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Alpine Höhenwanderung bei Adelboden: Gsürweg und Albristhore
Die Höhenwanderung über den Gsürweg zum Albristhore gehört zu den eindrucksvollsten alpinen Touren rund um Adelboden im Berner Oberland. Zwischen der Tschentenalp und dem Sillerebüel verbindet die Route schmale Felsbänder, ausgesetzte Gratpassagen und mehrere aussichtsreiche Gipfel zu einer abwechslungsreichen Überschreitung im Herzen des Berner Oberlandes. Höhepunkte der Tour sind der spektakuläre Gsürweg, der markante Gipfel des Albristhore (2762 m) sowie die aussichtsreichen Gratabschnitte über Seewlehore und Tierberg. Der Gsürweg besitzt stellenweise bereits hochalpinen Charakter und führt durch steile Flanken, schmale Rinnen und exponiertes Gelände. Auch die anschließende Gratwanderung über Hempliger, Albristhore und Sattligrat verlangt Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und Erfahrung im Umgang mit alpinen Bergwegen. Besonders bei Nebel oder Nässe ist auf den ausgesetzten Passagen Vorsicht geboten. Trotz der vergleichsweise moderaten Distanz vermittelt diese Tour ein intensives alpines Erlebnis und zählt zu den lohnendsten Gratwanderungen im Gebiet von Adelboden.
Hinweise zur Tour
- Bitte die allgemeinen Hinweise zu den Touren beachten.
- Die Angaben im Tourenbericht stammen von Juli 2026.
Routenverlauf
Tschentenalp – Schwandfälspitz – Schwandfäl – Gsürweg – Furggi – Furggeli – Hempliger – Albristhore – Sattligrat – Seewlehore – Tierberg – Laveygrat – Standhütte – Sillerebüel
Höhenangaben
Ausgangspunkt: Bergstation Tschentenalp (1948m)
Zielpunkt: Bergstation Sillerebüel (1974m)
Gipfel: Hempliger (2483m), Albristhore (2762m), Seewlehore (2468m), Tierberg (2371m)
Höchster Punkt: Albristhore (2762m)
Tiefster Punkt: kurz vor Sillerebüel (1935m)
Gesamter Aufstieg: 1048m
Gesamter Abstieg: 1016m
Gehzeiten
Tschentenalp – Furggi: 1 Std. 45 min 2 Std.
Furggi – Furggeli: 30 min 40 min
Furggeli – Albristhore: 1 Std. 1 Std.
Albristhore – Tierberg: 1 Std. 25 min 1 Std. 10 min
Tierberg – Sillerebüel: 1 Std. 10 min 1 Std. 10 min
Insgesamt: 5 Std. 50 min 6 Std.
Wegbeschreibung
Von Adelboden fährt man mit der Gondelbahn auf die Tschentenalp. Vor der Bergstation (1942m) geht man links und gleich darauf rechts an einer Skiliftstation vorbei. Man folgt dem Bergweg im Zickzack hinauf bis zum Gipfelkreuz auf dem Schwandfälspitz (2025m). Hier geht man auf einem Wiesenweg auf dem Grat entlang weiter, zunächst eben, dann leicht aufwärts. Man bleibt immer auf dem Grat und folgt den weiss-blau-weissen Markierungen. An einem Wegweiser (Pt. 2124m) verlässt man den Grat und geht links durch die Wiese von Schwandfäl am Hang entlang. Das Gelände wird zunehmend steiler und steiniger. Bald erreicht man den Gsürweg, einen schmalen Pfad, der sich durch die Südflanke des Gsür schlängelt. Der schmale Pfad führt durch sehr steiles Gelände und durchquert unzählige Rinnen, teilweise ist er ausgesetzt und man muss darauf achten, wo man seine Füsse hinsetzt. Die Route ist klar zu erkennen. Am Ende der Gsürflanke kommt man wieder in Wiesengelände, quert nochmals einige Rinnen und geht leicht bergab. Bald erreicht man in flacherem Gelände einen Wegweiser (Pt. 2124m). Hier geht man rechts über die Wiesen von Furggi wieder leicht hinauf. Kurz darauf trifft man auf einen weiss-rot-weiss markierten Weg. Auf diesem geht man rechts und bald sehr steil bergauf in den Pass von Furggi (2387m). Hier geht man scharf links und folgt dem Grat, nun wieder auf weiss-blau-weisser Route. Zunächst hat es wenige Markierungen. Man bleibt immer auf dem Grat, auch wenn sich die Wegspuren verlieren. Am Hempliger (2483m) führt nun wieder ein deutlich sichtbarer und markierter Weg rechts unterhalb des Grates entlang. Der folgende Abschnitt verläuft erneut durch ausgesetztes Gelände und führt stellenweise über schmale Rinnen mit steilem, teilweise rutschigem Geröll. Man beachte die Markierungen und Steinmännchen. Bei Nebel ist diese Route nicht zu empfehlen. Man folgt den Pfadspuren und weiss-blau-weissen Zeichen, mal etwas rechts vom Grat, mal auf dem Grat hinauf. Schliesslich wird das Gelände wieder einfacher und man folgt einem guten, aber steilen Weg hinauf auf den Gipfel des Albristhore (2762m). Hier geht man links, zunächst steil hinunter in eine Scharte (Pt. 2697m). Von hier geht es wieder etwas aufwärts, nochmals sehr ausgesetzt. Anschliessend folgt ein sehr steiler Abstieg über den Sattligrat. Bei Pt. 2528m wird es wieder flacher und man folgt einem guten Bergweg weiter hinunter. Ein Zwischengipfel (Pt. 2540m) wird rechts umgangen, man folgt den Wegspuren rechts durch die Geröllhalde. Bald geht es wieder leicht aufwärts zum Grat (Pt. 2516m), dem man nun wieder folgt. Es folgt bald nochmals eine ausgesetzte Passage mit kurzen Steilstufen zum Seewlehore (2468m). Von hier führt nun ein sehr steiler Wiesenweg in engen Serpentinen abwärts. Nach einer Senke (Pt. 2344m) geht es wieder leicht aufwärts, ein Stück fast eben und dann nochmals hinauf zum Tierberg (2371m). Ab hier folgt man weiss-rot-weissen Markierungen abwärts, weiter auf dem Grat entlang. Es wird wieder flacher (Pt. 2231m) und man steigt leicht hinauf zum höchsten Punkt des Laveygrates (2248m). In leichtem Auf und Ab geht es weiter zur Bergstation einer Sesselbahn (nur Winterbetrieb). Man geht um die Station (2193m) herum und folgt einem etwas breiteren Wiesenweg unterhalb des Grates ein Stück zurück. Bald zweigt rechts ein schmaler Pfad ab. Diesem folgt man steil abwärts durch die Wiese bis zur Standhütte. Weiter geht es etwas flacher zu einer Skiliftstation. Von hier geht es nochmals kurz steil abwärts, bis man auf einen Feldweg trifft (Pt. 2000m). Auf diesem geht man links und folgt ihm leicht abwärts bis in einen Sattel (Pt. 1935m). Von hier geht man auf asphaltiertem Weg hinauf zur Bergstation Sillerebüel (1974m). Von hier fährt eine Gondelbahn zurück nach Adelboden.
Abkürzmöglichkeiten
keine
Übersichtskarte
Kartenausschnitt: ©swisstopo
Weitere Informationen
Schwierigkeit
Tschentenalp – Schwandfälspitz: T1; Gsürweg nach Furggi: T3, stellenweise T4; Furggi – Furggeli: T2; Furggeli – Albristhore – Tierberg: T4; Tierberg – Pt. 2000m: T2; Pt. 2000m – Sillerebüel: T1
Wegmarkierung
Der Aufstieg zum Schwandfälspitz ist weiss-rot-weiss markiert. Der Gsürweg ist weiss-blau-weiss markiert. Anschliessend hat es wieder weiss-rot-weisse Markierungen bis zum Furggeli. Die Route über Albristhore bis Tierberg ist weiss-blau-weiss markiert. Anschliessend folgt man nochmals weiss-rot-weissen Markierungen. Im letzten Abschnitt gibt es keine Markierungen, diese sind hier aber auch nicht notwendig, da man Fahrwegen folgt und es an allen Kreuzungen Wegweiser hat.
Streckenlänge
13,0 km
Karten
Landeskarte der Schweiz 1:50000, Blatt 263T Wildstrubel
Landeskarte der Schweiz 1:25000, Blatt 1247 Adelboden, Blatt 1267 Gemmi
Einkehrmöglichkeiten
Tschentenalp, Sillerebüel
Anreise mit öV
Startpunkt: Bergstation Tschentenalp, Seilbahn von Adelboden, Bus nach Adelboden, Post von Frutigen an der Bahnstrecke Bern - Spiez - Brig
Zielpunkt: Bergstation Sillerebüel, Gondelbahn nach Adelboden-Oey, Bus ab Adelboden, Mieralquelle nach Frutigen