Tagestour 13
Von Kandersteg über den Löschepass ins Lötschental mit Abstecher zum Hockenhorn
Die anspruchsvolle Alpenüberquerung von Kandersteg über den Lötschepass ins Lötschental gehört zu den eindrucksvollsten Bergwanderungen der Schweizer Alpen. Durch das einsame Gasteretal führt die Route hinauf zum historischen Lötschepass und weiter auf das aussichtsreiche Hockenhorn, das fantastische Blicke auf die Walliser Viertausender eröffnet. Hochalpine Landschaften, Gletscherreste, einsame Bergpfade und urige Alpen sorgen auf der langen Tour für ein abwechslungsreiches Naturerlebnis. Mit über 32 Kilometern Strecke, mehr als 2200 Höhenmetern im Aufstieg und alpinen Wegabschnitten richtet sich diese Wanderung an sehr erfahrene und konditionsstarke Bergwanderer.
Hinweise zur Tour
- Bitte die allgemeinen Hinweise zu den Touren beachten.
- Die Angaben im Tourenbericht stammen von August 2013.
- Konditionell sehr anspruchsvolle Tour: sehr lang (SAW-Gehzeit von über 13 Stunden) und Aufstieg > 2200 Höhenmeter
Routenverlauf
Kandersteg - Eggeschwand - Waldhaus - Gasteretal - Bletscheweidli - Gfelalp - Lötschepass - Hockenhorn - Lötschepass - Kummenalp - Restialp - Faldumalp - Goppenstein
Höhenangaben
Ausgangspunkt: Kandersteg, Bahnhof (1176m)
Zielpunkt: Goppenstein, Bahnhof (1216m)
Gipfel: Hockenhorn (2393m)
Höchster Punkt: Hockenhorn (2393m)
Tiefster Punkt: Kandersteg, Ortsmitte (1174m)
Gesamter Aufstieg: 2323m
Gesamter Abstieg: 2283m
Gehzeiten
Kandersteg - Eggeschwand: 25min
Eggeschwand - Waldhaus: 30min
Waldhaus - Bletscheweidli: 50min
Bletscheweidli - Lötschepass: 2 Std. 15min
Lötschepass - Hockenhorn: 1 Std. 20min
Hockenhorn - Lötschepass: 55min
Lötschepass - Kummenalp: 45min
Kummenalp - Faldumalp: 1 Std.
Faldumalp - Goppenstein: 1 Std.
Insgesamt: 9 Std. (13¾ Std.)
Wegbeschreibung
Vom Bahnhof Kandersteg (1176m) geht man auf der Straße in die Ortsmitte. Dort geht man nach rechts an der Hauptstraße entlang. Dieser folgt man bis zur Talstation der Luftseilbahn Sunnbühl im Ortsteil Eggeschwand (1194m). Man überquert dort den Parkplatz und geht rechts an der Station vorbei und direkt danach unter der Seilbahn hindurch. Nach einer Brücke verlässt man den breiten Weg und folgt einem kleinen Pfad. Nach wenigen Metern biegt man links ab, rechts ist ein Privatgrundstück. Der Weg führt nun durch eine kleine Schlucht recht steil aufwärts, bis man wieder auf den breiten Fahrweg trifft. Auf diesem geht man nach links und verlässt ihn kurz darauf vor einem Tunnel wieder. Über einen Bergweg geht es kurz abwärts zu einer Brücke. Nach dieser geht man rechts am Bach entlang, bis man wieder auf den Fahrtweg trifft, dem man ein kurzes Stück folgt, bis wiederum rechts eine Fußgängerbrücke kommt. Über diese geht man auf die andere Talseite und folgt dort dem Bach aufwärts. Bald öffnet sich das Tal. Man wechselt wiederum die Bachseite und geht nach der Brücke rechts in den Wald hinein. Auf gutem Weg geht es weiter zum Waldhaus (1358m). Dort biegt man am ersten Wegweiser rechts ab und kurz darauf am nächsten Wegweiser links. Man folgt nun dem breiten Weg durch das weite Gasteretal. Nach dem Abzweig des Bergpfads zur Balmhornhütte (Pt. 1367m) folgt man dem Weg noch ein Stück weiter und geht dann an der nächsten Gabelung links. Bald wir der Weg schmaler und führt über eine Brücke in den Wald hinein. Nach der nächsten Brücke geht man rechts an der Kander entlang. An der nächsten Weggabelung steht kein Hinweisschild, dort wählt man den rechten Abzweig weiter am Kanderufer entlang, bis man wieder auf einen breiteren Weg stößt. Auf diesem geht man nach rechts über eine Brücke (Pt. 1395m) und danach links auf einer Schotterpiste durch den Wald. Nach der nächsten Brücke (Pt. 1429m) geht man geradeaus auf einem kleinen Weg durch den Wald, bis man auf die Fahrtstraße stößt. Dieser folgt man nun aufwärts bis zum Wegweiser Pletschenweidli (1540m). Dort geht man rechts abwärts. Nachdem man ein Stück dem Bachlauf gefolgt ist, geht es rechts über eine Brücke und bald darauf wieder rechts zu einer Almhütte (Pt. 1535m). Danach geht man links und folgt dem Weg bis zum nächsten Wegweiser. Ab hier steigt man auf schmalem Bergpfad in engem Zickzack steil auf zur Gfelalp (1847m). Man geht an der Hütte vorbei und folgt weiter dem Zickzackpfad. Auf einer Höhe von etwa 2000m folgt man den Markierungen nach links in eine Hochebene hinein. Dort hält man sich am rechten Rand und geht über die Wiese leicht aufwärts. Bald führt der Weg wieder nach rechts aufwärts. Zunächst geht es über Wiesen, dann wird das Gelände zunehmend felsiger. Der Weg wird wieder steiler und führt wiederum in engem Zickzack hinauf auf eine Moräne (Balme, Pt. 2403m). Von dort geht es ein paar Meter abwärts auf den Balmegletscher. Der Gletscher ist kaum als solcher zu erkennen, da er mit Schutt und Geröll überzogen ist. Die Route über den Gletscher ist mit Holzstangen markiert, die man teilweise nur schwer erkennt. Nach der Überquerung des Gletschers geht es wieder auf eine Moräne hinauf, auf der man dann weiter aufwärts geht. Man folgt den weiß-rot-weißen Markierungen durch die Felsen, zwischenzeitlich kurz recht steil dann wieder flacher auf den Lötschepass (2690m). Nach der Lötschepasshütte geht man nach links. Man geht nun weglos immer geradeaus. Teilweise gibt es Wegspuren oder Steinmännchen. Bald erreicht man einen breiten Höhenrücken. Auf diesem geht man nun weiter aufwärts. Hier sind wieder deutliche Wegspuren zu erkennen. Die Route ist auch gut mit Steinmännchen markiert. Auf der Landeskarte sind Wegspuren über das Firnfeld unterhalb des Kleinhockenhorns eingezeichnet. Man geht jedoch links unterhalb dieses Firnfeldes vorbei. Diese Route ist auch mit Steinmännchen markiert. Unterhalb des Firns geht es kurz steil abwärts und dann wieder hinauf zum kleinen Gletscher unterhalb des Hockenhorns. Auch an diesem läuft man links entlang. Am Ende des Gletschers geht man rechts über Blocks und Geröll aufwärts. Ein Weg ist nicht mehr vorhanden, allerdings kann man hier auch nicht mehr falsch gehen. Man geht über Blocks und Geröll steil aufwärts bis zum Gipfel des Hockenhorns (2392m). Der Abstieg zum Lötschepass erfolgt über die gleiche Route. Am Lötschepass geht man links hinunter zu einer kleinen Seenplatte. Man geht zwischen dem ersten und zweiten See hindurch und folgt dann dem Pfad rechts abwärts. Bald geht es steil im Zickzack hinunter. Nach zweimaliger Querung eines Bächleins wird der Weg flacher, führt an einer Bergflanke entlang und geht dann über Almwiesen weiter hinunter bis zur Kummenalp (2086m). Hier geht man nach rechts auf einem breiten Weg weiter. An der nächsten Weggabelung (Pt. 2020m) nimmt man den rechten Abzweig und geht ebenfalls auf breitem Weg wieder aufwärts zur Restialp (2098m). Beim Gasthaus wählt man einen gelb markierten, ebenen Weg Richtung Faldumalp. Zunächste geht es eben, dann leicht abwärts in breites Tal hinein und auf der anderen Seite wieder heraus. In leichtem Auf und Ab geht es durch bewaldetes Gelände. Unterhalb der Faldunalp kommt man aus dem Wald heraus und geht geradeaus über eine Brücke und dann aufwärts zur Kapelle der Faldumalp (2035m). Hier biegt man links ab und folgt dem breiten Weg. Dieser macht sogleich eine Kehre. Nach der nächsten Kehre geht man bis zu einem schmalen Waldstreifen. An dessen Ende führt ein schmaler Pfad steil abwärts. Diesem folgt man hinunter bis Goppenstein. An Kreuzungen achtet man auf die weiß-rot-weißen Markierungen. Nach langem Abstieg erreicht man den Talgrund und geht über kleine Sträßchen zum Bahnhof Goppenstein (1216m). Von hier kann man mit dem Zug zurück nach Kandersteg fahren.
Abkürzmöglichkeiten
Bis Eggeschwand kann man mit dem Bus fahren, außerdem gibt es einen Taxibetrieb ins Gasteretal. Der Gipfel des Hockenhorns kann weggelassen werden. Von der Kummenalp kann man nach Ferden absteigen und von dort nach Goppenstein mit dem Bus fahren.
Übersichtskarte
Kartenausschnitt: ©swisstopo
Weitere Informationen
Schwierigkeit
Kandersteg - Eggeschwand T1; Eggeschwand - Waldhaus T2; Waldhaus - Bletscheweidli T1; Bletscheweidli - Lötschepass T2, im oberen Teil T3; Abstecher zum Hockenhorn T3; Lötschepass - Kummenalp T2; Kummenalp - Restialp T1; Restialp - Goppenstein T2
Wegmarkierung
Die Straße von Kandersteg nach Eggeschwand ist nicht SAW-markiert. Von Eggeschwand bis Bletscheweidli ist die Route gelb markiert, ebenso von der Kummenalp bis zur Faldumalp, auch wenn einige Stellen eindeutig Bergwege sind. Vom Lötschepass zum Hockenhorn gibt es außer Steinmännchen keine Markierungen. Der Rest der Tour ist weiß-rot-weiß markiert, mit Ausnahme der kurzen Gletscherpassage im Aufstieg zum Lötschepass. Hier ist dir Route mit Holzstangen markiert.
Streckenlänge
32,7 km
Karten
Landeskarte der Schweiz 1:50000, Blatt 263 Wildstrubel, Blatt 264 Jungfrau
Landeskarte der Schweiz 1:25000, Blatt 1247 Adelboden, Blatt 1267 Gemmi, Blatt 1268 Lötschental
Einkehrmöglichkeiten
Eggeschwand, Waldhaus, Gfelalp, Lötschepasshütte, Kummenalp, Restialp
Anreise mit öV
Startpunkt: Bahnhof Kandersteg, Regioexpress Bern - Brig
Zielpunkt: Bahnhof Goppenstein, Regioexpress Bern - Brig