboden
Höhenangaben
Ausgangspunkt: Filzbach, Post (710m)
Zielpunkt: Bärenboden (1446m)
Gipfel: Fronalpstock (2124m), Schilt (2299m), Schwarzstöckli (2385m), Heustock (2384m), Gufelstock (2436m)
Höchster Punkt: Gufelstock (2436m)
Tiefster Punkt: Filzbach, Post (710m)
Gesamter Aufstieg: 2281m
Gesamter Abstieg: 1545m
Gehzeiten
Filzbach - Talalpsee: 45min
Talalpsee - Fronalppass: 1 Std. 30min
Fronalppass - Fronalpstock: 30min
Fronalpstock - Fronalppass: 25min
Fronalppass - Schilt: 50min
Schilt - Gufelstock: 1 Std. 35min
Gufelstock - Bärenboden: 1 Std. 25min
Insgesamt: 7 Std. (11½ Std.)
Wegbeschreibung
Von der Bushaltestelle Filzbach, Sportzentrum (710m) geht man auf einem kleinen Sträßchen zur Talstation der Habergschwänd-Sesselbahn. Man geht unter der Bahn hindurch, ein kruzes Stück auf der Straße entlang und dann nach rechts auf einen kleinen Pfad. Dieser führt bald an einem Gartenzaun entlang. An dessen Ende geht man geradeaus weiter über die Wiese, bis man wieder auf die Straße trifft. Man überquert diese und geht im Wald links und gleich darauf an einem Haus wieder rechts aus dem Wald heraus. Vor einem kleinen Wäldchen geht es wieder etwas links hinauf zum Pt. 844m, wo man wiederum die Straße überquert. Bald erreicht man einen Wegweiser, an dem man sich links hält Richtung Talap. Die Wegmarkierungen sind etwas dürftig, die Route ist aber anhand der Durchgänge in den Weidezäunen leicht zu finden. Die Straße wird noch mehrmals überquert. Schließlich gelangt man in einen etwas dichteren Wald und kommt bald unterhalb eines Steilhangs wieder auf einen asphaltierten Weg. Diesem folgt man links leicht aufwärts zur Talalp (1128m). Man geht an der ersten Almhütte vorbei und kommt kurz darauf bei einer weiteren Hütte zu einer Weggabelung. Hier geht es geradeaus einen Feldweg hinunter. Diese führt links etwas oberhalb am Talalpsee (1086m) entlang und weiter im Tal nach hinten. Im Talschluss an der Talstation einer Materialseilbahn geht er in einen Bergweg über. In leichtem Zickzack geht es in lichtem Wald aufwärts. Die Wegmarkierungen führen teilweise über eine alte Route, beide Wege kommen jedoch wieder zusammen. Bald verläuft der Weg dann parallel zum Hang aufwärts, bis man die Trasse der Materialseilbahn erreicht, unter der man steil bis zur Bergstation aufsteigt. Hier geht man geradeaus wenige Meter abwärts und dann am felsigen Berghang entlang. Unten rechts ist bald der Spanneggsee zu sehen. Man bleibt immer leicht ansteigend am Hang entlang bis zur Almhütte Hummel (1560m). Von hier geht es eben geradeaus weiter. Bald führt der weg etwas nach rechts und steigt wieder an zur Hütte Plattengaden (1665m). Direkt hinter der Hütte geht man links, auf der rechten Seite des Baches entlang. Leider fehlt hier die Wegmarkierung. Man bleibt immer rechts vom Bach, bis wieder eine Pfadspur sichtbar wird. Dieser folgt man aufwärts, in einer Kehre verlässt man den Bachlauf und gelangt kurz darauf zu einem kleinen Hochmoor. Hier geht man geradeaus hindurch, danach etwas rechts hinauf zum Fronalppass (1852m). Man folgt dem weiß-blau-weißen Wegweiser hinauf auf einen kleinen Grat. Auf diesem führt der Weg ein Stück entlang, bevor er links unterhalb des Fronalpstocks dessen Flanke quert. So gelangt man direkt zum Einstieg in einen Felsenkamin. In diesem klettert man hinauf. Die Route ist mit Ketten gesichert. Oben angekommen folgt man den Wegspuren und weiß-blau-weiße Markierungen zum Gipfel des Fronalpstocks (2124m). Auf derselben Route geht es zurück zum Fronalppass. Hier wählt man nun den links des Färistocks aufwärts verlaufenden Weg. An einer Weggabelung (Pt. 1861m) hält man sich rechts stetig ansteigend. Am Wegweiser beim Pt. 1998m geht man weiter geradeaus und erreicht kurz darauf den Wegweiser Charen (2062m). Hier biegt man rechts ab und folgt den weiß-rot-weißen Markierungen durch zunehmend felsigeres Gelände unterhalb des Siwellen entlang hinauf. Bei Pt 2241m erreicht man einen breiten Grat. Auf diesem geht man nach rechts und an der nächsten Weggabelung wieder nach rechts unterhalb des Schilt entlang zum etwas dahinter gelegenen Seitengipfel Tristli (2286m). Von hier geht es ein kurzes Stück abwärts zurück, dann wieder wenige Meter hianuf zum eigentlichen Gipfel des Schilt (2299m). Von dort geht man auf dem Grat entlang zurück zum Pt. 2241m und dort weiter geradeaus. Beim nächsten Wegweiser (Pt. 2244m) geht man nach rechts und gelangt kurz darauf zum Pass Rotärd (2216m). Hier geht es geradeaus steil aufwärts Richtung Schwazstöckli. Hat man die Höhe erreicht folgt man dem Grat, der nach links steil und nach rechts sanft abfällt. Kurz vor Pt. 2348m verlässt die Route den Grat und führt bald nach links hinunter zum Pt. 2307m. Ab hier geht es wieder hinauf, nun wieder auf dem Grat, am nächsten Wegweiser nach rechts zum Gipfel des Schwarzstöckli (2385m). Auf der anderen Seite geht man wieder bergab. Bald führt der markierte Weg nach rechts abwärts. Hier verlässt man die Markierungen und steigt auf Pfadspuren geradeaus auf zum Heustock (2384m). Oben angekommen hält man sich leicht nach links und bleibt immer auf dem Grat in leichtem Auf und Ab über den Chli Höch (2400m) und den Höch (2426m). Hinter dem Höch führt der Pfad etwas rechts vom Grat hinunter. Man geht durch eine steile Grasflanke unter einem Felsaufbau hindurch und steigt danach wieder hoch zum Grat, dem man weiter folgt, bis zum Gufelstock (2436m). Hier geht es rechts hinunter in eine Lücke hinein. Dort biegt man links ab und folgt dem markierten Weg abwärts. Zunächst geht es unterhalb des Gufelstocks entlang, dann bald wieder nach links hinunter, vorbei an mehreren kleinen Seen. Der Weg ist nicht immer erkennbar, es sind jedoch immer wieder Stangen zur Markierung angebracht. Deren Abstand ist teilweise jedoch rechts groß. Man sollte hier aufpassen, dass man die Route nicht verliert. Unterhalb der Seen folgt man den weiß-rot-weißen Markierungen, die nun wieder auf gut sichtbaren Pfaden zunächst noch etwas abwärts, dann recht eben am Berg entlangführen. Nach der Landeskarte müsste die markierte Route zur Alp Fessis führen und von dort wieder etwas aufwärts zu einem Kamm. Dies ist jedoch falsch. Der Weg führt direkt zum Kamm (Pt. 1969m). Kurz nach dem Kamm geht man geradeaus weiter steil abwärts und gelangt bald zu einer kleinen Almhütte (Pt. 1819m). Danach führt der Weg in Serpentinen über eine steile Halde abwärts. Bald geht es rechts in den Wald hinein. Man geht immer geradeaus vorbei am Berggasthaus Äugsten hinab zum Bärenboden (1446m). Von hier geht es mit der Seilbahn ins Tal (CHF 14,--).
Abkürzmöglichkeiten
Bei dieser Wanderung gibt es zahlreiche Abkürzmöglichkeiten. Man kann den Abstecher zum Gipfel des Fonalppstocks weglassen. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, von Chaen direkt zum Rotärd zu laufen und somit den Schilt zu umgehen. Vom Rotärd gibt es einen direkten Abstieg zum Bärenboden. Wer den letzten Gratabschnitt weglassen möchte, kann nach dem Schwarzstöckli auf dem markierten Weg bleiben und stößt bei Pt. 1969 wieder auf die beschriebene Route
Übersichtskarte
Kartenausschnitt: ©swisstopo
Weitere Informationen
Schwierigkeit
Filzbach - Fronalppass, Fronalppass - Schwarzstöckli und Gufelstock - Bärenboden T2; Abstecher zum Fronalpstock T4; Schwarzstöckli - Gufelstock T3
Wegmarkierung
Der Weg ist größtenteils weiß-rot-weiße markiert. An einigen Stellen fehlen jedoch Markierungen oder sind stark verblasst. Der Abstecher zum Fronalpstock ist weiß-blau-weiß markiert. Vom Schwarzstöckli zum Gufelstock ist die Route nicht markiert.
Streckenlänge
24,0 km
Karten
Landeskarte der Schweiz 1:50000, Blatt 237 Walenstadt
Landeskarte der Schweiz 1:25000, Blatt 1134 Walensee, Blatt 1154 Spitzmeilen
Einkehrmöglichkeiten
Talap, Äugsten
Anreise mit öV
Startpunkt: Haltestelle Filzbach, Sportzentrum, Bus Ziegelbrücke - Mühlehorn
Zielpunkt: Bergstation Bärenbden, Seilbahn nach Ennenda, von der Talstations wenige Gehminuten zum Bahnhof, S-Bahn Richtung Linthal, Ziegelbrücke und Zürich