Tagestour 21
Gratwanderung zwischen Rhônetal und Saastal

Die anspruchsvolle Gratwanderung vom idyllischen Bergdorf Gspon über Wyssgrat, Simelihorn und Mattwaldhorn bis nach Giw gehört zu den spektakulären Tagestouren im Wallis. Die hochalpine Route verläuft zwischen Rhônetal und Saastal über lange weglosen Passagen, steile Blockfelder und aussichtsreiche Grate mit grandiosen Panoramablicken auf die Walliser Alpen. Mit mehreren Dreitausendern und abwechslungsreichem Gelände richtet sich diese Wanderung an erfahrene Berggänger mit Trittsicherheit, alpinem Orientierungsvermögen und guter Kondition.

Hinweise zur Tour

  • Bitte die allgemeinen Hinweise zu den Touren beachten.
  • Die Angaben im Tourenbericht stammen von August 2016.
  • Die Tour führt längere Strecken durch wegloses, alpines Gelände mit sehr steilen Block- und Geröllhalden, teilweise loses Geröll.
  • Der Abstieg vom Ochsenhorn zum Rothorn ist mittlerweile weiss-blau-weiss markiert. Auch im Abschnitt Simelihorn - Mattwaldhorn gibt es laut Karte mittlerweile weiss-blau-weisse Markierungen.

Routenverlauf

Gspon – Scheidbode – Mälachji – Wyssgrat – Lägunde Tschuggo – Simelihorn – Mattwaldhorn – Ochsehorn – Rothorn – Giw

Höhenangaben

Ausgangspunkt: Gspon (1895m)

Zielpunkt: Giw (1962m)

Gipfel: Wyssgrat (2886m), Simelihorn (3124m), Mattwaldhorn (3246m), Ochsehorn (2912m)

Höchster Punkt: Mattwaldhorn (3246m)

Tiefster Punkt: Gspon (1895m)

Gesamter Aufstieg: 1757m

Gesamter Abstieg: 1690m

Gehzeiten

Gspon – Wyssgrat: 1 Std. 50min
Wyssgrat – Simelihorn: 1 Std. 25min
Simelihorn – Mattwaldhorn: 35min
Mattwaldhorn – Ochsehorn: 1 Std. 50min
Ochsehorn – Giw: 1 Std. 20min

Insgesamt: 7 Std. (9 Std.)

Wegbeschreibung

Da die Route meist durch wegloses Gelände führt, ist es schwierig eine genaue Wegbeschreibung zu geben. Häufig muss man vor Ort den genauen Streckenverlauf suchen. Von der Bergstation in Gspon (1895m) geht man zunächst links durch das Dorf. Man folgt dem Hauptweg aufwärts bis zum Sportplatz. Hier biegt man rechts ab. Es gibt einen Wegweiser Wyssgrat, im Folgenden jedoch keine weiteren Markierungen mehr. Man steigt steil und weglos in der breiten Schneise auf. Nach Überquerung eines Feldwegs geht es weiter geradewegs bergauf bis zu der Hütte am Scheidbode. Vor der Hütte geht man auf einem Weg links wenige Meter bis zum Skilift. An diesem biegt man wieder rechts ab und folgt der Skiliftspur aufwärts. Zunächst geht es recht flach auf einem Weg entlang. Dieser biegt jedoch am Ende einer Hochebene rechts ab. Hier geht man weiter weglos auf der Skiliftspur steil aufwärts bis zur Bergstation. Etwas hinter dem Lifthäuschen (2192m) beginnen rechts Wegspuren zwischen den Büschen. Diesen folgt man auf einem kleinen Rücken links eines Dobels aufwärts. Zunächst geht es im Zickzack bergauf, bald führen die Wegspuren nach rechts. Man umgeht einen Felsaufbau und steigt auf nun zunehmend breiterer Route aufwärts. Nach der Durchquerung eines kleinen Tals geht es rechts auf nun wieder schmalem Pfad hinauf zum Kreuz von Mälachji (2371m). Von hier geht man nun weglos auf dem breiten Grat geradewegs aufwärts. Bald wird es wieder steiler. Man hält sich direkt auf oder etwas rechts neben dem Grat. Steilstufen werden immer rechtsseitig umgangen. Hin und wieder gibt es Steinmännchen oder einzelne weiß-rot-weiße Markierungen. Unterhalb des Felsens von Pt. 2763m geht man rechts durch steiniges Gelände und steigt danach wieder zum Grat auf. Nun geht es direkt aufwärts zum Gipfelkreuz des Wyssgrat (2886m). Von hier steigt man nach rechts ab und gleich wieder auf zum Pt. 2894m. Kurz davor wendet man sich nach rechts und steigt auf breitem Rücken weglos ab.  Man bleibt immer oben auf oder rechts neben dem Grat Längunde Tschuggo oberhalb eines kleinen Tals zur Linken. Pt. 2833m wird etwas rechts davon umgangen. Von Pt. 2781m steigt man wieder auf dem Grat auf. Von Pt. 2850m quert man zum Westgrat des Simelihorns. Auf diesem steigt man nun immer noch weg- und markierungslos auf. Der Grat wird zunehmend steiler und man geht über Blockgelände, das stellenweise etwas lose ist. Nach ca. 100m steilem Aufstieg quert man in die Nordflanke des Simelihorns und steigt dann dort gerade nach oben. Hier ist Vorsicht geboten, da das Gelände besonders steil und stellenweise die Felsen lose sind. Zur Überwindung der letzten Steilstufe sind die Hände notwendig. Vom Simelihorn (3124m) geht man auf Wegspuren leicht abwärts in einen Pass Richtung Mattwaldhorn. Von hier steigt man nun immer auf dem Grat auf zu einem Vorgipfel (Pt. 3168m). Von hier geht es kurz abwärts, dann aber gleich wieder bergauf. Stellenweise bleibt man rechts vom Grat um Steilstufen zu umgehen. Es gibt Wegspuren und immer wieder weiß-rot-weiße Markierungen, die man aber etwas suchen muss. Schließlich überquert man den flachen Gipfel des Mattwaldhorns (3246m) bis zum Gipfelkreuz. Der Abstieg bis kurz vor dem Simelihorn verläuft auf gleicher Route. Auf dem Pass biegt man nun rechts ab und folgt dem schwach markierten Weg abwärts. Wenn man die Route verliert, kann man sich an einigen Felsblöcken etwas links orientieren. Auf diese geht man direkt zu. Rechts vorbei an dem ersten Felsen beginnt wieder ein besser sichtbarer Pfad. Auf diesem steigt man nun über einen Rücken abwärts in einen etwas breiteren Sattel. Hier geht man nach links hinunter. Die Felsen werden weniger und man geht etwas mehr über Gras. Nach einer weiten Rechtskurve steigt man geradeaus weiter ab. Rechts ist ein kleiner See zu sehen, zu dem der offizielle Weg führt. Man geht jedoch weglos ohne Markierung weiter geradeaus und quert ein steiles Felsblockfeld in das Tal hinein, an dem man vorher oben auf Längunde Tschuggo entlanggelaufen ist. Man geht kurz auf dem Talgrund entlang, braucht aber nicht bis zum tiefsten Punkt gehen, sondern geht kurz davor wieder rechts über unwegsames Blockgelände aufwärts. Man hält sich nun parallel zu dem bald wieder ansteigenden kleinen Tal und geht auf möglichst wenig felsigem Untergrund bergauf. Das Tal mündet in eine kleine Scharte zwischen Pt. 2894m und Pt.2870m, zu der man hinüberquert. Genau gegenüber liegt nun das Ochsehorn. Man steigt ein letztes Mal durch ein unwegsames Blockfeld ab und folgt dann dem markierten Bergweg aufwärts zum Gipfel (2912m). Ab hier führt ein weiß-rot-weiß markierter Pfad auf dem Grat entlang. Zunächst ist der Grat sehr schmal. Stellenweise führt der Pfad etwas seitlich davon entlang und biegt unerwartet ab. Darauf ist zu achten. Ein kurzer Anstieg ist mit Seilen gesichert, ansonsten ist der Weg nicht schwierig und nur wenig ausgesetzt. Nach einiger Zeit wird der Grat breiter und man geht nun mehr über Wiesen als über Felsen. Markierungen gibt es teilweise in Form von Stangen. Vor dem großen Steinmann bei Pt. 2487m verlässt man den Grat auf markierter Route nach links. Nach einem Abstieg von ca. 100m geht man wieder rechts parallel unterhalb der Grathöhe bis zum Rothorn, wo ein großes Kreuz steht. Kurz darauf erreicht man eine Skiliftbergstation. Man folgt nun der Skilifttrasse direkt und sehr steil bergab bis Giw (1962m), von wo man mit der Sesselbahn nach Visperterminen fahren kann.

Abkürzmöglichkeiten

Vom Wyssgrat kann man über einen Grat direkt zum Ochsehorn gehen. Außerdem kann der Gipfel des Mattwaldhorns ausgelassen werden.

Übersichtskarte

Kartenausschnitt: ©swisstopo

Weitere Informationen

Schwierigkeit

Gspon – Mälachji: T2; Mälachji – Wyssgrat: T3; Wyssgrat – Simelihorn: T5; Simelihorn – Mattwaldhorn: T3; Mattwaldhorn – Ochsehorn: T4; Ochsehorn – Rothorn: T3; Rothorn – Giw: T2

Wegmarkierung

Die Route ist größtenteils nicht markiert. Im Aufstieg zum Wyssgrat gibt es Steinmännchen und vereinzelte weiß-rot-weiße Markierungen, ebenso im Bereich Mattwaldhorn. Lediglich der Abschnitt vom Ochsehorn zum Rothorn ist durchgehend weiß-rot-weiß markiert.

Streckenlänge

16,0 km

Karten

Landeskarte der Schweiz 1:50000, Blatt 274T Visp
Landeskarte der Schweiz 1:25000, Blatt 1288 Raron, Blatt 1289 Brig, Blatt 1308 St. Niklaus, Blatt 1309 Simplon

Einkehrmöglichkeiten

keine

Anreis mit öV

Startpunkt: Bergstation Gspon, Luftseilbahn von Stalden-Saas an der Matterhorn-Gotthard-Bahn Brig - Visp - Zermatt
Zielpunkt: Bergstation Giw, Sesselbahn nach Visperterminen, von dort Postauto nach Visp

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