Tagestour 22
Nationalpark Macun
Die Tagestour durch den Nationalpark Macun verbindet hochalpine Seenlandschaften, einsame Übergänge und aussichtsreiche Gipfel zu einer der eindrucksvollsten Wanderungen im Schweizerischen Nationalpark. Zwischen Lavin und Zernez führt die Route durch die wilde Seenplatte von Macun, vorbei an kristallklaren Bergseen und über die Fuorcletta da Barcli bis auf den aussichtsreichen Spi da Laschadura. Die abwechslungsreiche Tour begeistert mit ursprünglicher Hochgebirgslandschaft, stillen Tälern und weiten Blicken über das Engadin – ideal für erfahrene Wanderer, die eine lange und alpine Nationalpark-Wanderung in Graubünden suchen.
Hinweise zur Tour
- Bitte die allgemeinen Hinweise zu den Touren beachten.
- Die Angaben im Tourenbericht stammen von November 2016.
Routenverlauf
Lavin - Plan Surücha - Alp Zeznina Dadaint - Macun - Lai dal Dragun - Lai da la Mezza Glüna - Lais d'Immez - Fuorcletta da Barchli - Spi da Laschadura - Fuorcletta da Barchli - Munt Baselgia - God Präslönch - Zernez
Höhenangaben
Ausgangspunkt: Lavin Bahnhof (1432m)
Zielpunkt: Zernez Bahnhof (1471m)
Gipfel: Spi da Laschadura (3001m), Munt Baselgia (2945m)
Höchster Punkt: Spi da Laschadura (3001m)
Tiefster Punkt: Lavin Holzbrücke (1387m)
Gesamter Aufstieg: 1755m
Gesamter Abstieg: 1716m
Gehzeiten
Lavin – Alp Zeznina Dadaint: 1 Std. 10min
Alp Zeznina Dadaint – Macun: 1 Std. 5min
Macun – Lais d’Immez: 30min
Lais d’Immez – Fuorcletta da Barchli: 45min
Fuorcletta da Barchli – Spi da Laschadura: 25min
Spi da Laschadura – Fuorcletta da Barchli: 25min
Fuorcletta da Barchli – Munt Baselgia Pt. 2945m: 15min
Munt Baselgia Pt. 2945m – Zernez: 1 Std. 55min
Insgesamt: 6½ Std. (9¼ Std.)
Wegbeschreibung
Vor dem Bahnhof Lavin (1432m) geht man rechts über einen Platz leicht abwärts. Danach folgt man einer kleinen Straße wieder rechts. Am Ende der Straße geht man links wenige Meter hinunter zur Hauptstraße und geht dort wieder rechts entlang. Kurz darauf (Pt. 1412m) geht man links hinunter. Auf einer Holzbrücke überquert man den Inn (Pt. 1387m). Nach der Brücke folgt man rechts einem Feldweg. Nach einem Wäldchen geht man weiter geradeaus und biegt dann am nächsten Wegweiser links ab. Auf einem Wiesenweg geht es aufwärts. Man geht immer geradeaus in einem Graben weiter, den man dann links verlassen und auf einer Wiese weglos weiter aufsteigen kann, bis man wieder auf einen Feldweg trifft. Auf diesem geht man links und an der Wegkreuzung kurz drauf gleich wieder scharf rechts. Beim Wegweiser Pradafans (Pt. 1496m) verlässt man den breiten Weg und folgt einem schmaleren Waldweg Richtung Alp Zeznina Dadaint. Bald geht es im Wald aufwärts. Der Weg wird wieder breiter und man erreicht die Lichtung von Plan Surücha (1577m). Am Wegweiser am oberen Ende der Lichtung geht man nach links. Auf sehr gutem Wanderweg geht es nun stetig, aber nicht sehr steil aufwärts. Man geht immer geradeaus am Berg entlang durch den Wald. Bald geht man es rechts in ein breites Tal hinein. Der Weg führt weiter im Wald bergauf. An der nächsten Abzweigung bleibt man auf dem oberen Weg. Etwas später geht es aus dem Wald heraus. Man folgt weiter dem guten Wanderweg, überquert einen Bach und geht danach hinauf auf einen Feldweg. Diesem folgt man aufwärts bis zur Hütte auf der Alp Zeznina Dadaint (1958m). Dahinter beginnt ein Bergweg, der zunächst geradeaus in das Val Zeznina nach hinten führt. Man beachte die weiß-rot-weißen Markierungen, da es hin und wieder mehrere Wegspuren gibt, die sich teilweise wieder verlieren. Bald beginnt der Weg im Zickzack am Ende des Tals anzusteigen. Es gibt immer wieder inoffizielle Wege, die steiler und direkter bergauf führen, man bleibt aber immer auf dem markierten und wenig steilen Weg. An einem Wegweiser geht man nach rechts und folgt weiter dem Zickzackweg aufwärts, bald durch steinigeres Gelände. Bald erreicht man den Eingang zum Nationalpark Macun. Hier geht man nach rechts auf Wegspuren zu einem kleinen See. Man hält sich wieder etwas rechts und geht dann aufwärts. Die Wegspuren sind teilweise sehr undeutlich, es gibt aber immer wieder weiß-rot-weiße Markierungsstangen. Die offizielle Route darf im Nationalpark nicht verlassen werden. Bald wird es wieder flacher. Auf einer Anhöhe geht es links nochmal etwas hinauf und dann oberhalb des Lai dal Dragun (2628m) entlang. Am Ende des Sees geht man geradeaus weiter und erreicht kurz darauf den Lai da la Mezza Glüna. Kurz nach dem See geht man links auf nun wieder gut sichtbarem Weg zu den Lais d’Immez (2616m). Man geht direkt am Ufer der Seen entlang und am Ende des zweiten Sees rechts über eine Brücke. Anschließend geht es auf einem kleinen, breiten Rücken immer geradeaus aufwärts. Neben einem Felsen wird die Route kurz steiler, danach geht es wieder flacher weiter. Man durchquert eine kleine, enge Rinne und geht anschließend rechts über ein Geröllfeld aufwärts, bevor man links einen Berghang quert, hinauf in die Fuorcletta da Barcli (2850m). Hier endet der Nationalpark. Von hier aus wendet man sich links und folgt immer dem Grat aufwärts zum Gipfel des Spi da Laschadura (3001m). Die Route ist nicht markiert und weglos. Stellenweise ist das Geröll rutschig. Auf gleicher Route geht es zurück zur Fuorcletta da Barcli (2850m). Man bleibt auf dem Grat und geht auf der anderen Seite des Passes sehr steil aufwärts. Bald wird es wieder flacher und man erreicht den höchsten Punkt des Munt Baselgia (1945m). Hier verlässt man den Grat und steigt links zunächst steil ab über Block- und Geröllfelder. Vor einer kleinen Erhebung (Pt. 2682m) geht es rechts abwärts. Im Zickzack folgt man den Wegspuren durch Schutt und Geröll. Bald kommt man auf eine breite Schotterpiste, diese verlässt man jedoch wieder links abwärts. Man beachte die Markierungen. Zwischen Lawinenverbauungen geht es nun wechselnd eben und abwärts im Zickzack, bis man auf einen breiten Fahrweg stößt. Hier geht man nach rechts. Der Weg führt stetig bergab. Nach drei Kehren geht man noch durch ein Wäldchen hindurch und biegt dann am Wegweiser wieder auf einen Bergpfad ab und folgt diesem steil abwärts, bis man wieder auf den Fahrweg trifft. Hier geht man rechts und kurz darauf wieder links auf einen schmaleren Pfad. Im Zickzack geht es durch den Wald, immer abwärts. Auf einem wieder breiteren Weg geht es weiter bergab. Man trifft erneut auf den Fahrweg und folgt diesem scharf links. Danach geht man geradeaus weiter. Am Wegweiser bei God Präslönch geht es wieder rechts hinunter. Gleich darauf hält man sich links und kurz danach wieder rechts. Man folgt un einem schmaleren Weg um eine Kehre. Bald wird der Weg wieder breiter und nach einer weiteren kehre trifft man wieder auf einen großen Fahrweg. Man geht rechts und gleich darauf um eine Linkskehre herum und bleibt auf diesem Weg. Der Weg führt aus dem Wald heraus und durch ein kleines Tal unter einem Sender vorbei. Man folgt dem nun asphaltierten Sträßchen bis zur Kirche von Zernez. Nach der Kirche geht man nach links hinunter ins Dorf bis zur Hauptstraße (Pt. 1473m). Hier folgt man der Straße Richtung St. Moritz durch Zernez hindurch bis zum Bahnhof (1471m), der etwas rechts der Straße liegt.
Abkürzmöglichkeiten
Der Abstecher zum Spi da Laschadura kann weggelassen werden. Der Rundweg im Nationalpark Macun zu den Seen kann abgekürzt werden.
Übersichtskarte
Kartenausschnitt: ©swisstopo
Weitere Informationen
Schwierigkeit
Lavin – Alp Zeznina Dadaint: T1; Alp Zeznina Dadaint – Fuorcletta da Barcli: T2; Abstecher zum Spi da Laschadura: T4; Fuorcletta da Barcli – Munt Baselgia: T3; Munt Baselgia – God Präslönch: T2; God Präslönch – Zernez: T1
Wegmarkierung
Die Route ist weiß-rot-weiß markiert. Lediglich ein kurzes Stück über die Wiese oberhalb von Lavin und der Gipfelabstecher zum Spi da Laschadura sind nicht markiert.
Streckenlänge
22,8 km
Karten
Landeskarte der Schweiz 1:50000, Blatt 249T Tarasp, Blatt 259T Ofenpass / Pass dal Fuorn
Landeskarte der Schweiz 1:25000, Blatt 1198 Silvretta, Blatt 1218 Zernez
Einkehrmöglichkeiten
keine
Anreise mit öV
Startpunkt: Bahnhof Lavin, Rhätische Bahn Linie RE 4 Landquart - Scuol-Tarasp und Linie R 15 Scuol-Tarasp - Pontresina
Zielpunkt: Bahnhof Zernez, Rhätische Bahn Linie RE 3 Landquart - St. Moritz und Linie R 15 Scuol-Tarasp - Pontresina