Tagestour 28
Grat- und Höhenwanderung über dem Brienzer See

Die Grat- und Höhenwanderung vom Brünigpass über das Brienzer Rothorn nach Brienz ist eine spektakuläre und anspruchsvolle Tagestour hoch über dem Brienzersee. Auf über 26 Kilometern führt die abwechslungsreiche Route über aussichtsreiche Grate, alpine Höhenwege und mehrere Gipfel wie das Wilerhorn, den Höch Gumme und das Brienzer Rothorn. Gewaltige Panoramablicke auf den Brienzersee, die Berner Alpen und das Entlebuch machen diese lange Bergwanderung an der Grenze zwischen Berner Oberland und Zentralschweiz zu einem echten Highlight für konditionsstarke Wanderer.

Hinweise zur Tour

  • Bitte die allgemeinen Hinweise zu den Touren beachten.
  • Die Angaben im Tourenbericht stammen von Juni 2018.
  • Konditionell sehr anspruchsvolle Tour: sehr lang (SAW-Gehzeitvon 12 Stunden) und Aufstieg > 2000 Höhenmeter

Routenverlauf

Brünigpass – Totzweg – Wilervorsess – Wilerhorn – Tüfengrat – Scheidegg – Gibel – Höch Gumme – Zwischenegg – Eiseesattel – Brienzer Rothorn – Schongütsch – Lättgässli – Chruterepass – Briefegrat – Briefehörnli – Wannepass – Läger – Planalp – Gäldried – Brienz  

Höhenangaben

Ausgangspunkt: Brünigpass, Bahnhof Brünig-Hasliberg (1002m)

Zielpunkt: Brienz Bahnhof (566m)

Gipfel: Wilerhorn (2005m), Höch Gumme (2204m), Brienzer Rothorn (2348m), Schongütsch (2319m), Briefehörnli (2164m)

Höchster Punkt: Brienzer Rothorn (2348m)

Tiefster Punkt: Brienz, Bahnhof (566m)

Gesamter Aufstieg: 2032m

Gesamter Abstieg: 2468m

Gehzeiten

Brünigpass - Wilervorsess: 45min
Wilervorsess – Wilerhorn: 1 Std.
Wilerhorn – Höch Gumme: 55min
Höch Gumme – Eiseesattel: 50min
Eiseesattel – Brienzer Rothorn: 30min
Brienzer Rothorn – Schongütsch: 10min
Schongütsch – Chruterepass: 35min
Chruterepass – Briefehörnli: 25min
Briefehörnli – Planalp: 1 Std. 15min
Planalp – Brienz: 45min 

Insgesamt: 7 Std. 10min (12 Std.)

Wegbeschreibung

Vom Bahnhof Brünig-Hasliberg (1002m) auf dem Brünigpass geht man zur Passstraße, überquert sie und folgt ihr ein kurzes Stück Meiringen. Bei einem Zebrastreifen geht man rechts eine kurze Treppe hinauf und folgt dem anschließenden Pfad, bis man auf einen Feldweg trifft. Auf diesem geht es rechts und an der nächsten Kreuzung gleich wieder links steil hinauf. Bald gelangt man in den Wald. An einer Weggabelung geht man weiter geradeaus bergauf. Man folgt immer dem Hauptweg, bis dieser auf einer Lichtung endet. Von hier folgt man weiß-rot-weißen Markierungen auf einem schmaleren Pfad hinauf zum Wald. Direkt hinter dem Waldrand geht es kurz rechts und gleich wieder links in den Wald hinein. Blad trifft man wieder auf einen breiten Weg und folgt diesem nach links wieder aus dem Wald heraus. Nach der Überquerung einer Teerstraße geht es weiter geradeaus auf dem Feldweg zum Wegweiser von Totzweg (1316m). Auch hier bleibt man auf dem Feldweg und geht um eine Rechtskurve. In der nächsten Kurve des Weges geht man links über die Wiese hinauf zu einer Hütte und vor der Hütte wieder rechts auf einem Weg weiter aufwärts. Nach einem kurzen Waldstück trifft man bald auf eine kleine Straße. Dieser folgt man links bis zum Wegweiser von Wilervorsess (1400m). Hier geht man scharf rechts auf einen schmalen Pfad. Die Wegspur verliert sich schnell im Gras und man steigt kurz weg- und markierungslos hinauf zu einigen Hütten (Pt. 1424m). Hier hält man sich links und folgt und folgt nun wieder klar erkennbaren Pfadspuren und Markierungen aufwärts. Vor dem Wald macht der Pfad eine scharfe Rechtskurve. Nun geht es am Berg entlang stetig bergauf. Man folgt immer dem Weg und quert einen steilen Hang (Pt. 1571m). danach macht der Weg eine Biegung und führt nun etwas flacher in einen weiten Dobel hinein. Man bleibt zunächst auf dem Talgrund, nun wieder nur auf schwachen Wegspuren. Zwischen einigen Steinhaufen erreicht man eine verfallene Steinhütte. Auf deren Wellblechdach weist eine Markierung nach rechts. Man folgt dem dort bald wieder klar erkennbaren Weg sehr steil aufwärts aus dem Dobel hinaus. Es geht zwischen einigen Bäumen hindurch und bald erreicht man einen Grat. Nun geht man immer auf dem Grat aufwärts bis zum Gipfel des Wilderhorn (2205m). Man bleibt anschließend auf dem Grat und geht wieder bergab. Der Weg führt wenige Meter unterhalb des Hörnli vorbei und geht dann im Zickzack sehr steil hinunter zum Tüfengrat (1857m). Am Wegweiser geht man geradeaus über die Wiesen von Scheidegg wieder leicht bergauf. Bald wird es wieder sehr steil. Über eine breite Schulter erreicht man die Aussichtsplattform Gibel (2039m). Von hier folgt man links einem gut ausgebauten Höhenweg unter dem Höch Gumme entlang. Nach einem Bergvorsprung (Pt. 2072m) zweigt rechts ein steiler Pfad ab. Diesem folgt man bis hinauf auf den Grat und geht dann rechts auf dem Grat über einen Vorgipfel hinauf zum Gipfel des Höch Gumme (2204m). Auf gleicher Route geht es zurück zum Höhenweg, dem man dann weiter folgt. Bald erreicht man den Grat und geht dann ein wenig links unterhalb weiter zum Zwischenegg. Am Wegweiser geht man weiter geradeaus und an einem steilen Hang auf gutem Weg in Serpentinen hinauf. Auf dem Rücken angekommen (Pt. 2207m) folgt man dem Weg weiter nach links. Bald geht es wieder abwärts, zunächst im Zickzack auf dem Grat. Dann quert man einen steilen Hang und gelangt in den Eiseesattel (2024m). Auf gutem Weg geht es von hier aus wieder bergauf, bald wieder recht steil zur Bergstation einer Sesselbahn. Hier geht man scharf links und folgt dem Weg um mehrere Kehren hinauf auf die Bergflanke des Brienzer Rothorns. Von hier gelangt man rechts in wenigen Metern zum Gipfel (2348m). Man geht das kurze Stück zurück und folgt dem breiten Spazierweg bergab an der Bergstation der Luftseilbahn vorbei zu einem Hotel (2266m). Unterhalb der Terrasse führt der Weg weiter zum Bahnhof der Dampfzahnradbahn (2252m). Hier geht man wieder rechts auf einen Pfad am Grat entlang aufwärts zum Gipfelkreuz des Schongütsch (2319m). Der markierte Bergweg führt etwas unterhalb des Gipfels vorbei. Man geht entweder steil über die Wiese hinunter oder das kurze Stück zurück zum Bahnhof und folgt dann dem markierten Weg Richtung Chruterepass. Man quert zunächst die Südflanke des Schongütsch, dann eine weitere grasbewachsene Bergflanke. Bei Pt. 2175 wechselt man über den Grat auf die andere Bergseite. Bald steigt man nun über steile Stufen in der Rinne Lättgässli ab. Unterhalb der Stufen geht es über ein Geröllfeld weiter hinunter, bis man wieder einen guten Bergweg erreicht. Blad kommt man zum Wegweiser Chrutereboden (Pt. 2073m). Hier geht man geradeaus weiter in den Chruterepass (2051m). Von hier folgt man rechts den Wegspuren aufwärts Richtung Grat. Der Weg ist nicht mehr offiziell markiert, aber immer klar erkennbar. Er führt immer auf dem Grat entlang aufwärts zu Pt. 2101m, dann wieder leicht abwärts zu Pt. 2090m. Über den Briefegrat geht es nun wieder leicht bergauf. Schließlich erreicht man einen sehr steilen Hang und geht diesen hinauf zum Briefehörnli (2164m). Weiter geht es auf dem Grat wieder abwärts. Man bleibt auf dem Grat bis zum Wegweiser im Wannepass (2069m). Hier geht man links abwärts. Ein Weg ist nicht zu erkennen und auch die weiß-blau-weißen Markierungen sind nur sehr vereinzelt vorhanden. Daher steigt man in dem steilen Gelände geradeaus ab in eine Hochebene hinein. In flacherem Gelände ist ein Durchstich zwischen zwei Felsblöcken gut erkennbar. Durch diesen geht man auf betonierten Stufen hindurch. In der Ebene dahinter hält man sich etwas links, bis man eine Viehtränke erreicht. Wenige Meter rechts davon beginnt ein Wiesenweg. Diesem folgt man und kommt kurz darauf auf einen guten Fahrweg (Pt. 1800m). Auf diesem geht man nun links. Es geht um eine Kehre herum und weiter stetig abwärts bis zu den Almhütten von Läger (1698m). Hier biegt man links ab und folgt nun weiter einem guten Fahrweg abwärts. Zunächst geht es um ein paar Kehren herum, dann an der bergflanke entlang, teilweise durch kurze Waldstücke. Man bleibt auf dem Weg bis zur Planalp (1350m). Man geht über den Bahnübergang und weiter geradeaus an den Häusern vorbei. Zunächst ist es eben, dann geht es wieder bergab in den Wald hinein. In einer Kehre folgt man den gelben Markierungen auf einen schmaleren Weg. Im Zickzack geht es nun im Wald steil bergab. An einer Weggabelung hält man sich rechts. Bald stößt man wieder auf den Fahrweg, folgt ihm ein kurzes Stück abwärts, um dann wieder rechts auf einen Wanderweg abzubiegen. Der gesamte Abstieg ist gut gelb markiert. Wieder geht es steil im Zickzack durch den Wald, bis man erneut den Fahrweg erreicht und kurz darauf wiederum auf einen steilen Wanderweg abzweigt. Man geht kurz an der Zahnradbahn entlang, überquert diese dann und erreicht kurz unterhalb von Gäldried wieder den Fahrweg. Hier überquert man ihn nur. Bei Pt. 879m trifft man erneut auf den breiten Weg und folgt nun diesem. Ein kurzes Stück kann man parallel dazu einen Wanderweg nutzen. Danach geht es auf dem Fahrweg in steilen, engen Kurven abwärts. Schließlich erreicht man ein Tal und geht parallel zum Bach auf nun asphaltiertem Weg abwärts. Direkt vor einem Bahnübergang biegt man wieder links auf einen Wanderweg ab. Nach der Unterquerung einer Brücke bleibt man auf dem Wanderweg rechts vom Bach. Bei Pt. 620m bei den ersten Häusern von Brienz trifft man wieder auf eine Straße, der man kurz abwärts folgt. Bald geht man links über ein paar Stufen über eine Mauer und folgt weiter dem Wanderweg, überquert nochmals eine kleine Straße und erreicht schließlich die Hauptstraße. Hier geht man links bis zum Bahnhof Brienz (566m).

Abkürzmöglichkeiten

Von Wilervorsess kann man Wilerhorn und Höch Gumme auslassen und direkt in den Eiseesattel wandern. Der Gipfel des Brienzer Rothorns kann durch einen Stollen von der Bergstation der Eisee-Sesselbahn zur Bergstation der Luftseilbahn abgekürzt werden. Weiterhin kann man vom Brienzer Rothorn oder vom Chruterepass direkt zur Planalp absteigen. Schließlich kann die Strecke Brienzer Rothorn – Planalp – Brienz mit der Zahnradbahn zurückgelegt werden.

Übersichtskarte

Kartenausschnitt: ©swisstopo

Weitere Informationen

Schwierigkeit

Brünigpass – Wilervorsess: T1, stellenweise T2; Wilervorsess – Schongütsch: T2; Schongütsch – Wannepass: T3; Wannepass – Läger: T4; Läger – Planalp: T1; Planalp – Gäldried: T2; Gäldried – Brienz: T1, stellenweise T2

Wegmarkierung

Vom Brünigpass bis zum Chruterepass sind die Wege bis auf wenige kurze Stellen gut weiß-rot-weiß markiert. Die Route über das Briefehörnli in den Wannepass ist nicht markiert. Der Abstieg vom Wannepass ist weiß-blau-weiß markiert, allerdings sind nur vereinzelte Markierungen vorhanden. Zwischen Läger und Planalp gibt es fast keine Markierungen, da man einem Fahrweg folgt ist dies jedoch auch nicht notwendig. Der Abstieg nach Brienz ist gelb markiert.

Streckenlänge

26,3 km

Karten

Landeskarte der Schweiz 1:50000, Blatt 244T Escholzmatt, Blatt 254T Interlaken
Landeskarte der Schweiz 1:25000, Blatt 1189 Sörenberg, Blatt 1209 Brienz

Einkehrmöglichkeiten

Brienzer Rothorn

Anreise mit öV

Startpunkt: Bahnhof Brünig-Hasliberg, Zentralbahn Luzern - Interlaken
Zielpunkt: Bahnhof Brienz, Zentralbahn Luzern - Interlaken

Bildergalerie