Tagestour 18
Von Braunwald über Ortstock und Mären ins Muotathal
Diese anspruchsvolle Alpenwanderung verbindet den aussichtsreichen Ortstock mit der wilden Karstlandschaft rund um den Glattalpsee und den Mären. Die lange Tagestour bietet steile Bergwege, ausgesetzte Passagen, beeindruckende Gerölllandschaften und großartige Ausblicke auf die Glarner Alpen. Über den Bärentritt und die steilen Geröllhänge der Furggele führt die Route hinauf zum markanten Gipfel des Ortstock. Anschließend warten der weitläufige Glattalpsee, einsame Hochtäler und der aussichtsreiche Übergang über den Mären, bevor der lange Abstieg nach Sali folgt. Mit über 2000 Höhenmetern und mehreren alpinen Abschnitten eignet sich die Route vor allem für trittsichere und konditionsstarke Bergwanderer.
Hinweise zur Tour
- Bitte die allgemeinen Hinweise zu den Touren beachten.
- Die Angaben im Tourenbericht stammen von Juli 2015.
- Konditionell sehr anspruchsvolle Tour: sehr lang (SAW-Gehzeit 11 Stunden) und Aufstieg > 2000 Höhenmeter
Routenverlauf
Braunwald – Ober Stafel – Bergetenseeli – Bärentritt – Furggele – Ortstock – Furggele – Seeboden – Glattalpsee – Seeloch – Schafboden – Inner Brüelchälen – Mären – Firner Loch – Bockalpeli – Gwalpeten – Sali
Höhenangaben
Ausgangspunkt: Braunwald, Bergstation (1256m)
Zielpunkt: Sali, Talstation (1149m)
Gipfel: Ortstock (2716m), Mären (2304m)
Höchster Punkt: Ortstock (2716m)
Tiefster Punkt: Sali (1149m)
Gesamter Aufstieg: 2011m
Gesamter Abstieg: 2118m
Gehzeiten
Braunwald – Ober Stafel: 45min
Ober Stafel – Bärentritt: 45min
Bärentritt – Furggele: 50min
Furggele – Ortstock: 25min
Ortstock – Glattalpsee (Seeboden): 1 Std.
Glattalpsee (Seeboden) – Seeloch: 25min
Seeloch – Mären: 1 Std.
Mären – Sali: 1 Std. 45min
Insgesamt: 7 Std. (11 Std.)
Wegbeschreibung
Von der Bergstation der Braunwaldbahn (1256m) geht man am Wegweiser geradeaus und folgt einer kleinen Straße aufwärts Richtung Grotzenbühlbahn. Nach einem kurzen Waldstück wird das Sträßchen bald eben. Man gelangt zur Mittelstation der Grotzenbühlbahn und geht kurz unter der Station hindurch weiter geradeaus und bald darauf links. Man folgt nun immer dem Weg bis zur Station einer Materialseilbahn. Hier geht man weiter geradeaus leicht abwärts. Nach einer Linkskurve am Wegweiser nach der Überquerung eines Baches geht man rechts auf einen Bergweg. Der Weg beginnt sofort anzusteigen. Bald gelangt man in den Wald. Nach der Durchquerung des Waldes geht es im Zickzack steil aufwärts. Bald führt die Route wieder am Berghang entlang und schließlich wieder in steilem Zickzack aufwärts. Man erreicht eine Hochebene. Auf dieser geht es leicht bergab, bis zum Wegweiser von Ober Stafel (1602m). Hier geht man links auf einen breiten Weg. Diesem folgt man bis zum nächsten Wegweiser am Bergetenseeli (1644m). Dort biegt man rechts ab auf einen schmalen Bergweg. Dieser führt direkt auf die nächste Steilstufe zu, die es zu erklimmen gilt. In einer Schutthalde wird der Weg bald sehr steil und schließlich geht man auf ausgesetztem, aber mit Seilen gesichertem Steig an dem Felsabbruch der Steilstufe entlang. Trittsicherheit und Schwindelfreiheit sind auf diesem Abschnitt erforderlich. Am Ende der Steilstufe geht es wieder in steilen Serpentinen bergauf, bis man die nächste Hochebene erreicht. Hier geht man nach links zum Wegweiser Bärentritt (2012m). Man folgt nun dem Lauf eines Baches in eine große Ebene. Man überquert die weglose Ebene, in dem man den weiß-rot-weißen Zeichen folgt. Am Ende der Eben geht es wieder steil bergauf. Das Gelände besteht nun hauptsächlich aus Schutt- und Geröllhalden. Zunächst geht es gerade aufwärts, links oberhalb des Talgrundes. Bald (ca. 100m über der Ebene) führt der Weg etwas nach rechts unter einem kleinen Felsabsatz vorbei. Danach geht es direkt geradeaus sehr steil bergauf. Die Route ist hier nicht immer ganz deutlich zu erkennen, insbesondere können sich Schneefelder lange halten. Nach mühsamem und steilem Ansteig erreicht man den Grat Furggele (2402m). Hier wendet man sich nach links und folgt den deutlichen Wegspuren hinauf zum Ortstock (2716m). Der Weg ist nicht schwer, es gibt lediglich eine kurze Kletterstelle. Der Fels ist aber griffig und zwei Seile erleichtern den Aufstieg. Vom Gipfel geht man auf der gleichen Route zurück zum Furggele (2402m). Hier hält man sich nun links und steigt über steile Geröllhalden ab. Man folgt dem gut erkennbaren und markierten Weg hinunter zum Glattalpsee (1853m). Der Weg wird allmählich flacher und das Gelände wechselt von Felsen zu Almen. Kurz vor dem See geht man am Seeboden (1857m) auf einen Wiesenweg und dann rechts auf einen breiten Fahrweg. Auf diesem läuft man etwas oberhalb des Sees um diesen herum. Am Ende des Sees, am nächsten Wegweiser geht man leicht rechts, oberhalb des Seelochs (1860m) entlang. Bevor der Weg in ein kurzes enges Tal führt, geht man am Wegweiser links auf weiß-blau-weiß markierte Wegspuren. Zunächst geht es leicht bergauf, dann wieder bergab in den Schafboden (1857m). Der Weg ist nicht immer sichtbar, aber sehr gut markiert. Im Schafboden geht man nach rechts. Blad führt der Weg am linken Talrand aus dem Talgrund heraus und zunehmend steiler aufwärts. Die Route macht immer wieder unerwartete scharfe Biegungen. Man beachte die Markierungen. Bald erreicht man felsiges Gelände. In dem von Felswänden umrahmten Tal Inner Brüelchälen steigt man steil auf. Bald geht es etwas nach rechts. Man geht hinauf bis zu einer Felswand und geht davor rechts über einen Steig aus dem Tal heraus. Oben angekommen kann man in wenigen Minuten weglos zum Gipfelkreuz des Mären (2304m) gehen. Ein Wegweiser weißt die Richtung. Man geht zurück zum Wegweiser und folgt nun den weiß-blau-weißen Markierungen durch Blockgelände wechselnd auf- und abwärts. Es sind reichlich Markierungen vorhanden, denen man folgen sollte. Die Route führt über einen kleinen Kamm und dann in weitem Bogen zum Wegweiser am Firner Loch (2248m). Hier geht man links, nun wieder auf deutlichem Weg abwärts durch das zunehmend steiler und enger werdende Tal von Bockalpeli. Am unteren Ende des Tals steigt man über steile Grasstufen ab und geht dann wieder in weitem Gelände abwärts. Man achte besonders gut auf die Markierungen, die Route macht eine unerwartete Rechtskurve. Schließlich wird das Gelände flacher und man erreicht die Almhütte von Gwalpeten (1522m). hier geht man rechts auf den schmaleren Weg. Zunächst geht es kurz eben, dann beginnt der Weg wieder nach unten zu führen. Man folgt dem nun gelb markierten Weg, bis man wieder auf einen größeren Weg stößt. Auf diesem überquert man einen Bach und geht direkt danach links kurz weglos abwärts, bis man wieder auf die gelben Markierungen stößt. Bald erreicht man einen breiten Fahrweg, auf dem abwärts geht bis zur Talstation der Glattalpbahn in Sali (1149m). Von hier verkehrt das Postauto Richtung Muotathal und Schwyz.
Abkürzmöglichkeiten
keine
Übersichtskarte
Kartenausschnitt: ©swisstopo
Weitere Informationen
Schwierigkeit
Braunwald – Ober Stafel: T2, Ober Stafel – Bergetenseeli: T1, Bergetenseeli – Ortstock: T3, stellenweise T4, Furggele – Seeboden: T3, Seeobdeon – Seeloch: T2, Seeloch – Gwalpeten: T3, Gwalpeten – Sali: T2
Wegmarkierung
Der Weg ist von Braunwald bis zum Seeloch weiß-rot-weiß markiert. Über den Mären bis Gwalpeten gibt es weiß-blau-weiße Markierungen. Von Gwalpeten bis Sali ist der Weg gelb markiert.
Streckenlänge
21,6 km
Karten
Landeskarte der Schweiz 1:50000, Blatt 246T Klausenpass
Landeskarte der Schweiz 1:25000, Blatt 1172 Muotathal, 1173 Linthal
Einkehrmöglichkeiten
Glattalp
Anreise mit öV
Startpunkt: Braunwald, Standseilbahn zum Bahnhof Linthal Brunwaldbahn, von dort S-Bahn Richtung Ziegelbrücke und Zürich
Zielpunkt: Haltestelle Sahli, Busverbindungen über Muotathal nach Schwyz