Tagestour 14
Vom Berner Oberland über das Schwarzhorn ins Wallis
Die abwechslungsreiche Alpenwanderung vom Berner Oberland ins Wallis verbindet hochalpine Landschaften, einsame Täler und spektakuläre Aussichten zu einer eindrucksvollen Tagestour. Von Sunnbüel führt die Route vorbei am malerischen Daubensee und der Lämmerenhütte SAC hinauf auf das Schwarzhorn, einen aussichtsreichen Dreitausender oberhalb des Lämmerengletschers. Der lange Abstieg ins Rhônetal begeistert mit wilden Berglandschaften, historischen Suonenwegen und urigen Almen bis nach Crans-Montana. Mit fast 32 Kilometern Länge, alpinen Passagen und über 3000 Metern Höhe ist diese Tour eine konditionell und technisch anspruchsvolle Wanderung in der Schweizer Alpen.
Hinweise zur Tour
- Bitte die allgemeinen Hinweise zu den Touren beachten.
- Die Angaben im Tourenbericht stammen von September 2013.
- Konditionall anspruchsvolle Wanderung (SAW-Gehzeit 11 Stunden)
Routenverlauf
Sunnbüel – Spittelmatte – Schwarenbach – Daubensee – Lämmerenboden – Lämmernensee – Lämernenhütte SAC – Schwarzhorn – Rothornlücke/Col du Schwazhorn – Les Outannes – Tièche – Cave du Sex – Cave de Colombire – Courtavey – Les Marolires – Montana
Höhenangaben
Ausgangspunkt: Bergstation Sunnbüel (1934m)
Zielpunkt: Montana, Gare (1471m)
Gipfel: Schwarzhorn (3105m)
Höchster Punkt: Schwarzhorn (3105m)
Tiefster Punkt: bei Montana (1454m)
Gesamter Aufstieg: 1392m
Gesamter Abstieg: 1855m
Gehzeiten
Sunnbüel – Daubensee: 1 Std. 5min
Daubensee – Lämmerensee: 1 Std. 15min
Lämmerensee – Lämmerenhütte: 30min
Lämmerenhütte – Schwarzhorn: 1 Std. 40min
Schwarzhorn – Tièche: 2 Std.
Tièche – Monatana: 1 Std. 40min
Insgesamt: 8¼ Std. (11 Std.)
Wegbeschreibung
Von Kandersteg fährt man mit dem Ortsbus und der Luftseilbahn nach Sunnbüel. Von der Bergstation Sunnbüel (1934m) geht man zunächst auf einem breiten Spazierweg Richtung Schwarenbach. Es geht an ein Stück durch den Wald und dann bergab auf eine Hochebene. Man bleibt immer auf dem Weg, quert einen Skilift und gelangt bald zum Wegweiser Spittelmatte (1872m). Dort geht man nach rechts über eine Brücke weiterhin auf breitem Weg. Man folgt immer dem klar erkennbaren Hauptweg zunächst eben, dann bergauf zum Berghotel Schwarenbach (2060m). Der Weg führt direkt über die Terrasse des Gasthauses und wird danach schmaler. Am nächsten Wegweiser macht er eine Linkskurve und führt zunächst am Berghang entlang, dann wieder aufwärts zum Daubensee (2207m). Wenige Meter vor dem See biegt man nach rechts auf einen kleinen Pfad ab. Leider ist hier kein Wegweiser. Man folgt nun den Pfadspuren immer oberhalb des Sees entlang. Der Weg ist teils weiß-rot-weiß, teils gelb markiert. An Weggabelungen folgt man der gelben 7. Man geht um das Nordende des Sees herum und läuft dann am Westufer entlang. Bald kommt man direkt ans Wasser. Auch hier bleibt man an den Weggabelungen immer direkt am See und folgt weiterhin der gelben 7. Am Ende des Sees geht man nach rechts. Auf einem Stein steht Lämmeren angeschrieben. Man hält sich immer rechts des Baches, bis man auf einen etwas breiteren Weg stößt. Auf diesem geht man ein kurzes Stück steil bergauf. Danach wird er gleich wieder schmaler und flacher und man gelangt zum Lämmerenboden. Auf dieser, von vielen Bächen durchzogenen Ebene geht man nun immer am rechten Rand entlang, mal direkt auf der Ebene, mal auf einem Pfad ein paar Meter oberhalb. Am Ende der Ebene geht man zwischen zwei Hütten hindurch auf einem Pfad weiter Richtung Lämmerensee. Gleich hinter den Hütten geht es etwas rechts und wieder hinunter auf eine weitere Ebene. Dort bleibt man direkt rechts des Baches und folgt dann nach einer Biegung wieder Pfadspuren zum Lämmerensee (2296m). Man überquert den Seeablauf auf einer Betonbrücke und geht danach schräg links, wiederum eine Ebene überquerend. Am deren Ende (Pt. 2315m) beginnt nun der Aufstieg zur Lämmerenhütte. Hier ist auch endlich mal wieder ein Wegweiser. Zunächst geht es im Zickzack steil aufwärts, bald gelangt man in ein kleines Tal in dem man parallel zu einem Bach aufsteigt. Die Route ist mit Ketten gesichert, ist jedoch nicht schwierig, sondern ähnelt eher einer Steintreppe. Oben angekommen geht man nach links und erreicht gleich darauf die Lämmerenhütte SAC (2501m). Man geht an der Hütte vorbei und in ein Steinmännchenfeld hinein. Nach einigen Metern ist auf einem Stein das Ziel Violettes angegeben. Man folgt dem Pfad ein Stück weiter und bald gibt es wieder weiß-rot-weiße Markierungen. Zunächst geht es bergab in eine von Bächen durchzogene Hochebene hinein. An deren unteren Ende wird der Bach über eine Brücke überquert. Danach beginnt der Weg in Serpentinen anzusteigen. Man achte hier auf die Markierungen und Steinmännchen. Bald quert man den Berghang in westlicher Richtung. Danach kommt man in noch steileres und auch felsigeres Gelände. Teilweise ist die Route mit Ketten oder Seilen gesichert. Im Zickzack geht es aufwärts, bis man vor einer senkrechten Felswand steht. Hier geht man nach links und erreicht bald Leitern, über die man zu einem schmalen Felssims aufsteigt. Auf diesem geht man entlang. Es gibt am Felsen ein Seil zum Festhalten. Bald erreicht man wieder freieres Gelände und steigt auf einem breiten Rücken parallel zum Lämmerengletscher auf. Das letzte Stück zum Gipfel des Schwarzhorns (3105m). geht man über Schutt und Geröll oberhalb des Gletschers. Der Abstieg erfolgt bis zu einem Vorgipfel auf gleicher Route. Danach kann man links in die Rothornlücke gehen. Deren Wegweiser (3005m) ist von weitem gut zu erkennen. Dort angekommen wendet man sich nach links und folgt entweder den weiß-rot-weißen Markierungen und man geht weglos auf den kleinen See zu. Oberhalb des Sees wendet man sich nach rechts und trifft dann wieder auf den nun klar erkennbaren Weg. Dieser zieht sich bald links oberhalb des Talgrundes entlang. Zwischendurch geht es mal wenige Meter wieder bergauf. Auf einem kleinen Rücken geht man dann wieder abwärts. Am Ende des Rückens geht es steil rechts hinunter zum Bach und an diesem entlang weiter. Bald wird das Tal flacher. Man bleibt immer links des Baches und geht zwischen großen Findlingen hin und her. Eindeutige Wegspuren gibt es nicht. Man beachte die zahlreichen weiß-rot-weißen Wegmarkierungen. Schließlich gelangt man auf die Almwiesen von Les Outannes. Dort folgt man dem Pfad durch die Wiesen. Nach der Überquerung des Baches geht es wieder leicht bergauf in steinigeres Gelände. Man kommt an eine Wegkreuzung und geht links leicht abwärts, eine Schutthalte querend. Am Ende der Halde macht der Weg eine scharfe Linkskurve und führt in ein kleines Tal hinein. Unterhalb eines Wasserfalls, der von links in das Tal hinein braust, geht man am Wegweiser rechts. Zunächst geht es recht flach, dann ein kurzes Stück sehr steil bergab, bevor man wieder nur leicht absteigend eine weitläufige Wiese überquert. Der Weg verliert sich, auch die Markierungen hören auf. Man geht immer geradeaus weiter, bis man auf einen breiten Feldweg trifft. Auf diesem geht man bergab, bis man an einen Bach kommt. Der Weg führt in den Bach hinein, man bleibt jedoch rechts davon auf einem Pfad. Nach wenigen Metern erreicht man eine Brücke. Auf der anderen Bachseite befindet sich der Wegweiser Tièche. Man bleibt jedoch links des Baches und überquert ihn erst bei der nächsten Brücke. Man geht ein paar Stufen abwärts und folgt dann der Bisse de Tsittoret, einem künstlichen Bach. Der Routenverlauf ist nun sehr einfach. Man geht immer leicht bergab an der Bisse entlang, vorbei an der Cave du Sex (1878m) und der Cave de Colombire (1850m). Bald geht es etwas steiler hinunter und man trifft beim Wegweiser Coutavey auf eine Straße. Hier überquert man den Bach und geht auf einem Waldweg ein Stück bergauf. Man folgt dem Waldweg um eine Kurve, geht noch ein Stück bergauf und sobald man aus dem Wald herauskommt, führt links wieder ein kleiner Pfad an einem Haus vorbei. Diesem Pfad folgt man, bis man wieder auf einen breiteren Weg trifft. Dort geht man nach rechts und gleich darauf wieder rechts auf einen kleinen Weg in den Wald hinein. Im Wald hält man sich wieder rechts, nach wenigen Metern aufwärts erreicht man die Mittelstation Les Marolires (1649m). Man geht unter der Gondelbahn hindurch und direkt danach links auf breitem Weg abwärts. Kurz darauf geht wieder links ein Weg in den Wald hinein. Auf diesem geht man, bis er auf eine Skipiste trifft. Kurz davor geht es in einen kleinen Pfad durch den Wald hinunter. Man überquert einen breiteren Weg und gelangt kurz darauf in einen Ortsteil von Montana. Man geht immer bergab, vorbei an der Talstation der Violettes-Bahn. An der Hauptstraße am Wegweiser geht man rechts. An der nächsten großen Kreuzung (Pt. 1454m) geht man wieder rechts und folgt der Straße aufwärts bis zur Standseilbahnstation Montana, gare (1471m). Von hier fährt man hinunter nach Sierre.
Abkürzmöglichkeiten
keine
Übersichtskarte
Kartenausschnitt: ©swisstopo
Weitere Informationen
Schwierigkeit
Sunnbüel – Daubensee T1; Daubensee – Lämmerenhütte T2; Lämmerenhütte – Schwarzhorn T3, teilweise T4; Abstieg nach Tièche T2; Tièche – Montana T1, stellenweise T2.
Wegmarkierung
Der Weg von Sunnbüel zum Daubensee und von Tièche nach Montana ist gelb markiert. Der Rest des Weges ist weiß-rot-weiß markiert. Im Bereich Daubensee gibt es zusätzlich gelbe Markierungen, im Aufstieg zum Schwarzhorn weisen außerdem Steinmännchen den Weg.
Streckenlänge
31,9 km
Karten
Landeskarte der Schweiz 1:50000, Blatt 263 Wildstrubel, Blatt 273 Montana
Landeskarte der Schweiz 1:25000, Blatt 1267 Gemmi, Blatt 1287 Sierre
Einkehrmöglichkeiten
Schwarenbach, Lämmerenhütte SAC, Cave du Sex, Cave de Colombire
Anreise mit öV
Startpunkt: Bergstation Sunnbühl, Luftseilbahn nach Eggeschwand, von dort Bus nach Kandersteg
Zielpunkt: Crans-Monatana, gare, Bus oder Standseilbahn nach Sierre, von der Talstation wenige Gehminuten zum Bahnhof Sierre mit Regional- und Fernverkehr