Tagestour 36
Grat- und Höhenwege zwischen Ziegelbruecke und Wolzenalp

Die anspruchsvolle Grat- und Höhenwanderung von Ziegelbrücke zur Wolzenalp ist eine eindrucksvolle Tagestour im Voralpengebiet der Ostschweiz. Über aussichtsreiche Grate und abwechslungsreiche Bergwege führt die Route auf mehrere Gipfel, darunter Plättlispitz, Federispitz und den markanten Speer. Die lange und konditionell sehr fordernde Wanderung begeistert mit spektakulären Panoramen, interessanten Höhenwegen und abwechslungsreichen Landschaften zwischen Linthgebiet und Toggenburg. Mit über 2100 Höhenmetern im Aufstieg und mehr als 21 Kilometern Strecke richtet sich diese Tour an erfahrene und ausdauernde Bergwanderer.

Hinweise zur Tour

  • Bitte die allgemeinen Hinweise zu den Touren beachten.
  • Die Angaben im Tourenbericht stammen von Juni 2022.
  • Konditionell sehr anspruchsvolle Tour: sehr lang (SAW-Gehzeit über 10 Stunden) und Aufstieg > 2100 Höhenmeter

Routenverlauf

Ziegelbrücke – Lindenboden – Ober Eichholzberg – Rittersberg – Under Tutenalp – Undernätenalp – Stelli – Plättlispitz – Federispitz – Federigrat – Ober Federi – Ober Bätruns – Trüebsite – Furggli – Bützli – Speer – Schilt – Bützalpsattel – Bremacher Höchi – Büchel – Burmoos – Gatter – Wolzenalp – Rietbach

Höhenangaben

Ausgangspunkt: Ziegelbrücke, Bahnhof (425m)

Zielpunkt: Rietbach (1116m)

Gipfel: Plättlispitz (1764m), Federispitz (1865m), Speer (1950m), Bremacher Höchi (1641m)

Höchster Punkt: Speer (1950m)

Tiefster Punkt: Ziegelbrücke, Bahnhof (425m)

Gesamter Aufstieg: 2113m

Gesamter Abstieg: 1422m

Gehzeiten

Ziegelbrücke – Plättlispitz: 2 Std. 25min
Plättlispitz – Federispitz: 20min
Federispitz – Speer: 2 Std. 20min
Speer – Bremacher Höchi: 55min
Bremacher Höchi – Wolzenalp: 55min
Wolzenalp – Rietbach: 5min

Insgesamt: 7 Std. (10¼ Std.)

Wegbeschreibung

Vor dem Bahnhof in Ziegelbrücke (425m) geht man über den Zebrastreifen und dann links an der Strasse entlang. Beim nächsten Wegweiser geht man wieder links über die Strasse und danach über eine Brücke über die Schienen. Anschliessend folgt man einem steilen Schotterweg durch den Wald aufwärts. Kurz bevor dieser den Wald verlässt, geht man nach rechts auf einen schmalen Pfad. Auf diesem geht es zunächst am Waldrand entlang, dann nochmal ein kurzes Stück durch den Wald. Auf einem asphaltierten Weg geht man rechts etwas abwärts. An der nächsten Kreuzung geht man wieder links aufwärts. In etwas flacherem Gelände beim Lindenboden (521m) geht man weiter geradeaus auf einen Feldweg. Diesem folgt man nun aufwärts. Nach einer Kehre (Pt. 584m) kommt man zum Hof Under Eichholzberg. Hier geht man scharf rechts. Bald wird der Feldweg zu einer Pfadspur durch die Wiese. Man geht immer aufwärts und achtet auf die gelben Markierungen. Über ein breites Feld geht man ein Stück weglos aufwärts, links an einem einzelnen Baum vorbei. Oberhalb stösst man wieder auf einen Feldweg. Auf diesem geht man nach links und bei Ober Eichholzberg um eine scharfe Rechtskehre. Man folgt nun dem Fahrweg nach Rittersberg (782m). Hier biegt man links ab auf einen Feldweg. Zunächst geht es über Wiesen aufwärts. Nach einer Kehre geht man gleich darauf links in den Wald hinein. Man folgt dem Pfad, bis man wieder auf einen breiten Waldweg trifft (Pt. 909m). Auf diesem geht man nach links und folgt ihm fast eben bis Under Tutenalp (933m). Vor der Hütte geht man rechts auf einen Bergweg. Man folgt nun den Pfadspuren und weiss-rot-weissen Zeichen aufwärts. Oberhalb der Ober Tutenalp trifft man wieder auf einen etwas breiteren Weg (Pt. 1122m). Auf diesem geht man rechts. Am höchsten Punkt des Weges geht man wieder links in die Wiese hinein aufwärts. Man folgt dem Bergweg bis Unternätenalp (1315m). Hier geht man weiter geradeaus an der Alphütte und dem Brunnen vorbei. Auf breitem Gratrücken geht es mal über Wiese, mal durch den Wald aufwärts. Bald geht man etwas links vom Grat durch eine Wiese. Am Wegweiser (Pt. 1429m) geht man rechts hinauf zum nächsten Wegweiser und dort wieder links über die Wiesen von Stelli. Man folgt nun immer dem Grat hinauf zum Plättlispitz (1764m). Direkt unterhalb des Gipfels führt der Gratweg weiter, zunächst bergab, dann wieder aufwärts. Man bleibt auf dem Grat bis zum Wegweiser unter dem Federispitz. Von hier sind es nur wenige Meter zum Gipfel (1865m) und zum zweiten Gipfel etwas weiter hinten. Man geht zurück zum Wegweiser und folgt nun dem Federigrat auf der anderen Seite. Man geht auf dem Grat abwärts bis zum Wegweiser (Pt. 1700m). Hier geht es rechts hinunter. Der Pfad ist klar erkennbar, teilweise aber sehr schmal, matschig und auf Felsen rutschig. Zunächst geht es in steilem Zickzack abwärts, dann am Berg entlang in leichtem Auf und Ab. Man folgt dem Weg bis zur Hütte von Ober Federi (1601m) und geht direkt an der Hütte vorbei und dahinter ein Stück aufwärts. Bald erreicht man einen kleinen Kamm. Dahinter geht es zunächst wieder steil abwärts. Dann folgt man einem Höhenweg. Wieder ist der Weg stellenweise sehr schmal und rutschig. Das Gelände wird nach und nach etwas flacher. Man kommt in die Hochebene bei Ober Bätruns (1518m). Der Weg verliert sich etwas, man sollte zum Wegweiser gelangen. Hier geht man links und gleich darauf wieder rechts zur Alphütte Trüebsite (1524m). Vor der Hütte geht man rechts. Achtung, der Weg geht direkt aufwärts. Folgt man intuitiv den Holzplanggen, so muss man danach gleich links querfeldein aufwärts. Gehen. Der markierte Weg führt am linken Rand einer Mulde aufwärts. Bald erreicht man Fuggli (1602m) Auf der anderen Seite der Scharte geht es abwärts. Man bleibt nun immer geradeaus auf dem Höhenweg. Bei der Abzweigung am Pt.1551m geht man weiter geradeaus in die kleine Hochebene von Bützli. Hier geht es nun wieder aufwärts, zunächst links der Ebene. Der Aufstieg wird zunehmend steiler und quert bald einmal den Hang. Auf der rechten Hangseite geht es dann stufenartig weiter hinauf. Schliesslich geht man direkt unterhalb der Felsen auf einer steilen Rampe auf treppenartig hinauf. Wenn man den Grat erreicht hat, wird es etwas flacher. Man geht leicht links unterhalb des Grates hinüber zum Speer (1950m). Man folgt von dort dem weiss-rot-weiss markierten Bergweg abwärts. Zunächst geht es in steilen Serpentinen hinunter. Am Wegweiser geht man links in die Wiese hinein. Über einen Höhenweg geht es weiter leicht abwärts. Nach einer kurzen Steilstufe geht es leicht links wieder leicht hinauf, immer dem Höhenweg folgend. In leichtem Auf und Ab geht es am Berg entlang. Bald geht es nochmals eine Steilstufe hinunter und danach wieder kurz bergauf in eine Scharte. Auf der anderen Seite geht man hinunter zum Wegweiser Schilt (1637m). Hier geht man geradeaus weiter auf einem Höhenweg. Bei der nächsten Weggabelung (Pt. 1601m) geht es weiter geradeaus. Bald erreicht man den Bützalpsattel (1591m). Hier biegt man nach links ab und folgt den Wegspuren am Grat aufwärts. Nach wenigen Metern führt der Weg links vom Grat weg. Hier verlässt man den Weg und geht weglos am Grat entlang weiter aufwärts bis zum höchsten Punkt der Bremacher Höchi (1641m). Man steigt wenige Meter nach links ab, dann geht man auf Pfadspuren wieder nach rechts auf den Grat. Man folgt nun dem Grat, bis man links unterhalb wieder den Wanderweg sieht und geht hinunter auf diesen. Man folgt nun dem Weg. Bald trifft man nochmals auf den Grat, geht ein kurzes Stück auf diesem entlang und dann bei Pt. 1523m wieder links davon hinunter. Man umgeht eine Erhebung auf dem Grat und stösst nochmals auf diesen (Pt. 1495m). Wieder geht es links davon weiter. Ein Stück geht es fast eben, dann wieder abwärts zu einer Skilift-Bergstation. Hier geht man nach rechts über die Wiese hinunter zum Büchel (1423m). Auf einem Fahrweg geht man links. Man folgt dem Fahrweg um mehrere Kehren über die Wiesen von Burmoos abwärts, bis man den Skilift kreuzt. Hier geht man rechts auf einem Pfad durch die Wiese abwärts zum Wald. Am Waldrand entlang führt ein Weg weiter abwärts. Bald geht es über die Wiese zur Almhütte von Gatter. Hier geht man scharf links auf breitem Fahrweg entlang. Nach wenigen Metern kreuzt man wieder den Skilift (Pt. 1229m) und geht hier wieder rechts in die Wiese hinein. Es geht hinunter in eine etwas sumpfige Mulde. Hier trifft man wieder auf einen breiten Weg. Bevor dieser eine weite Rechtskurve macht, geht man nach links in einen kaum sichtbaren Wiesenweg. Diesem folgt man, bis man wieder auf den Fahrweg trifft und geht gleich darauf rechts auf dem Moorweg hinüber zur Wolzenalp (1112m). Über die Einfahrt des Gasthauses gelangt auf eine asphaltierte kleine Strasse. Auf dieser geht man rechts durch den Wald. Nach dem Waldende geht man bei der nächsten Kreuzung links wenige Meter hinauf zur Bergstation der Sesselbahn in Rietbach (1116m). Mit der Sesselbahn fährt man hinab nach Krummenau (CHF 10,--).

Abkürzmöglichkeiten

Von Ziegelbrücke kann man direkt zum Federigrat aufsteigen und die Gipfel von Plättlispitz und Federispitz weglassen. Vom Schilt kann man Bützalpsattel und Bremacher Höchi links umgehen.

Übersichtskarte

Kartenausschnitt: ©swisstopo

Weitere Informationen

Schwierigkeit

Ziegelbrücke – Under Tutenalp: T1, stellenweise T2; Under Tutenalp – Büchel: T2, stellenweise T3; Büchel – Wolzenalp: T1, stellenweise T2; Wolzenalp – Rietbach: T1

Wegmarkierung

Von Ziegelbrücke bis Unter Tutenalp ist der Weg gelb markiert. Die restliche Route bis Wolzenalp ist weiss-rot-weiss markiert. Ausnahme ist der kurze Übergang über die Bremacher Höchi, der nicht markiert ist.

Streckenlänge

21,4 km

Karten

Landeskarte der Schweiz 1:50000, Blatt 227T Appenzell, Blatt 236T Lachen, Blatt 237T Walenstadt
Landeskarte der Schweiz 1:25000, Blatt 1114 Nesslau, Blatt 1133 Linthebene, Blatt 1134 Walensee

Einkehrmöglichkeiten

Berggasthaus Wolzenalp

Anreise mit öV

Startpunkt: Bahnhof Ziegelbrücke, Interregio Zürich-Chur, S-Bahnen nach Glarus, Linthal und Rapperswil
Zielpunkt: Bergstation Rietbach, Sesselbahn nach Krummenau, von der Talstation in wenigen Minuten Fussweg zum Bahnhof, S-Bahn Richtung Wil

Bildergalerie